- neu - Der elfenbeinerne Turm in der Wissenschaft


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Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten

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"... the world population can exceed easily 8 billion by the year 2020. This was a major subject of discussion at the conference in Rio de Janeiro on the environment two years ago. It was pointed out at the conference that growth is most efficiently managed by the private sector, but regulation of the process by national governments and international bodies is also needed. And once again, United Nations can certainly be among the catalysts and coordinators of this process.”

 - David Rockefeller, Annual UN Ambassadors' Dinner Sep. 14, 1994












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Milchstraße über Hakos, Namibia, Südafrika (c) S. Hab 2011

 ( Pentax Refraktor 75 SDHF, CANON EOS 20Da )




(oben)  Milchstraße über Guatemala 2011 (Mittelamerika) Vulkan Fuego, (Basiscamp)





 


Die Autoren:

 

Mme Prof. Marie Augère

Prof. mult. mag. Walter Weiss 

Dr. B. Eastlund, Plasmaphysiker ( 07.08.1938 - 12. 12.2007 ) 

Prof. Dr. Rainer Mausfeld 

Dr.  rer. agr.  J. P.  Biehler

S. Hab (M.Sc.) Master of Science

Prof. Chris Hall  (Ph.D.)

Dr. Ian McCrea

Paul Thompson ( unansweredquestions.org )


Prof. Dr. Dr. Jean-Luc Fournet

Dr. sc. phil. W. Berger

Dr. rer. nat. R. Ebert

Dr. rer. pol. R. Mangold


 

 

Der Mensch ist ein mit reflexionsfähiger Sprache begabtes Wesen, der unaufhörlich und permanent fragende Mensch nämlich, der und weil ohne die Sprache die vielleicht 2600 Individuen aus der Spezies homo sapiens, die vor 160000 Jahren lebten, wohl kaum die Evolutionsbedingungen gefunden hätten, die Ihnen die Ausbreitung in eine Kolonie mit mehr als acht Milliarden Menschen ermöglicht haben!

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Die Naturwissenschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt zu erklären. Unter „erklären“ verstehen wir Nachaufgeklärten dabei einen Gedankengang, den wir als kausal, schlüssig und logisch widerspruchsfrei empfinden. 

Entspricht eine uns gegebene Erklärung diesen Denkkategorien – auch Paradigmata genannt –, neigen wir dazu, sie zu akzeptieren. Wir fügen sie unserem Weltbild hinzu und haben es damit – über unser neu gewonnenes Wissen – auch erweitert. Dann sind wir überzeugt, daß sich die Sache (im weitesten Sinn: die Welt) tatsächlich (!) so verhält, wie wir es eben zu akzeptieren gelernt haben. Entspricht eine Theorie nicht unserem Verständnis, lehnen wir sie ab. 

Wann verstehen wir aber etwas? 

Und: Verhält sich die Welt wirklich so, wie sie uns erklärt wird ?!

 

Die Wirklichkeit

Die Subjekt-Objekt-Trennung

Man kann unüberprüftes Dafürhalten auch „naiven Realismus“ nennen: Wir halten die Welt für so beschaffen, wie wir sie wahrnehmen bzw. wie wir – aufgrund der von uns akzeptierten Erklärungen – gelernt haben, sie für wahr zu halten. Bei solchem – in der Regel autoritär vermittelten – Angelernten und daraus resultierendem meist unkritischen Verhalten wird von uns allerdings jede Menge Unüberprüftes stillschweigend vorausgesetzt und für wahr gehalten – oder zumindest als selbstverständlich angenommen. 

So z. B. fragen nur wenige, wie die Welt eigentlich aussieht bzw. aussähe, wenn niemand auf sie schaute, die Welt (das sogenannte Objektive) also von keinem Subjekt betrachtet würde … Auch was ein Subjekt zu einem Subjekt macht, wird nicht gerne hinterfragt – und ob eine nicht angeschaute Welt überhaupt vorstellbar ist, schon gar nicht. 

Wenige – außer grübelnde Philosophen – haben sich jemals gefragt, wie das nun eigentlich ist mit dieser unserer Welt, die doch – scheint ´s – nur Resultat einer von uns unbewußt vorgenommenen Trennung ist: in das von uns Angeschaute – und in uns als sie Anschauende. Mit unserem Akt des Hinschauens empfinden wir uns vom Angeschauten stets getrennt. Ich bin da – und dort ist die Welt. Zwar wissen wir, daß wir zur Welt dazugehören – aber die grundsätzliche Subjekt-Objekt-Trennung bestimmt unser ganzes Handeln und Denken.                

Obwohl wir wissen (sollten), daß wir Teil dieser Welt sind, machen wir sie uns sogar untertan, beuten sie aus, nutzen bzw. benützen sie und folgen dabei dem – angeblichen – Auftrag „Gottes“: „Erfüllt die Erde und macht sie euch untertan!“ (Gen. 1, 28) 

Während die Trennung Gottes von der Welt religiöses Dogma ist, besteht unser Geschieden-Sein von ihr „nur“ aufgrund unserer „Subjekt-Objekt-Trennung“. Vorallem das angeblich "auserwählte Volk" - raten Sie mal welches damit gemeint sein könnte...

Gibt es kein Subjekt, gibt es natürlich auch kein Objekt … Was gibt es dann?

Vorstellen kann sich nur ein Subjekt etwas: nämlich etwas gedanklich vor-sich-hin-stellen. Wieweit Tiere das können, ist eine ungelöste Frage – sie ist auch schwer überprüfbar, weil nicht kommunizierbar …

"Gott" gehört übrigens nicht zur Welt. Angeblich hat er sie ja geschaffen: „Im Anfang schuf "Gott" Himmel und Erde …“ (Gen. 1, 1)  Die Welt ist also (S)eine Schöpfung und daher eindeutig von „Ihm“ geschieden …

Der konfessionell Gläubige re-konstruiert im Sinne Sigmund Freuds sein psychologisch bedingtes Abhängigkeitsproblem (als einzig Unveränderlicher – Ich – in einer Welt des Veränderlichen – des Fichteschen Nicht-Ichs!) in Form eines wie auch immer gearteten Gottesbildes: als Vielfalt der Religionen. 

Voraussetzungen können nicht überprüft werden! Sie werden – wie der Name schon sagt – einfach gesetzt. Aufgrund einmal gewählter Voraussetzungen (z. B.: „Messen, was meßbar ist, und meßbar machen, was nicht meßbar ist“ – Galileo Galilei übrigens …) kann dann allerdings überprüft werden: Man muß sich dabei nur an seine Voraussetzungen halten … Die Mär vom Urknall widerspricht z. B. allen (!) Voraussetzungen der Physik!


Der „Dekalog“ der Naturwissenschaften                         

Für die Naturwissenschafter der alten Denkschule gibt es nur eine RealitätUnd herauszubekommen, wie diese beschaffen sei, gilt als das Ziel allen naturwissenschaftlichen Forschens schlechthin. Die Wissenschaftler machen dazu die folgenden, allerdings unwissenschaftlichen und unüberprüften (wie sollten sie auch Unüberprüfbares überprüfen?) Voraussetzungen – zumindest unserer Meinung nach:

 

  1. Es gibt eine von unserer Wirklichkeit völlig unabhängige und dieser vorausgesetzten Realität;
  2. diese Realität ist strukturiert analog (!) unserer Wirklichkeit, besteht also aus unterschiedlichen Vereinzelten, die mit- und untereinander agieren und reagieren;
  3. unsere Methode der Verknüpfung von Ereignissen zu einer Ursache-Wirkungs-Kette gilt auch für diese Realität; Kausalität wirkt also auch „dort“;
  4. auch die Realität ist raum-zeitlich strukturiert;
  5. die Realität ist mit unserer Logik erklärbar (allerdings nicht unsere gesamte Wirklichkeit, die bekanntlich über weite Bereiche translogisch ist: Liebe, Hoffnung, Glaube z.B.!);
  6. es gibt auch in der Realität nur Endliches;
  7. die Realität ist geordnet; es wirken in ihr Gesetze, die sich von uns erkennen lassen;
  8. die Realität ist diskontinuierlich;
  9. es gibt nur Nahwirkendes, d. h. Kräfte müssen übertragen werden: entweder durch direkte Kontaktnahme (Stoß, Zug, Druck, Hebel etc.) oder durch sogenannte „Teilchen“, auch „Feldquanten“ genannt;   
  10. von "Gott" ist ein und für alle Mal abgesehen. 

 

„Gesetze“ sind Satzungen, also Aufgestelltes. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß die sogenannten Naturgesetze in der Natur vorkämen bzw. daß sich die Natur an sie gar halte. Vielmehr sind sie (zumeist) mathematische Formalismen, die der vom Geschehen in der Natur abstrahierende Mensch aufgestellt hat, und die mehr oder weniger gut (meistens aber brauchbar) auf die Natur anwendbar sind, deren Phänomene sich mit ihnen formal (!) gut beschreiben und (meistens) auch prognostizieren lassen.

 

DIE DAUER DES DAUERNDEN

Das Phänomen von psychischer und physi(kali)scher Zeit

 

I) ZEIT UND BEWUSSTSEIN

Der Moment als elementare Einheit

"Verweile doch, o Augenblick, du bist so schön", heißt es in Goethes Faust. Und genauso, wie der Altmeister der deutschen Literatur mit seinem Faust dramaturgisch auch philosophisch fast alles aufgearbeitet hat, was sich nur aufarbeiten läßt, trifft er mit diesem Vers das Wesentliche der Zeit punktgenau: den Augenblick. Dieser, in der Psychologie als "Moment" bezeichnet, gilt als Wesen(tliches) der (psychologischen) Zeit: als elementare Einheit nämlich. Dabei werden unter elementaren Einheiten nicht mehr weiter aufspaltbare kleinste Quantitäten ("Quanten") verstanden, deren Sosein nicht mehr weiter hinterfragt werden kann: 

es gibt etwa 25 physikalische Elementargrößen oder Konstanten, deren exakter Wert Voraussetzung für die Physik unseres bekannten Universums ist. Wäre auch nur eine dieser elementaren Größen um ein Weniges von ihrem gemessenen und als verbindlich geltenden Wert verschieden, sähe die Welt anders aus bzw. gälten andere Naturgesetze!

Das menschliche Kausaldenken stößt an seine Grenze. Wohl können wir mutmaßen, ja sogar ausrechnen, was nicht oder anders wäre, wenn eine Elementargröße einen anderen Betrag hätte; aber warum der gemessene Betrag seine Größe hat, entzieht sich jedem physikalischem Diskurs.

Niemand weiß, warum die Lichtgeschwindigkeit c den Wert von 299 792 458 +/- 0,000000012 m/s aufweist. Niemand weiß, warum das Plancksche Wirkungsquantum h den Wert von 6,626176 +/-0,000036 . 10-34 Js hat, warum die Elektronenmasse 0,511006 +/-0,000002 MeV ist und die vier Grundkräfte unseres derzeit gültigen physikalischen Weltmodells gerade jene Eigenschaften und Reichweiten haben, die sie eben aufweisen.

Der menschliche Augenblick oder Moment kann nun als eine ebensolche elementare Größe, wenn auch keine physikalische, sondern eine physiologische, gesehen werden: Wir vermögen ein Bild nur dann wahrzunehmen, wenn es dem Auge mindestens 1/16 Sekunde lang unverändert geboten wird. Erscheint es unserem Gesichtsfeld in kürzerer Zeit, nehmen wir es nicht mehr bewußt wahr.

Um jegliches Ruckeln der Bilder zu vermeiden, wird meist mit 18 Bilder pro Sekunde, aufgrund der Frequenz des Wechselstromes (50 Herz) im TV-Bereich sogar mit 25 Bildern pro Sekunde (halbe Frequenz) gefilmt - und entsprechend wiedergegeben!

Das Kino "lebt" von dieser Entdeckung: Werden 16 Bilder pro Sekunde geboten und ist jedes dieser Bildchen vom vorherigen ein wenig verschieden, erleben wir den Inhalt dieser Bilder, wenn sie uns in kontinuierlicher Abfolge geboten werden, als bewegt. Werden natürliche Bewegungen mit mindestens 16 Bildern pro Sekunde von einer Filmkamera aufgenommen und mit derselben Geschwindigkeit vom Projektionsapparat wieder dargeboten, erleben wir im Film jede Bewegung als natürlich: Die auf der Leinwand gezeigte Bewegung läuft genauso schnell ab, wie in Wirklichkeit. Nimmt man eine natürliche Bewegung mit mehr Bildern als 16 pro Sekunde auf und läßt man den Film dann normal (also mit 16 Bilder pro Sekunde) abspulen, erleben wir das Phänomen der Zeitlupe: die Bewegung erscheint verzögert. Umgekehrt werden beim Zeitraffer weniger Bilder als 16 pro Sekunde aufgenommen; normal abgespielt erscheint uns die Bewegung beschleunigt.

Der Moment beträgt allerdings nur für die Art des Homo sapiens 1/16 Sekunde. Schnecken haben einen Moment von 1/4 Sekunden (!), Hunde von etwa 1/40, Sperber und Habichte gar einen von 1/100. Mit diesen unterschiedlich kurzen (oder langen?) Momenten erleben die verschiedenen Lebewesen ihre Umwelt differenziert: So ist die von Schnecken erlebte Welt gar nicht so "langsam", wie sie von uns Menschen interpretiert werden mag: Die Schnecke nimmt ja Veränderungen erst dann wahr, wenn ihr ein Reize langsamer als 4 mal pro Sekunde geboten wird. Ansonsten reagiert das Tier nicht. Eine Schnecke bewegt sich in ihrer Welt also 4 mal so schnell wie es uns erscheint, da in jener Zeit, in der unser Bewußtsein 16 Bilder geboten bekommt, die Schnecke nur 4 Reize empfängt (Zeitraffer). Eine Schnecke würde daher den Minutenzeiger einer Uhr als bewegt erleben.

Raubvögel mit ihrem Moment von einem Hundertstel Sekunde sehen hingegen sogar eine Gewehrkugel fliegen: und die bringt es immerhin auf 800 m/sec. Falken erleben Bewegungen in ihrer Welt rund 7 mal langsamer als wir es tun. Daher kann der Habicht auch die Feldmaus schlagen, weil er Zeit genug hat, ihr nachzufliegen (Zeitlupe).

Geschwindigkeit als erlebte wird damit zu einem artspezifischen Phänomen: was für uns zu langsam ist, um erkannt zu werden, erscheint dem anderen als bewegt; was für uns zu schnell ist, um zu reizen, ist dem anderen erfahrbar.

Ziemlich relativ also das ganze.

Zeit als bewußt erlebte Bewegung

Wie schnell ist daher eine Bewegung absolut? Wir erkennen sofort den Widersinn der Frage. Absolut (vom lateinischen: absolvere = losgelöst) wovon? Vom Moment? Erst der Moment läßt uns Bewegung erkennen! Bewegung ist daher immer abhängig von dem sie erlebenden Bewußtsein und ihre Geschwindigkeit daher immer relativ. Erst in Bezug auf unsere Beobachtung und im Vergleich zu anderen Bewegungen werden Geschwindigkeiten differenzierbar!

Es gibt in der unbeobachteten Natur überhaupt keine Bewegung, weder eine rasche(re) noch langsame(re). Was es gibt, ist Veränderung (siehe auch Teil II dieser Arbeit), und die ist tatsächlich absolut (weil sie losgelöst ist von jedem Bezugssystem, wie sie ein beobachtendes Bewußtsein ja darstellt).

In der Physik ist Geschwindigkeit als Weg pro Zeiteinheit (s/t) definiert. Im CGS-System also als cm/s (=Zentimeter pro Sekunde), wobei wir Autofahrer von km/h oder "Stundenkilometern" sprechen. Damit haben wir der Schnecke oder dem Habicht gleich zweierlei voraus: den Längen- und den Zeitbegriff. Der Längenbegriff ordnet die räumliche Erstreckung, der Zeitbegriff die Dauer einer Veränderung, die in den meisten Fällen eine Ortsveränderung, also eine Bewegung ist.

Die Einheiten von Länge und Zeit ergeben sich aufgrund von Definitionen, die durchaus sehr mühsam (aber auch exakt!) sein können: So ist die Ära der Gültigkeit des Pariser Urmeters längst vorbei: Das Meter ist vielmehr seit 1983 definiert als jene Wegstrecke, die das Licht in Vakuum während der Dauer von 1/299 792 478 Sekunde durchläuft. Auch die Definition der Sekunde ist nicht mehr der 3600. Teil einer Stunde, diese der 24. Teil eines Tages und dieser der 365,5. Teil eines siderischen Jahres, sondern die Dauer von 9 192 631 770 Schwingungen der Strahlung, die von einem Caesiumatom 133 ausgesandt wird..

Wie exakt die Definition einer Maßeinheit auch sein mag: ihr liegt immer zugrunde, daß diese Einheit mit etwas anderem verglichen oder von ihm als Bruchteil abgeleitet wird. Diesem Vergleichen sind aber stets Bewußtsein und Subjektivität (also ein Ich) vorausgesetzt: Etwas, das wir - berechtigt oder nicht - allem Nicht-Menschlichen traditionell absprechen: Tiere mögen zwar ein Bewußtsein haben, sollten aber kein Ich sein.

"Schnell" und "langsam" sind aber nicht nur bloße Zahlenwerte im CGS-System, sondern auch dem psychischen Erleben untergeordnet. Jede Empfindung richtet sich nach der kurz davor gemachten vergleichbaren aus ("Ankerreiz"). Wer mit 130 km/h von der Autobahn kommt und plötzlich 50 km/h im Ortsgebiet fahren muß, glaubt zu schleichen. Fährt ein Auto durch eine Spielstraße oder 30 km/h-Zone mit 50 km/h, erntet der Fahrer Flüche der Passanten oder ein Strafmandat, je nachdem.

Ein angeregter Abend ist im Nu verflogen, das Warten beim Zahnarzt oder auf die Geliebte will nicht vergehen. Gescheite Abhandlungen sind über dieses Phänomen geschrieben worden, sodaß wir uns auf deren Resumé beschränken wollen: Geschieht in einem bestimmten Zeitraum wenig, ist uns fad (=es dauert uns zu lange); passiert viel (=ist es spannend oder interessant), "verfliegt" uns die Zeit: Je mehr unterscheidbare Momente wir erleben, desto rascher "vergeht" uns die Zeit.

Die Qualität der Wahrnehmung von Veränderung ist also abhängig von der Elementarlänge des Momentes und damit eng auf unsere Sinnenfenster begrenzt. Die Interpretation der Dauer von Veränderung als Zeit und Bewegung bedarf zusätzlich des Selbstbewußtseins. Man kann daher resümieren: Zeit und Bewegung gibt es nur für uns und weil wir sie erleben. Tiere kennen keine Zeit - und Tote haben keine.

Wenn keine Bewegung mehr erkannt werden kann, also auch keine stattfindet, ist auch jeder Zeitmessung die Grundlage entzogen. Denn bekanntlich sind Zeit und Bewegung tautologisch definiert: Zeit kann nur durch (periodische!) Bewegung (=Ortsveränderung) gemessen und Bewegung nur durch Ortsveränderung innerhalb einer bestimmten Zeit bestimmt werden (Stoppuhr!). Bei unendlich verkürztem Moment wären also die Folgen:

# keine Bewegung, also absolute Ruhe

# keine Zeit, also Ewigkeit

# kein Erleben, also Tod

# keine Welt, also Nichts.

Solipsistisch und konstruktivistisch ergeben sich aus diesen Folgen keine philosophischen Schwierigkeiten: stringenter könnte der Tod von Bewußtsein nicht deduziert werden. Und vielleicht tritt das Ende von Bewußtsein (sein Tod) auch auf diese Weise ein. Wir wissen es nicht.

Resumé I und Ausblick auf Teil II

Zeit und Bewegung sind das bewußte Erleben von Dauer und Veränderung - nur diese sind bewußtseinsunabhängig. Sie spannen die Welt auf, völlig unabhängig davon, ob es Bewußtsein (=Menschen) gibt, die die Welt erfahren, oder nicht. Dauer und Veränderung sind es also recte, mit denen sich die Physik beschäftigen sollte - und nicht Zeit und Bewegung. Alle Formalismen, alle Gleichungen, mit deren Hilfe die Physik versucht, das So-sein der Welt - mathematisch, also abstrakt - zu erklären, sollten also, wenn die Zeit formalisiert ist (t), die Dauer meinen, wenn die Bewegung formalisiert ist (v= s/t) die Veränderung.

Die Auflösung der Zenonschen Aporien hat gezeigt, daß Unendliches (in der Formalisierung der Physik und der Mathematik: oo) im Endlichen nicht realisiert werden kann. Dennoch kommen in den Gleichungen der Physik, u. a. auch bei der Beschreibung von kollabierenden Sternen, unendliche Werte vor: etwa bei der Materiedichte als Folge des ungebremsten Zusammenstürzens von Sternen. Schon Einstein errechnete im Zuge der Entwicklung seiner Relativitätstheorie Materiedichtewerte, nach denen sich der Raum (in der 4-dimensionalen Version der Interpretation der Einsteinschen Relativitätstheorie) unter Einfluß der Gravitation sosehr krümmt, daß er in eine Singularität entartet, also "gegen unendlich" geht. 

Wie ist diese "Realisierung" von Unendlichem "im" Endlichen (also im Raum-Zeitlichen, besser im Dauernd-Veränderlichen) zu interpretieren? Wie kann eine Analogie hergestellt werden zwischen Nicht-Realisierbarkeit der unendlichen Teilbarkeit von Strecken (=Raum) und Momenten (=Zeit) einerseits im Bereich des bewußten Erlebens und andererseits dem errechneten Auftreten von Singularitäten im sogenannten Raum- Zeit-Kontinuum (RZK) der Physik, das ja eine Welt beschreibt bzw. beschreiben will, wie sie auch ohne Bewußtsein existiert bzw. als existent vorausgesetzt ist?

Auch bei der Unterteilung von Strecken ad infinitum hapert es praktisch, sowohl aus technischen als auch aus physikalischen Gründen: die Elementargrößen verhindern es. Es gibt sowohl ein kleinstes Atom (Wasserstoff H), das einen genau bestimmten Durchmesser hat, als auch kleinste Teilchen: zur Zeit gelten die Quarks als solche, doch ist es eine philosophische und physikalische Gretchenfrage, was als kleinstes Teilchen gelten soll:

Hadronen, Leptonen oder gar Feldquanten, zu denen z. B. das Photon zählt. Als Elementarlänge gilt jedenfalls eine Größe irgendwo im Bereich von 10-34 cm. Dinge und ihre Abstände (ihre Lage im Raum) sind also quantifiziert (Quantenphysik), ihrer unendlichen Teilbarkeit ist ein (physikalischer und auch philosophischer) Riegel vorgeschoben: Das Unendliche ist - als Unendliches - nicht realisiert!

Was ist es, das Mond- und Merkurkrater schafft, Trogtäler formt und als "Licht" versengt, entflammt, zerstört - aber auch schöpft: Leben nämlich? Es ist die stete Veränderung von allem Vereinzelten, Körperlichen, Form- und Stoff-Habenden, sein Werden, sein Da-Sein und Vergehen. Und genauso, wie Zeit nicht losgelöst von der Bewegung denkbar ist, ist das solcherart (An-)Dauernde ohne seine Veränderung nicht existent: Das (An-)Dauern des Da-Seienden i s t nur durch seine Veränderung im RZK verwirklicht (=realisiert).

Was aber ist dieses Dauernde?

 

II) DAUERNDES ALS VERÄNDERTES

Unendliches im Endlichen

Die Kernfrage ist offensichtlich folgende: Ist unser Gedankenexperiment wirklich nur ein Gedankenexperiment oder kann das Unendliche - gemäß der Formeln u. a. Einsteins - tatsächlich "realisiert" werden? Und wenn "ja", dann wie? Als Unendliches selbst sicherlich nicht, denn Realisierung bedeutet ja Ver-Endlichung oder Endlich-Werden als einzelnes bzw. Vereinzeltes. Wenn das Verlöschen von Bewußtsein als Vernichten der Momentdauer interpretiert wird, so erfolgt dieses Verlöschen jedenfalls niemals in der Realität - und zwar weder in jener des Sterbenden, noch in der des Beobachtenden: und doch wird milliardenfach realiter gestorben - aber stets nur für die jeweils überlebenden, außenstehenden Beobachter. Weder kann der Tod vom Sterbenden selbst er- oder gar überlebt werden, noch kann das Verlöschen des sterbenden Bewußtseins - als dieses sterbende Bewußtsein selbst nämlich!

- vom Außenstehenden mitvollzogen werden. Sowohl in solipsistischer Sicht als auch nach konstruktivistischer Denkart ist der Tod des Sterbenden nur als ein von außen her beobachteter und nur für den Beobachtenden Realität. Der Gestorbene "kriegt seinen Tod nicht mit" und selbst der schließt bloß aus verschiedenen beobachteten Parametern (z. B. medizinischen wie Herz- und Hirntod) auf den zwischenzeitlich eingetretenen Tod des Gestorbenen. Für den Sterbenden ist die Beobachtung seines eigenen Sterbens per definitionem des Todes (= Ende der Beobachtungsmöglichkeit) nicht möglich, für den Außenstehenden detto nicht, weil er sich nicht in jener (Bewußtseins-)Welt des Sterbenden befindet, sondern in einer anderen: in der eigenen nämlich.

Beobachtende Parallelen mit dem Phänomen der Schwarzen Löcher und der prinzipiellen Unmöglichkeit deren direkter Beobachtung drängen sich auf. Auch Schwarze Löcher (SL) können ja von außen nicht direkt beobachtet werden, sondern sind durch den sogenannten Schwarzschildradius oder Ereignishorizont (EH) vom RZK unserer beobachtbaren Welt (=Universum) abgetrennt und prinzipiell (!) nicht informationsdurchlässig. Ihre "Existenz" "hinter" ihrem jeweiligen EH (Ereignishorizont) wird ja - wie der Tod eines Sterbenden - nur erschlossen bzw. errechnet.

Ein SL ist übrigens ein solches auch nur von unserer Welt des RZK aus betrachtet - und selbst dies ist, wie oben dargelegt, nur indirekt möglich. Was es "wirklich" ist, zu fragen, ist eigentlich absurd: Es existiert für unsere Wirklichkeit gar nicht, da es per definitionem von der Wirklichkeit des RZK "abgeschnürt" ist.

Was beim physischen Durchstoßen eines Ereignishorizonts passiert, ist - mathematisch - vom Radius des SL abhängig. Die Varianzen schwanken zwischen sofortigem gravitativem Zerreißen eines hypothetischen Körpers - zumindest nach den heutigen Interpretationen der spekulativen Gleichungen - bis zur Vernichtung jeglicher Struktur durch Erreichen unendlich hohen Druckes und unendlich hoher Temperatur bei weiterer Annäherung an das Zentrum des SL. Was und "wo" immer "etwas" passiert: nach außen, d. h. in unser RZK, dringt darüber keine Information. Und dies gleich aus zwei Gründen: dem physikalischen, da gegen unendlich hohe Gravitation keine Information entweichen kann; und dem philosophischen: wo keine Struktur auch keine Information.

Abermals drängt sich eine Analogie zum Unterschied zwischen Bewußtsein und der außer ihm befindlichen "objektiven" Welt des RZK auf. Auch die verschiedenen Bewußtseine untereinander kommunizieren miteinander niemals direkt: Die Kommunikation zwischen ihnen (jede Art von Sprache inklusive Körpersprache, Gestik und Mimik) erfolgt nur über durch Konvention abgesicherte und definierte Begriffe, über deren exakte Geltungsbereiche (=Begriffssphäre) ohnedies in den seltensten Fällen Einigkeit herrscht: Wenn zwei Menschen ein- und denselben Begriff verwenden, überdecken sich ihre jeweiligen Begriffsinhalte meistens nur partiell!

Vielleicht ergibt sich durch diese Analogien (es ist nicht alles ein Vergleich, was hinkt!) ein besseres Verständnis des von uns unabhängig Dauernden und sich Verändernden, das w i r ja stets nur als im Raum (als dem Garanten für das Auseinander der Dinge) Befindliches und sich in der Zeit (als der bewußt wahrgenommenen örtlichen Veränderung von Körpern im Raum) Veränderndes erkennen können.

Von einer physikalisch existierenden "Welt" "innerhalb" eines SL zu sprechen (wie dies u. a. auch der anerkannte und berühmte Stephen Hawking gerne tut) ist nicht nur spekulativ, wie Hawking selbst zugibt, sondern kühn und philosophisch absurd. So werden spekulative Gedankenexperimente angestellt, wie ein hypothetischer Raumfahrer seinen "Fall in ein SL" er- bzw. nicht überleben würde: aufgrund der an ihm zerrenden Gezeitenkräfte z. B. Auch das gerne gezeichnete Bild eines hypothetischen Rückblickes aus dem Inneren eines SL gegen den EH des RZK von innen her beflügelt gerne die Phantasie von Physikern und Kosmologen.

Kommt es also im endlichen RZK als der realen Welt unserer Erfahrung, die ja letztlich Gegenstand der Physik ist, zu "Ereignissen" oder Phänomenen, in denen Unendliches "auftritt"?

Sowohl die Begriffe "Ereignis" als auch der seines "Auftretens" müssen hier unter Anführungszeichen gesetzt werden Ereignisse finden nur "in der Zeit" statt. Jetzt muß allerdings der Terminus "in der Zeit" unter Anführungszeichen stehen, da "in der Zeit" - nach Erkenntnis aus Teil I dieser Arbeit - nur bedeuten kann, daß jedes Ereignis bloß für ein messendes und beobachtendes Bewußtsein stattfinden kann, nicht aber außerhalb dieses! Da Meteoritenkrater, Supernovae oder das Wachstum von Kristallen oder Pflanzen (um nur ein paar Beispiele aus unzähligen zu nehmen) offensichtlich auch ohne das Auftreten von Bewußtsein stattfindet, haben wir unsere liebe Not damit, darüber zu reden, zu schreiben, ja sogar darüber nachzudenken: Denn jeder Begriff, den wir dafür verwenden, benötigt als Basis Bewußtsein.

Physiker werden diese Frage mit dem Hinweis auf das Phänomen der Singularität bejahen. In einer Singularität treten tatsächlich Unendlichkeiten auf, vor allem bei zwei in der heutigen Physik vieldiskutierten vermuteten Phänomenen:

1. im Urknall kosmologischen Standardmodells "entsteht" das Endliche unseres Universums aus dem Unendlichen der Singularität des Urknalls, und 2. an den Schwarzschildradien (=EH) der SL steht die Zeit still, d. h. sie konvergiert für den außenstehenden Beobachter gegen unendlich (=ewig): als Folge der unendlich hohen Gravitation, die sogar das Licht "einfriert", also c gegen 0 gehen läßt!

Der Begriff des Entstehens ist hier natürlich fehl am Platz; es mangelt uns nur ein anderer, passenderer: Entstehen kann etwas nur aus anderem, bereits Vorhandenem, also nur innerhalb des Verwirklichten im RZK und zwar aufgrund von Veränderung. Gerade an der Nichterfüllung dieser evidenten Grundvoraussetzung krankt aber das Standardmodell des Urknalls: Nach ihm "entsteht" ja realiter aus Nicht-Raum-Zeitlichen etwas - die ganze Welt nämlich! Es "entsteht" damit auch die Veränderung, jenes Grundvoraussetzende (=Grundprinzip) alles Dauernden, das nur bereits Existierendem zukommt. Und etwas, das nicht da ist (und der Begriff der Singularität meint ja, daß nichts Dauerndes existiert!), kann sich auch nicht verändern (=werden!).

Das Modell kann auch nicht erklären, "warum" "aus" der Singularität des Urknalls das Universum "wird". Denn nicht nur Zeit und Raum "entstehen" nach klassischer Lesart mit dem Urknall, sondern auch die Möglichkeit, Kausalketten aufzubauen. Über den Urknall "hinaus" läßt sich keine Kausalverbindung knüpfen, da die Kausalität nur Sinn macht, solange Sich-Veränderndes (was sonst?) - oft ziemlich willkürlich allerdings! - verknüpft wird.

An (oder "in") Singularitäten (also sowohl jener des Urknalls als auch jener der SL) endet jede Information: Im Urknall "entsteht" ja erst Struktur - und Struktur ist die Voraussetzung für Information bzw. i s t Information! Und an Schwarzschildradien wird jede Information über die Struktur und ihre Veränderung ununterscheidbar. Sie geht als Singularität - für den Beobachter! - verloren.

Nur in diesem Kontext ist Wittgensteins Aussage zu verstehen: "Worüber man nicht sprechen kann, muß man schweigen." Das heißt: Nicht daß es nicht durchaus etwas gäbe, das sich jeder Beschreibung entzöge; aber eben deswegen muß darüber geschwiegen werden! Die Positivisten waren gar nicht so positiv..., nur konsequent!

Da schon Hegel sehr erfolgreich darüber philosophierte, daß "in der Nacht alle Kühe schwarz" seien und mit dem Begriff "Nacht" die totale Negation von Bestimmbarkeit umschrieb, hat die obige Erkenntnis natürlich fatale - oder erhellende - Folgen:

Der Begriff der "Bestimmbarkeit" meint, daß alles, was ist, von einem beobachtenden Bewußtsein (von wem sonst?) positiv, also bejahend und gegen anderes abgrenzend, beschrieben werden können muß: kurz, alles, worüber gesprochen werden kann, muß Eigenschaften haben bzw. müssen ihm Eigenschaften zugeschrieben werden können. Erst durch ihre verschiedenen Eigenschaften unterscheiden sich die Dinge voneinander. Sind keine Unterschiede angebbar, versinkt alles "in der Nacht" des Ununterschiedenen, des Eigenschaftslosen: "im" Nichts.

"Im" steht deswegen unter Anführungszeichen, da es keinen örtlichen Bezug meinen kann und darf. Ein Ort ist ja nur deswegen dieser (und nicht ein anderer) Ort, weil er sich eindeutig von allen anderen unterscheidet. Es ist das Wesen des Raumes, aus verschiedenen (eigentlich unzählig vielen) topoi (=Orten) zu bestehen. Dem Nichts mangeln aber auch die Bestimmungen des Raumes und der Zeit (besser: des Dauernden und sich Verändernden). Also ist "im Nichts" weder örtlich zu verstehen, noch zeitlich; nicht dauernd, nicht veränderlich - überhaupt nicht seiend. Wir kommen mit diesem fortschreitenden Negieren von Bestimmbaren recht gut an das heran, was die Kosmologen mit "Singularität" meinen.

"Nichts" existiert daher aufgrund seiner Eigenschaftslosigkeit gar nicht; es nichtet, wie es Heidegger umschrieben hat. "Nichts" ist der Begriff für die Negation alles Seienden, alles dessen, was Unterscheidung erst ermöglicht. "Nichts" bedeutet völlige Informationslosigkeit, Strukturlosigkeit, also weder Existenz, noch Dauer, noch Veränderung.

"Nichts" bedeutet aber nicht tatsächliches Nichts, sondern ist vielmehr ein Begriff, der

1. für jenen deduktiven Zustand steht, in dem die Wirklichkeit der Information über Tatsächliches (= Ereignisse in unserem RZK) in das bloß Mögliche dazu verflacht oder verlöscht, und

2. induktiv jenes Mögliche meint, sich zur Information zu verwirklichen und als tatsächliche Struktur die Vielfältigkeit unserer Welt (=RZK) aufzuspannen.

Dieses Mögliche zum Wirklichen ist daher sehr wohl "etwas" - und eben nicht nichts.

Das Mögliche ist das aktive Voraussetzende des passiv Vorausgesetzten oder Wirklichen. 

"Gott" hat die Welt nicht "aus dem Nichts" geschaffen, sondern aus dem Möglichen: "Am Anfang" (bzw. "Im Anfang") war (laut Bibel) ja nicht das Nichts, sondern "das Wort" (der Logos) bzw. "der Geist Gottes" - was immer man sich darunter nun vorstellen mag: am besten "das Mögliche" - aber das ist nicht vorstellbar, weil es nur als x-beliebiges Verwirklichtes (=Einzelnes, Ding, Körper) wirklich ist.

Das Mögliche ist der unbewegte Beweger des Aristoteles, der aus absoluter und ewiger Ruhe Veränderung (Raum, Zeit, Veränderung im RZK) schafft (=schöpft). Jedenfalls ist der alte Kalauer, nach dem aus Nichts nichts wird, richtig: das RZK entsteht nicht aus Nichts, sondern aus einer Singularität. Und die ist nichts anders als das Mögliche der Wirklichkeit.

Da aber Nichts (als völlig Eigenschaftsloses und daher "nur" Mögliches!) auch nicht quantifizierbar, also nicht abzählbar oder vermehrbar ist, kann es nicht mehrere Nichtse (welch eine absurde Begriffbildung!) "geben" (korrekter: können nicht mehrere Nichtse nichten)! Das aber bedeutet realiter nichts anderes, als daß der Ereignishorizont e i n e s Schwarzen Loches sich vom Ereignishorizont eines anderen Schwarzen Loches nicht unterscheiden darf: außer durch seine Lokalität, die allerdings nur im Bezug auf das RZK unseres Universums Sinn macht.

Da das RZK unseres Universums aber nur außerhalb der EH von SL gilt bzw. sich aufspannt, sind die "Bereiche" "jenseits" der EH von SL nicht den Bedingungen des RZK unterworfen. Für sie "herrschen" andere "Zustände", jedenfalls nicht jene des RZK. Wenn aber die Bedingung des RZK eben jene des Raumes und der Zeit sind, gelten genau jener Raum und diese Zeit für SL nicht (was ja die Formeln für SL auch aussagen). Da aber unterschiedliche topoi nur im RZK gelten, gilt die Orts- und Zeitverschiedenheit (deren Relativität) für SL "jenseits" ihres EH nicht.

# Keine Ortsverschiedenheit bedeutet aber e i n Ort oder k e i n Ort.

# Keine Zeitverschiedenheit bedeutet e i n e Zeit oder k e i n e Zeit.

# Kein Ort bedeutet "unendlich", keine Zeit bedeutet "ewig".

Unendlich und ewig sind aber weder quantifizierbar noch unterscheidbar, also nicht wirklich sondern "nur" bzw. "vielmehr" möglich. Die beiden Arten von Möglichem (induktivem und deduktivem, wie weiter oben ausgeführt) entstehen aber nur durch den gedanklichen Zugang - und der ist immer ein raum-zeitlicher, nämlich als dieser bestimmte Mensch da, hier und jetzt (sic Hegel!). Anfang bzw. Ende von Information sind somit n u r Bewußtseinsmodi. Bewußtseinsunabhängig gibt es nur ein Mögliches, das als Mögliches an sich nicht in Alternative stehen kann: Alternativen gibt es nur im vielen Wirklichen. Daraus folgt:

Die Singularität (nomen est omen) von Ereignishorizonten darf sich nicht von der Singularität des Urknalls unterscheiden (sic Hegels nächtliche Kühe!). 

Sic: Mehrere EH sind es nur vom RZK aus gesehen mehrere: Quantität gibt es nur in der Wirklichkeit des RZK. Von der "Rückseite des Spiegels" aus "gesehen" gibt es nur die eine Qualität des Möglichen zur Verwirklichung: nur diese ist vielfältig - aber endlich!

"Richtig" steht stets in der Alternative zu "falsch", bedarf also eines Rahmens oder Systems (Modells oder Theorie), in dem/der die Richtigkeit (=Widerspruchslosigkeit) definiert ist. Die Mathematik ist dafür ein gutes Beispiel. Oder das System der - zweiwertigen - Logik.

Die Folgen dieser Überlegungen - wir setzen natürlich voraus, daß sie stringent, evident und somit nicht nur richtig sondern auch wahr sind - sind natürlich für unser gewohntes Denken katastrophal oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Jedenfalls sind sie weltbildstürzend: sie revolutionieren

# das Standardmodell des Urknalls

# alle üblichen Kosmologiemodelle

# und die Theorie von Raum und Zeit.

 

Fatale Konsequenzen

1. Der Urknall ist als Singularität nicht quantifizierbar: Singular(ität) bedeutet "einzeln", "einmalig". Ebenso versinkt alles "Geschehen" "hinter" einem EH in nicht quantifizierbare Singularität. Der EH stellt die unüberwindbare Grenze aller Ereignisse unserer Welt dar - genauso wie der Urknall die unüberschreitbare Grenze aller rückverfolgbaren Evolution unseres Universums bis zur nicht quantifizierbaren Singularität "vor" 15 oder gar 20 Milliarden Jahren darstellt.

Wahres steht in keiner Alternative. Wahres bedarf auch keines Rahmens oder Systems (Modells oder Theorie). Wahres ist jenseits von richtig und falsch. Wahr ist somit identisch mit dem Möglichen. Das Mögliche ist immer wahr: erst nach seiner Verwirklichung wird sich herausstellen, ob diese richtig oder falsch ist - je nach Bezugssystem. Wahr ist also absolut, richtig und falsch sind relativ. Und die hier vorgebrachten Überlegungen sind natürlich nicht wahr, sondern nur richtig: innerhalb des hier vorgestellten Denksystems. Daß sie auch wahr sind, kann ich nur glauben

2. Schwarze Löcher als Letztstadien kollabierender Sterne (allerdings ist eine bestimmte Mindestausgangsgröße, die Chandrasekhar-Grenze, zur Ausbildung eines SL Voraussetzung!) sind hingegen quantifizierbare, also abzählbare Phänomene im All; sie haben unterschiedliche Örter (Lage am Himmel), unterschiedliche Durchmesser (allerdings nur gegenüber dem RZK; nach "innen zu" - richtig: im Möglichen - gibt es keine Struktur und somit auch keine Durchmesser), damit auch unterschiedliche Massen und unterschiedliche Drehimpulse (zum RZK hin!). Sie haben auch unterschiedliches Alter. Sie sind jedenfalls viele und somit Ereignisse im RZK - allerdings nur aufgrund ihrer Auswirkung(en) über ihren EH hinaus (Gravitationskräfte, Quantenaustausch zum RZK hin etc.)

Die Frage erhebt sich allerdings: in Bezug worauf? Auf das "Datum" des Urknalls? Das ist identisch mit dem Bezug auf unser Maßsystem. Es gibt keine "absolute Weltzeit" und daher auch kein "absolutes Weltalter". Wir können uns von unserem Maßsystem nicht ablösen (=absolvere): Wir sind, was wir messen, und wir messen, was wir sind.

3. Quantifizierbar (praktisch oder theoretisch abzählbar) sind SL aber nur indirekt: sie treten in ihrem Sosein (also in der ihnen eigenen Qualität als Singularität) im RZK gar nicht auf, sondern können nur indirekt, an der Reaktion der sie umgebenden Materie auf sie geortet bzw. vermutet, in bisher wenigen Fällen auch berechnet werden. Ihre eigentliche Qualität als Singularität ist "hinter" dem EH verborgen. Was soll über zusammenbrechende (=vernichtete) Strukturen und damit auch prinzipielle Informationslosigkeit auch ausgesagt werden?

4. Ein SL ist nicht sicht-, nicht er- und (bei entsprechender Annäherung) auch nicht überlebbar. Es ist im RZK eine De-facto-Fiktion, kommt realiter in unserer Welt nicht vor und ist doch so real, daß beim Überschreiten seines EH jegliche Verbindung zur bisherigen Welt unumkehrbar abreißt.

Bisheriges Resumée also:

Gilt der Urknall als "Inflation" bzw. "Expansion" des RZK von einem hypothetischen Urpunkt aus (Singularität), entstehen SL durch das Zusammenstürzen ausreichend massereicher Sterne. Hat sich "im" Urknall aus unendlicher Dichte und Temperatur das RZK gebildet, verschwindet Materie beständig in SL. Ist der Urknall ein einmaliges "Ereignis" (= "Schöpfung"), befinden sich SL an einer Vielzahl von lokalisierbaren Orten im RZK. Genausowenig wie sich "hinter" den Urknall "schauen" läßt, kann man "hinter" die Vielzahl der EH von SL blicken. Daher folgt:

5. Der Unterschied zwischen dem einen (singulären) Urknall und den vielen( (aber dennoch singulären) EH tritt nur in der Wirklichkeit (=Realisierung) des RZK auf und ist ein scheinbarer: Urknall und SL sind über ihre Singularität und ihren jeweiligen EH identisch. Die Vielzahl der SL und ihre im RZK in Erscheinung tretenden EH sind die quantitativ realisierte Ausprägung des einen EH des möglichen Urknalls.

Im Möglichen des "vor" Urknall und "hinter" EH "Liegendem" treten raum-zeitliche Differenzen nicht auf: Raum und Zeit sind Bestimmungen des RZK, und der spannt sich "nach" dem Urknall und "diesseits" des EH auf: als unser Universum.

Die Religion spricht von diesem Zustand als dem "Jenseits" der unendlichen Ewigkeit Gottes. 

6) Der scheinbare Widerspruch zwischen dem nicht zeitgleichen und örtlich unterschiedenen Kollabieren von Sternen zu jeweils einen EH ausbildenden SL einerseits, und dem zeit- und ortlosen Urknalls andererseits ist alleine ein Beobachtungs- und Bezugsphänomen unseres Bewußtseins. Es ist vergleichbar der Relativität der Zeiten in unterschiedlichen Inertialsystemen vor dem Hintergrund der selbst zeitlosen Dauer.

7) Die scheinbare Ungleichzeitigkeit von Universumsentstehung und der ebenfalls ungleichzeitigen Ausbildung von Schwarzen Löchern verschwindet vor dem zeitlosen und unveränderten Hintergrund der Dauer, die aber nur durch Veränderliches, also Dauerndes konstituiert wird:

Das Dauernde (=Existierende) ist nur als Vieles (=Einzelnes) und Veränderliches. 

Was sich verändert, sind die Dinge (Teilchen, Körper, Sterne, Galaxien), die in ihrem Werden und Vergehen die Dauer des Seins konstituieren: Dauer und Existenz bedingen einander wie Raum und Körper bzw. wie Bewußtsein und Zeit.

8. Urknall und SL erscheinen vom RZK aus beobachtet zwar als zeitlich auseinander, sind es aber als Inbegriff des Strukturlosen gar nicht: Sie spannen vielmehr über ihren EH die Dauer des Dauernden auf, das RZK unseres Universums, sind aber als Mögliches identisch. Dieses (An-)Dauern des RZK manifestiert sich in den veränderlichen - und von Selbstbewußtseinen als zeitlich erlebten - Dingen (aufgebaut aus Quark-Tripletts) unseres Universums.

Man kann einen Körper nicht aus dem Raum nehmen, wie man Milch aus der Kanne gießt: weil die Kanne selbst ein (Hohl-)Körper ist, der Raum aber nicht. Körper und Raum bedingen hingegen einander: Der Raum (des Universums) ist kein Hohlraum; wogegen wäre er hohl? Gegenüber einem Hyperraum? Man kann daher auch (natürlich nur als Gedankenexperiment!) keinen Stern aus dem Universum nehmen - wohin sollte man ihn auch tun? Ebensowenig sind Selbstbewußtsein und Zeitempfinden trennbar: keine (Zeit-)Messung) ohne (Selbst-)Bewußtsein, kein Selbst(-bewußtsein) ohne Zeit(- empfinden).

9. Auch die mitunter publizierte kosmologische Spekulation über die Existenz mehrerer Universen ist nur das, als was sie gehandelt wird: Spekulation. Quantifizierbar ist nur einzelnes im RZK. Das RZK (=Universum) selbst ist nicht quantifizierbar: es stellt ja erst die Bedingungen und Voraussetzung zur Quantifizierung dar! Wie sollte die Quantität quantifiziert werden? Sie selbst ist eine Qualität - und die ist immer nur eine und nicht mehrere. Es dauert ja auch nicht die Dauer, sondern das Dauernde - und die messen wir als Zeit. Und auch die Zeit dauert nicht: vielmehr dauert etwas in der Zeit: z. B. ein Tag 24 Stunden. Die Zeit selbst ist zeitlos. Und die Dauer ist ohne Dauer. Und die Qualität selbst ist nicht vermehrbar!

Beim spekulativen "Übertritt" "in" ein "anderes" Universum (durch Überschreiten des EH) geht (siehe oben) jede Information, also auch jene der Quantifizierbarkeit, Dinge des RZK. Es gibt daher nur EINE Welt, die zeitlos (= ewig) aus der nicht quantifizierbaren Einheit (Singularität des Urknalls und der SL) in die Vielheit ihrer Strukturen (als deren größte zur Zeit die Cluster der Galaxien gelten) tritt. Als "Schnittstelle" zwischen Möglichem und Wirklichem gilt der EINE EH, der sich - vom RZK aus gesehen - in der Vielzahl der EH von SL realisiert.

Man kann einen Körper nicht aus dem Raum nehmen, wie man Milch aus der Kanne gießt: weil die Kanne selbst ein (Hohl-)Körper ist, der Raum aber nicht. Körper und Raum bedingen hingegen einander: Der Raum (des Universums) ist kein Hohlraum; wogegen wäre er hohl? Gegenüber einem Hyperraum? Man kann daher auch (natürlich nur als Gedankenexperiment!) keinen Stern aus dem Universum nehmen - wohin sollte man ihn auch tun? Ebensowenig sind Selbstbewußtsein und Zeitempfinden trennbar: keine (Zeit-) Messung) ohne (Selbst-) Bewußtsein, kein Selbst(-bewußtsein) ohne Zeit(- empfinden).

10) In der Identität des Einen (des Urknalls) und des Vielen (der SL) manifestiert sich der Übergang zwischen Ewigem (zeitlos Singulärem) zu Dauerndem (zeitlich Veränderlichen). Weder bedarf es daher obskurer Spekulationen über mehrere "Äonen" im Sinne "mehrerer" Urknalle im Zyklus der Weltexpansion und -kontraktion, noch stellt sich weiterhin die Frage nach den "Grenzen" der Welt. Genausowenig wie die Welt in der Zeit ist, sondern die Zeit das bewußte Wahrnehmen von Veränderung i n der Welt meint, grenzt sich das Universum gegen einen hypothetischen Hyperraum ab:

1) Was wäre mehr strukturiert als Zeit? Zeit ist der Inbegriff von Struktur und bedarf - siehe Teil I - der Bewegung von Dingen zu- bzw. gegeneinander.

2) durch hypothetische Wurmlöcher etwa oder eben durch SL, wie von Physikern und Science fiction-Autoren gerne spekuliert wird!

Auch Ausdehnung (Räumlichkeit) ist nur ein Verhalten der Dinge unter- bzw. zueinander und schafft damit das RZK. Es ist völlig obskur, das Verhalten der Gesamtheit der Dinge (also der Welt, des ALL-EINEN) einem "anderen" (einem hypothetischen Hyperraum etwa) "gegenüber" zu postulieren. "Alles" kann sich nicht etwas anderem, also Zusätzlichem, gegenüber "verhalten": es wäre sonst nicht alles! "Hinter" dem EH von SL bzw. des Urknalls (heute sichtbar als Grenze der Welt in 15-20 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde) liegt keine andere Welt, sondern das Mögliche dieser Welt.

Wenn darunter das "Jenseits" der Religionen verstanden wird, ist es mit diesem Begriff gut beschrieben.

 

 

DAS WESEN DES WERDENS

 

Zur Zeit führt die Naturwissenschaft dieses Werden auf vier Grundkräfte zurück: Elektromagnetismus, Gravitation, Starke und Schwache Wechselwirkung. Andererseits versucht die Physik, die Vierzahl der heute gültigen Kräfte auf eine zurückzuführen. Dies geschieht in der G.U.T., der Großen Vereinigungs (unification) Theorie. Die Vierheit der Grundkräfte wird im heutige gültigen Standardmodell auf » Entkoppelung»  bzw. » Symmetriebrechung»  aus der »einen Urkraft»  zurückgeführt. Das ist ein durchaus religiöser-philosophischer Aspekt.

Die Physiker selbst postulieren darüber hinausgehende Kräfte:
 eine superschwache Kraft, die für den Zerfall des Protons verantwortlich sein soll, die elektroschwache Kraft und die Supergravitation, aus der  sich   die heutigen vier (oder) fünf Kräfte nach dem " Urknall " » entkoppelt»   haben   soll; und vor nicht einmal hundert Jahren, haben die Biologen durchaus   ernsthaft von einer » Vitalkraft »  gesprochen, auf die sie das Leben zurückführen wollten.


- Die ist heute zwar » gestorben » , das Leben erklärt wurde damit aber auch nicht.

 

Was das Photon ist, ist widersprüchlich und Widersprüche sind in der Naturwissenschaft verboten! Durch die Relativitätstheorie Einsteins ist klar dass letzteres keine Ruhmasse haben darf, da es sonst die Lichtgeschwindigkeit c aus Trägheitsgründen nie erreichen würde.


Licht ist weder Welle noch Partikel. Es kann interpretiert werden einmal als Welle und einmal als Photon. Dieser letzte Rest der Vorstellbarkeit, ist mit der Einführung bzw. Postulierung (Postulate) der virtuellen Teilchen der Quantenphysik eindeutig dahin - von eindimensionalen Strings und » Membranen»  gar nicht zu reden.


Die Dimensionen sind in Folge dessen nicht mehr ganzzahlige (also vorstellbar, solange man sich auf drei beschränkt) sondern n - zahlige (wobei schon die sogenannte 4. ganzzahlige als räumlich gekrümmte nicht mehr vorstellbar ist - und als nicht räumliche schon gar nicht), darunter auch die fraktalen, also gebrochen - zahligen.


Paradoxerweise hat sich die Unvorstellbarkeit des 4-D - Raumes in der Fach - und Literaturwelt durchgesetzt. 

Mit dem » Entdecken»  dieser Fraktale als Basis der modernen Chaostheorie, erhielt das Gegensatzpaar Ordnung - Chaos, tatsächlich eine neue Dimension.


Die Ordnung  ist plötzlich auch chaotisch, das Chaos hingegen auch geordnet. Das alte Symbol des Tai - Chi, in dem Yang in Yin übergeht und es miteinschließt und umgekehrt, ist durch die Theorie der Fraktale plötzlich auch naturwissenschaftlich aktuell geworden.


Auf uns wirken kann nur Drei-Dimensionales.

 

Die drei Dimensionen des Raumes (Länge,Breite, Höhe), jeweils rechtwinkelig aufeinander gedacht, sind formalisierte Abstrationen des Ausgedehnten. Sie haben als reine Abstraktion selbst keine eigene Existenz, sondern fungieren bloß als Ordnungsgerüst des ordnen -  müssenden menschlichen Geistes; 

Leider hat sich auch die Naturwissenschaft auf diese Art Ihres Fortschreitens tatsächlich von dem entfernt, was sie ursprünglich  beabsichtigt hatte: die Welt erklären zu wollen. Heute erklärt sie nur noch scheinbar:

Sie formuliert die Welt in mathematische Funktionen n- dimensionaler, fraktaler Wahrscheinlichkeiten       ( Heisenbergs Unschärferelation! ); postuliert chaotisch - strukturierte (nur in der Alltagssprache ein Widerspruch!) Ordnungen, und berechnet die Wahrscheinlichkeit mit der computeranimierte Modelle der »Wirklichkeit» entsprechen. Vorstellbar ist längst nichts mehr im Gebäude der Physik;

Demokrits » Atome und das Leere » haben sich aufgelöst in unanschauliche Kräfte, von denen die einzige permanent erlebbare, die Gravitation nämlich, zwar Ihren Platz im physikalischen Bild der Wechselwirkungen hat, im Grunde genommen aber überhaupt nicht erklärt ist. Weder ist das Graviton noch sind Gravitationswellen "entdeckt" worden. (Aber auch die Populärswissenschaft muss sich weiterentwickeln und das kann sie nur mit Forschungsgeldern) (Siehe CERN bei Genf, wo nach den hypothetischen Gravitonen "geforscht" wird. Hier wurden Milliarden an Forschungsgeldern freigesetzt. Deutschlands Steuerzahler bringen 20 Prozent des Cern-Budgets von jährlich insgesamt einer Milliarde Franken auf (etwa 800 Millionen Euro).

Unstetigkeiten (Quatensprünge) und die Quanten selbst (also genau abgepackte » kleinste »  Mengen) Interferenzen- (muster), sowohl als diskrete als auch als virtuelle!

Wird naturwissenschaftlich Unanschauliches mit Anschaulichkeit beladen, entstehen inadäquate Bilder; diese bilden nur eine Abstraktionsebene ab die mathematische nämlich. Aber selbst die ist auch nur ein Modell, und zwar ein rein formales, das auf zweiwertiger Logik basiert. Und die ist bestenfalls eine von vielen Logiken und schon aus diesem Grund mit Sicherheit nicht der Zugang, um ein adäquates Wissen von der Welt zu vermitteln. 

Dies zu ermöglichen ist allein der rationalistischen Metaphysik vorbehalten (Kant möge uns verzeihen)
Und letztlich arbeiten all jene Physiker auf diesem elitären! (also, die vermeintliche Zugehörigkeit zu einer Elite begründend - daher dünkelhaft - eingebildet) - Niveau, die wissen, daß auch Ihre Wissenschaft dort angekommen ist, wo die Chinesische Philosophie schon vor 2600 Jahren war: beim Unaussprechlichen, Unvorstellbaren, E i n e n. Bei Tao! 

Luzifer wurde für seinen Frevel gestürzt (= Ursache - Wirkung) und Jesus starb » für»  die Menschen am Kreuze (= Ursache mit Folgewirkung der » Erlösung » , was immer das auch sein mag !) Die Welt entsproß den Griechen noch der Urmutter (Gäa) nach Zeugung durch Chronos (geschlechtlicher Anthropomorphismus von Ursache und Wirkung), unser  Kosmos hingegen geht » schon »  auf den Urknall zurück (und greift damit auf das uns sehr geläufige Bild einer » Explosion »  zurück.

● Jeder Zivilisationsstufe ihr entsprechendes anthropomorphes Bild !  
 ● der Kausalität verpflichtet sind sie alle.

Als solche Ordnungsmuster können Dimensionen allerdings zur rationalen Erklärung der Welt herangezogen werden - sie müssen es sogar, da sich sonst keine Ordnungen (= Hierarchien !) aufstellen lassen  (physikalisch interpretiert ist Leben: - ein mechanischer Ordnungspunkt von Materie - lokale Mechanismen (biolog.) kooperativer Systeme.

Im dimensionalen Ordnungsschema entspricht nun


1. 

die Null - Dimensionalität dem Möglichen noch nicht Verwirklichten.


*Im Formalismus der Mathematik entspricht diese Null - Dimensionalität dem Ausdehnungslosen ! - Punkt (Wissenschaftler sprechen hier gern von punktförmig); in der Physik der kleinsten Einheit des jeweils Messbaren (z.B. Quanten).
 *Also Ladungen !!! Ladungen werden nur wirklich, wenn sie abgegeben (oder gemessen) werden: indem sie - mit anderen - wechselwirken !


Da Ladungen (= Eigenschaften) nichts Vorstellbares sind (und als Null-Dimensionales auch nicht vorstellbar sind) !, werden sie als » (Elementar-) Teilchen » (!) oder » (Zustands-) Welle » (!) umgedeutet. Die Klammerbegriffe weisen aber darauf hin, daß es sich nicht wirklich (bzw. realiter) um Ausgedehntes oder Schwingendes handeln kann.


Leider wird in der Physik hier aber sehr oft das - falsche - Abbild von Ausgedehntem und Schwingendem mit transportiert (Durchmesser, Masse, Geschwindigkeit, Spin und Isospin etc.)


2. 

Die Ein - Dimensionalität entspricht im Formalismus der Mathematik der Abstraktionsform einer sich nur in die Länge erstreckenden Linie; die Physik versucht diesen Formalismus als» in der Zeit bewegtes»  (= Dauerndes, dargestellt, als auf einer » Weltlinie»  » im»  Raum Seiendes; oder besser: den Raum - oder, das entsprechende » Feld »  Schaffendes) 

Die Wissenschaft versucht dieses ein - Dimensionale - mit dem Begriff des String zu fassen. Medium der Ein - Dimensionalität ist also die Zeit, genauer gesagt, die Dauer, da Zeit bereits eine gedankliche Verknüpfung von Veränderung (also Bewegung) und Beobachtung (als Erinnerung) ist. Denn ohne Bewusstsein keine Zeit, das steht fest.


Nur » in der Zeit existieren » , also » dauern »  kann aber Ein Dimensionales nicht, da nur Drei - Dimensionales dauern, das heißt Existenz haben kann.

Es ist dabei tatsächlich eine delikate Frage, mit welchem Bild die Vorstellung weniger Schwierigkeiten hat: mit der prinzipiell unvorstellbaren 4. (fälschlich als gekrümmt interpretierten) Dimension (mit der vielmehr die Zeit bezeichnet wird!) 

oder der vorstellbaren, aber der Erfahrung zuwiderlaufenden Längenkontraktion in Bewegungsrichtung. Paradoxerweise hat sich die Unvorstellbarkeit des 4-D-Raumes in der Fach- und Populärliteratur durchgesetzt.


3. 

Daher muss reales Drei - Dimensionales über das wirkende Zwei Dimensionale eine (untrennbare) Einheit ( = Trinität) ergeben.
 Dabei entsprechen den Zwei - Dimensionalen im Bild der Physik die Kräfte oder Wechselwirkungen, die das Ein - Dimensionale (die Strings) zum  Drei Dimensionalen konkretisiert - was den physikalischen Wechselwirkungstheorien durchaus entspricht.


Die Felder der Kraftpotentiale (der Begriff » Potential » ) drückt schon aus, was er meint, es ist die Möglichkeit zur Verwirklichung)


oder besser Potentiale der Wechselwirkungen - vier kennen wir zur Zeit:

Schwache und starke Kernkraft, Elektromagnetismus und Gravitation; werden wirklich (= wirken bzw. sind meßbar) nur bei konkretem Vorhandensein von Drei - Dimensionalem   und sei es als schieres Elementar      » teilchen »  das als Meß » fühler »  fungiert, durch das erst eine Wechselwirkung mit dem Feld induziert wird ( = Messung !) und zwar erst durch die Messung. (Wir kommen später darauf zurück)

Zwei - Dimensionales ergibt ohne Ein - oder Drei - Dimensionales keinen Sinn - es ist Begriffsleer und fungiert nur als Bindung.


Bindung ist hier nicht als » Klebstoff »  - also als getrennt existierendes Drittes zu verstehen (wie das physikalische Bild der Bindungs » teilchen »  es insinuiert !) , sondern als erst Ermöglichendes.
Genausowenig wie es kein oben ohne unten, kein vorne ohne hinten, kein rechts ohne links gibt und alle Begriffe nur Sinn als » Richtung » ergeben ( die Dreidimensionalität ergeben ), gibt es nichts Dreidimensionales, ohne dass es zwei - Dimensionales » mit » Ein - Dimensionalem » aus » Null Dimensionalem ( dem Möglichen ) schafft ( in die Wirklichkeit bringt ).


Unter Anführungszeichen müssen » mit und » aus »  deshalb stehen, weil unsere Sprache als Kommunikationsmittel dreidimensionaler Wesen in einer dreidimensionalen Welt nur auf Drei - Dimensionales  rekurieren kann.

Drei - Dimensionales ist also immer das Verwirklichte, das sich aus der Möglichkeit des Null - Dimensionalen via Ein - Dimensionales durch das  Zwei - Dimensionale realisiert = vereinzelt und somit konkretisiert hat.


Erst als dieses Ausgedehnte (formalisiert im Dimensionstripel) kann es auf uns wirken und vorgestellt werden; erst von ihm können wir uns Bilder machen. Also das Potential, dass Mögliches wirklich wird bzw. Wirkliches hervorbringt.


Die Frage ob es Gravitation gäbe, wenn es keine Masse gibt (oder Licht, wenn es keine Körper gibt, das es aussendet oder reflektiert) ist müßig: natürlich nicht, da ein Feld » nur»  das Potential des - gemäß seiner Möglichkeit - Verwirklichten ist und nichts An - sich - seiendes darstellt.


» Gemäß seiner Möglichkeit »  meint nichts anderes als daß nichts  x - Beliebiges entstehen ( = werden) kann, sondern nur Mögliches. Was das Mögliche und das Unmögliche (sofern es letzteres überhaupt gibt, denn der Widerspruch steckt bereits im Wort) ist , versucht die Physik heraus zu bekommen. Da wir uns aber, und das ist entscheidend nur nach dem Verwirklichten als Prüfstein richten können, ist dieses gesteckte Ziel ein prinzipiell unerreichtes !!!
 

Null-, Ein - und Zwei - Dimensionales sind daher grundsätzlich nicht vorstell - und abbildbar. Sie existieren nicht als Null-, Ein und / oder Zwei -Dimensionale; sie bringen aber Drei -Dimensionales hervor, lassen es in Existenz treten (lat. exsistere = heraustreten)


Da nur bereits Bewegtes anderes bewegen kann, führt die Suche nach einer kausalen ersten Bewegung in den unendlichen Regreß, da Kausalität als Ursache Wirkungskette immer auch den Begiff der Zeit beinhaltet.  

(Sie ist eine Kategorie des Bewusstseins)


Im formal Abstrakten der Mathematik gibt´s zwar Unendlichkeiten nicht aber im inhaltlich Konkreten der Physik. (Die Gleichung muss sozusagen » sinnvoll »  endlich ( = Ergebnis) interpretiert werden.


Da die Welt selbst aus Endlichem besteht und Unendliches nirgendwo als konkretes, Realisiertes, einzelnes auftreten kann (weil ein konkretes Einzelnes niemals unendlich sein kann), wie bereits erwähnt), kann das ( Natur-) Geschehen in der Welt nicht Ergebnis einer unendlich kausalen Verkettung von Bewegungsanstößen sein !!!  - sondern muss Bewegung akausal begründet sein.


Das begriffliche Gegenteil, also die Kontradiktion von kausal ist spontan und drückt unverursachtes Auftreten von etwas aus.


In der klassischen Physik kommt so etwas nicht vor (Mechanik) dem Inbegriff des Vorstellbaren; sie basiert, auf stringenter Kausalität (= Ursache - Wirkungsprinzip). In der Quantenphysik treten spontane Ereignisse sehr wohl auf (Fluktuationen der Quantenfelder) Rechnerisch werden sie durch Wahrscheinlichkeiten oder Statistiken beschrieben.


(An die Stelle der Boltzmann - Statistik, die von unterscheidbaren Teilchen ausgeht, rückt die der Nichtunterscheidbarkeit, definiert durch die Bose - Einstein - Statistik bzw. die Fermi - Dirac - Statistik).


Spontane Ereignisse treten vielmehr nur als erwartete (als mögliche) auf. Der Zeitpunkt der Verwirklichung ist unsicher z. B. Betazerfall, Heisenbergs - Unbestimmtheitsprinzip (Unschärferelation).


Wenn Unverursachtes nicht willkürlich auftritt, sondern »erwartbar» , dann bedeutet erwartbar nicht unbedingt einen Zeitpunkt, sondern nur dass sich Mögliches verwirklicht.

Ein Zeitpunkt deshalb nicht, weil dieser ja bereits auf Bewusstseinsebene fungiert. 

 

Fazit:
Mögliches (Quanten) also reine Potentialität und Wirkliches (alles Wirkliche ist bewegt und verändert sich) sind weder über die Zeit, noch über die Kausalität verkoppelt, sie sind überhaupt nicht trenn - oder verknüpfbar, sondern beschreiben die untrennbare Einheit zweier Seinszustände.


Diese befinden sich außerhalb menschlicher Verknüpfungsparameter zwei - oder auch n - wertiger Logik und bedürfen nicht mehr der Logiken (= Aussagen des Bewusstseins) !!! (- Tertium non datur !)
 (I. Kant, möge uns verzeihen!)

 

Rationalistische Metaphysik (das was hinter der Natur kommt) bzw. metaphysische Rationalität sind nur zwei Seiten ein und derselben Medaille:

jener der bild - und verstellungslosen und damit unanschaulichen ! Interpretation der Welt nämlich, die aber frei von Widersprüchen ist und somit jenem Begriff am nächsten kommt, wofür er ursprünglich steht:

dem Wahren.

Dagegen verwenden Glauben und Mythos ausschließlich anthropomorphe Bilder (!), in denen die menschliche Gestalt in Form von Göttern, Dämonen (Engeln) wiederkehrt.

 

Auch das Bohrsche Atommodell ist eine falsche Vorstellung (wird jedoch immernoch unzureichend unterrichtet):

kein Physiker hält sie heute für noch gültig: weder sind Elektronen  »kleine, gelbe Kügelchen» (wie sie W. Heisenberg einmal, den Frager arg verulkend, ausdrückte), noch »kreisen» sie um den Atomkern.
 Vielmehr gelten die Elektronen» schalen» heute als »verschmierte   Ladungswolken» ,» in denen» (z. B. beim Heliumatom) die zwei Elektronen nicht einmal als zwei getrennt existierende Entitäten in der Ladungswolke lokalisierbar sind;


einerseits aufgrund der Unschärferelation (W. Heisenberg), andererseits   aufgrund des » Schildeffektes » der virtuellen Teilchen. Was soll man sich also unter einem »Doppelelektron» vorstellen? 

- Am besten gar nichts, das raten zumindest kluge Physiker; und rechnen »bloß» mit Ihren (erfundenen) Begriffen innerhalb der selbst aufgestellten Parametern Ihrer Wissenschaft.


Diese Naturwissenschaft  war lange ein streng kausales und finales Denkgebäude, das noch immer auf logischer Widerspruchsfreiheit basiert (Verifizierbarkeit) und auf das Eintreten theoriekonformer Prognosen baut.
Logische Stringenz (von stringent) in die Vergangenheit (= Ursache) und solche in die Zukunft ( = Wirkung) lautete das Rezept nach dem das naturwissenschaftliche » Weltbild »  zubereitet war und nach dem es  funktioniert(e)

Das technisch Machbare lieferte bemerkenswerte Beweise für die Richtigkeit des Vorausgesetzten:

allen voran der Laser... any - thing goes. - fast alles:

NMR - Spektroskopie, MRT (Nuclear Magnetic Resonance Tomograph) Radiowellen, EKG, EEG, Ultraschall, CMT, CT, CRT, Cardio - Computertomografie (Röntgenstrahlung) diverse Laseranwendungen bis hin zum CD-Player etc. 

Was können verschränkte Quanten wirklich ? - Was sind Quanten und verschränkte obendrein ? Ein » Quant »  ist die kleinste, » unteilbare »  Menge einer physikalischen Größe, z. B. der elektr. Ladung oder der Wirkung (z. B. das Plancksche Wirkungsquant).

Aber auch die Aufnahme oder Abgabe der elektromagnetischen Strahlungsenergie erfolgt in Form von Energiemengen: Diese (Licht-) Quanten  heißen » Photonen »  und gelten als Feldquanten der elektromagnetischen Wechselwirkung. Auch die (subatomare) starke und schwache Wechselwirkung (Kernenergie)  und  - zumindest nach dem Standardmodell - die » Gravitation » -  erfolgt   gequantelt:

Gluonen und intermediäre Bosonen ... der Gravitation werden  die hypothetischen Gravitonen zugeschrieben. Quanten der elektromagnetischen Wechselwirkung gelten als virtuelle »Photonen».

Photonen gibt es allerdings erst seit Albert Einstein (1879-1955), der  sie schlichtweg er-funden und nicht etwa ge-funden hat. In seinem Aufsatz über die Erweiterung des Quantensatzes von Max Planck wofür Er später  (1921)  den Nobelpreis erhalten sollte.


Einstein hat für sein Teilchencharakteristikum den » Impuls »  genommen  weil  der lichtelektr. Effekt (Photoeffekt) mit der damals gängigen Wellenvorstellung nicht zu erklären war.


Mit dem Teilchenbild ließ es sich, wie Einstein zeigte - besser beschreiben, wie bei sehr schwachen Lichtquellen, die auf einem Film nur einzelne Punkte belichten, sich diese » Punkte » allmählich zu einem  Interferenzmuster verdichten.

Es zeigt sich, dass unser kausales Denken, also das Zurückführen einer Wirkung auf eine Ursache, im Mesokosmos durchaus aufgehen kann  (aber nicht immer muss). Im Mikrokosmos funktioniert das aber nie ! Dort gibt es keine Kausalität, wir kommen hier mit unserem kausalen Denken nicht weiter sondern verheddern uns in einem Paradoxon.


Schickt man z. B. einen Laserstrahl durch einen optisch nicht linearen Kristall (Beta - Bariumborat oder Calcit), können fallweise verschränkte Photonen entstehen. Dabei werden aus einem Ultraviolettphoton » zwei » niederenergetische Photonen, von denen eines » vertikal »  und das anderer » horizontal »  polarisiert ist. Von einem » Photonenpaar » , das seinen Weg entlang der beiden Linien nimmt, an denen sich die beiden Lichtstrahlen  - die kegelförmig auseinanderstreben - überlappen, hat keines der beiden Photonen eine eindeutig definierte Polarisation - man spricht von Superposition:


Die "beiden" Photonen dieses Paares haben die Möglichkeit sowohl zur horizontalen als auch vertikalen Polarisation. Ihre relative  Polarisation ist damit stets komplementär und das nennt man » verschränkt ».


Wird ein solches »Paar » getrennt, behält es seine "Superposition" bei » egal » , wie weit die einzelnen Photonen nun voneinander entfernt sind; erfolgt jetzt eine Messung an einem der » beiden »  Photonen, stellt sich erst im Augenblick der Messung (!) heraus, in welcher Richtung es  polarisiert ist - die Superposition (die Überlagerung aller Wahrscheinlichkeiten) » bricht zusammen » 

(eine mathematische Funktion kann jedoch nicht zusammenbrechen) (!) d. h. die Wahrscheinlichkeit für die unrealisierte Möglichkeit sinkt auf Null:

Das Meßergebnis realisiert eine der » beiden » Möglichkeiten, nämlich horizontale oder vertikale Polarisation. Prof. Dr. Dr. h.c. Zeilinger: Wir kommen nicht um die Schlußfolgerung herum, dass wir nur über bestimmte experimentelle Ergebnisse sprechen können, die auf Messungen zurückgeführt werden...)  

- Lange davor wurde bereits die Duplizitätstheorie des Lichts » geboren ». 

Wie bereits erwähnt: 

(Licht-) Quanten heißen » Photonen »  und gelten als Feldquanten der elektromagnetischen Wechselwirkung

In zweierlei Hinsicht bemerkenswert ist, dass in der klassischen ( =  mechanisch argumentierenden Physik bzw. bei Experimenten im Mesokomos ( =  unserer Realität) stört bzw. beeinflußt eine Messung das System nicht  wesentlich bzw. stellt die Messung den Zustand dieses Systems nicht erst her.

Der Widerspruch aber zu Zeilingers Arbeit entsteht dadurch, daß die Info-Übertragung (» Beamen » ) nichts mit der Verschränkung zu tun hat.

Wenn Verschränkung instantan ist, die Übertragung aber » nur »  lichtschnell,  kann die richtige Antwort auf die Frage: Warum ist das so ? nur sein, weil in der Versuchsanordnung das » Beamen »  mit der Verschränkung gar nichts zu tun hat.

In der Welt der Quantenmechanik nach der Kopenhagener Deutung, die sich aufgrund Ihrer nicht vorhandenen unlösbaren verborgenen Variablen, wie  Sie der EPR - Effekt (durch die Bellschen Ungleichungen » widerlegt » )  postuliert, als »vernünftiger»  herauskristallisiert hat, »kollabiert» das bislang unbestimmte System des verschränkten » Paares » ( = Superposition) in Bezug auf seine Polarisierung in dem Moment wo der Experimentator seine Messung vornimmt d. h. die Wellenfunktion » bricht »  zusammen, wie bereits erwähnt.

Und: 

Er weiß im Vorhinein nicht, was bei seiner Messung herauskommt horizontale Polarisation oder vertikale. Hat er aber sein Meßergebnis einmal schwarz auf weiß vor sich, weiß er, dass auch das andere » Photon »  - wo  immer es sich befindet - die andere Polarisation haben muß. 

Einstein sprach von » spukhafter »  Fernwirkung, da das distante Photon an einem x - beliebigen Ort -! instantan (augenblicklich) den, am vermessenen Photon festgestellten und dadurch erst hergestellten Zustand einnimmt.

Das entspräche - klassich oder mesokosmisch gedacht - einer Übertragung mit Überlichtgeschwindigkeit  299.792,458 Km/s (pro Sekunde) rund  300x10³ Km/s, die aber durch die spezielle Relativitätstheorie Einsteins verboten ist;


Quanten sind aber auch nicht nichts - obwohl sie nichts Ausgedehntes  sind!   Etwas Unteilbares, (ursprünglich das » atamos »  der Griechen, ein  Begriff, der später fälschlicherweise für etwas viel Größeres, nämlich durchaus noch Teilbares, unser Atom nämlich, verwendet worden war) » besteht » eben aus nichts (Weiterem, Kleinerem) mehr:


Es ist eben nicht mehr zusammengesetzt - woraus sollte es auch, wenn es unteilbar ist ? Daher sind Qanten etwas sehr Heikles, und ob sie als vereinzelte überhaupt existieren, ist eine Frage, die man an Physiker  besser nicht stellt, auch wenn sie mit ihnen arbeiten und so tun als ob es sie gäbe.


Die Materiequanten » (Quarks, Leptonen)»   » ermöglichen» (!) ja erst über die Feldquanten (Wechselwirkugsquanten) die Bildung von Körpern (=  Dingen)   also Materielles, Aristoteles hatte noch » Stoff»  bzw. » Form»  dazu   gesagt) und spannen erst über das, auf diese Weise zustande gekommene  Materielle, den aktualen Raum auf. 

Aber Masse und Energie (Masse-Energie-Äquivalent) werden nicht - sie sind, besser: ihr Äquivalent ist. Dafür gibt es  sogar den Energieerhaltungssatz.


Masse und Energie sind ineinander wandelbar - aber ihr Äquivalent ist unveränderlich. Man könnte es daher, aus unserer Sicht, auch als ewig bezeichnen, denn nur Veränderliches ist der Zeitmessung unterworfen.

(Ruh-) Masse, E=hv=mc², wobei (h) für das Plancksche Wirkungsquant und (v)  für die Frequenz steht (allerdings als Energieäquivalent !) Ladung, Spin,Polarisation, Impuls ...der Denk- und Schlußfehler liegt vor allem darin begründet, daß zwar richtigerweise zwischen den beiden Welten - also unserer lokalen und realen (Mesokosmos), und der nichtlokalen und nichtrealen der Quanten (Microkosmos) - unterschieden wird, unser lokal-reales Denken aber auf die Quantenwelt angewendet wird. Gut, der Quantencomputer ist bereits »angedacht» aber, wird nicht realisiert werden, sondern nur als solcher verkauft werden.

"Er" muss auch nicht notwendigerweise realisiert werden - sondern nur als solcher verkauft werden.

Daß unsere Messung an dem »einen» Quant das »andere» Quant anders polarisiert sein muß, ist daher überhaupt keine Absurdität:

Wir messen eine Eigenschaft des Lichtes, von dem wir nicht wissen was es ist. Und wir konstruieren Quanten, denen wir eine unmögliche Eigenschaft, nämlich die Polarisation eines Punktes!, zuschreiben.

Obwohl die Quantenmechanik sich prinzipiell durch klassische Bilder nicht interpretieren läßt, hatte Zeilinger (anno 2000) fälschlicherweise von Teleportation gesprochen, dies aber später 2006 dementiert. Zeilinger, der am 23. Januar ´06 im Wiener Rathaus (Wiener Vorlesungen) offenherzig verkündete: » Teleportation wird es nie geben »

Der Verkaufswert in den Medien, der duch den unbedarften, unkritischen  und bornierten (borniert nach Duden, andere Bedeutungen sind nicht intendiert) Leser noch verstärkt wurde, war sicher (s) ein Erfolg !

Wie »etwas» , das nichtausgedehnt ist und keinen Raum braucht, etwas »haben» kann (was von uns immer mit Ausdehnung und ergo Raum gleichgesetzt, also dinglich vorgestellt wird !), macht Kopfweh - und ist eben nicht vorstellbar. 

Was wäre denn, wenn sich das Fundament alles Veränderlichen, das ewige unveränderliche Masse-Energie-Äquivalent, tatsächlich änderte? Dann wäre die physikalische Grundstruktur unseres Universums samt seinen es stabilisierenden Elementargrößen (die sind es nämlich, » was die Welt zusammenhält !»  und somit auch die auf ihnen basierende Veränderung  (das Werden des Materiellen) perdu - es » wäre»  nichts.

- Das aber kann gar nicht sein, denn nur das Sein ist - das Nichts aber nichtet, wie wir von Altmeister Heidegger aus Meßkirch her (Kreis Sigmaringen) wissen. 

Das, was Materielles ist (Masse und » Gravitation » ), wird natürlich  nicht und ist auch nicht vergänglich - es ist vielmehr das Voraussetzende dafür, daß sich das Vorausgesetzte ,das vereinzelte Materielle nämlich, überhaupt erst verändern kann (durch Energie), daß es also wird und vergeht! 

Von der Notwendigkeit des Werdens ge-Trieb-en, ereignen sich Galaxien, Sonnen - und auch Menschen immer wieder. Quanten können auf nichts mehr zurückgeführt werden - sie sind elementar!  Quanten sind reine Möglichkeit ( = Potentialität), die von uns aber als dinglich vorgestellt werden. 

Daher hat der Wiener Physiker Erwin Schrödinger (Schöpfer der Wellenmechanik 1926), auch seine Wellengleichungen aufgestellt, nach  denen Quanten keine Partikel sondern Funktionen von Wahrscheinlichkeitswellen seien.   Außerdem haben Quanten ihre » Zustände»  nicht per se, sondern diese zeigen sich erst in den jeweiligen Meßgeräten, wenn sie durch sie realisiert werden!

Das Denken in »entweder Teilchen oder Welle»  wurde auf alle elementaren Kräfte (heute: Wechselwirkungen) übertragen, was soweit ging, dass man heute in CERN (bei Genf/CH) Teilchenbeschleuniger (Large  Hadron Collider), (LHC) mit Deutschland als größter Finanzier des Cern, in sündteuren Detektoren nach den hypothetischen Gravitonen (den Quanten der Schwerkraft) forscht - vergeblich und mit Zwischenfällen behaftet. 

Alle Quanten egal ob Quarks, Elektronen, Baryonen, Mesonen, Hadronen (Materiequanten) oder Gluonen, Photonen, intermediäre Bosonen, und das (übrigens auch jener realistischer Wissenschaftler zufolge) nicht hier gehörende Graviton, sind Erfindungen und nichts gefundenes;

Der Welle-Teilchen-Dualismus gilt nicht als Widerspruch, da mit seiner "Entdeckung" (besser: Einführung) in der Physik bewußt wurde, daß die "Natur" des Lichtes (also das "Eigentliche" des Lichtes!) und später aller Elementarteilchen nur in Bildern von Partikeln oder Wellen vorstell- und damit verstehbar war. 

Licht ist weder Welle noch Partikel; es kann interpretiert werden einmal als Welle und einmal als Photon

Dieser letzte Rest von Vorstellbarkeit ist mit der Einführung der virtuellen Teilchen der Quantenphysik endgültig dahin - von eindimensionalen Strings und "Membranen" gar nicht erst zu reden

Mit der vermeintlichen " Entdeckung " der " Gravitationswellen " (Nobelpreis) 2016 wurde dem Postulat Albert Einsteins gefolgt (!) ...

Aber auch in allen Versuchen, den naturwissenschaftlichen Grenzbereich des ebenfalls Nicht - Erfahrbaren vorstellbar zu machen, treten Bilder auf - diesmal allerdings in moderner Verkleidung aus der Welt der Mathematik und Geometrie: Krümmungen, punktförmige Ladungen (durchaus im Sinne von » etwas tragen »), also substanzielle, aber auch akzidentielle (zufällige) Attribute.


Wellen ohne Substrat, Elementarteilchen ohne Ruhmasse ! etc. dazu kommen Bilder von Impulsen als Stöße (Austausch von Kraftteilchen), dem Spin (als » Drehimpuls» ), von asymptotischen (nicht zusammenfallenden) Annäherungen (Singularitäten) näher erläutert: 

also ein Punkt, in dem der analytische Ausdruck für eine physikalische Größe unendlich wird und/oder die bekannten physikalischen Gesetze ihre Gültigkeit verlieren.

 

Sein und Nichts

Vor unserem ersten Einwand haben wir argumentiert, daß wir „Bewußtsein“ im weiteren nicht durch die Metapher „Gott“ ersetzen könnten. Wieso eigentlich nicht? Gilt nicht seit Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831), daß " Gott " das absolute Bewußtsein sei? 

Albert Einstein lag natürlich richtig, wenn Er festellte: " Gott " würfelt nicht

Natürlich "würfelt" "Gott" nicht - es wäre ja auch noch schöner, hätte "ER" (die Feministinnen mögen uns verzeihen) es nötig, sich menschliche Unzukömmlichkeit zum Schaffensprinzip zu machen. Und es wäre absurd, basierte die Welt auf einem Unzulänglichkeitsprinzip menschlicher Erkenntnisfähigkeit.

Nein: "Gott" würfelt weder noch ist er Mathematiker. "ER" dürfte sich weder der Logik und ihrer Widerspruchsfreiheit verpflichtet fühlen, noch der Kausalität, sind doch beide nur Denkkategorien menschlicher Verstandestätigkeit bzw. Grundvoraussetzungen seiner Vernunft

Und Vernunft ist allemal etwas Menschliches und nichts Göttliches. (Auch wenn Hegel das Gegenteil gelehrt hat: Hegel war zwar ein großer Mann aber nicht unfehlbar.) 

Nein, "Gott" steht nicht in der Alternative von Zufall und Kausalität; der vermeintlich aufgeklärte Geist des modernen Menschen ist gar nicht so aufgeklärt - sonst konstruierte er nicht Zufall (Chaos) und Kausalität (Ordnung) zu weltkonstituierenden Prinzipien, um die Welt erklären und verstehen zu wollen.

Denn Zufall ist ja nur eine Metapher für: » Ich kann keine kausale Verknüpfung erkennen »  und hängt damit von zwei Prämissen ab: vom  Glauben an die unbedingte Gültigkei tder Kausalität und von der Erkenntnisfähigkeit   des Urteilenden.

Zufall ist also nie etwas an sich seiendes, etwas das es außerhalb menschlichen Denkens bzw. Begreifens gäbe, sondern nur Ausdruck der Beschränktheit menschlicher Erkenntnisfähigkeit.

 Und wird nicht „Gott“ in allen (!) Religionen (allerdings nicht im Buddhismus und Taoismus, da beide ja keine Religionen, sondern tiefphilosophische monistische Lehren sind !) 

Bewußtsein zugesprochen, ja sogar ein Über-Bewußtsein mit „Allmacht“ und „Allwissenheit“? Vor allem in den drei monotheistischen Religionen? Wenn also Abstraktionsfähigkeit - bewußtseinsabhängig, ja im Grunde genommen d i e Definition von Bewußtsein überhaupt ist: Warum sollte "Gott" in dieser Sicht nicht (auch) abstrahieren (können) müssen? Gemäß der Bibel – man muß aber dort nicht alles wörtlich nehmen – agiert „Gott“ wie ein Übervater:

Er handelt ausschließlich (!) menschlich. Klar, denn nach Sigmund Freud haben ja wir selbst uns diesen Übervater geschaffen: und zwar nach unserem (patriarchalischen) Denken und Vorbild und nicht etwa umgekehrt, wie es uns die Bibel weismachen will: Daß wir nämlich das Ebenbild „Gottes“ seien.

Das ist freilich nicht ganz unumstritten. Manche meinen, daß auch dies eine Vorstellung aus Ägypten ist. So weit sich der Herrschaftsbereich erstreckte, war das durch Statuen („Abbilder“) des Pharao sinnenfällig gemacht.

Auf die Genesis angewandt, würde das heißen: Der Mensch markiert den Herrschaftsbereich „Gottes“ – was unserem Ansatz hier ja nicht widerspricht. Jedenfalls ist „Gott“ unser idealisiertes Abbild !

Dieser biblische „Gott“ ist eifersüchtig, verlangt, befiehlt, straft, verzeiht, fordert, will angebetet werden (und zwar exklusiv), erwählt sich sein (!) Volk (er ist also auch besitzergreifend), schließt Bünde, verspricht – und droht vor allem. Auch beschützt und vernichtet er! Ein reiner „Machtmensch“ 

- Ein Zerstörer.

Der » Gott »  des Paulus braucht keinen Platz; er braucht unabzählbar viele, als Welt nämlich, die ohne Anfang und Ende ist, aber Raum schafft für die vielen notwendigen Orte, an denen » Gott »  sich realisierte; er braucht Platz, sich permanent als Selbstbewußtsein zu verwirklichen, sich (!) und zwar ohne (sic!) ein scholastisch methodisches Schema (» sic et non» ), wie die Kirche es anbietet, zu schöpfen, kontingent  natürlich, (lat.contingere, Begr. d. Scholastik) aber notwendig. Warum wird von der Kirche auseinandergerissen, was Eines aber polar ist? Gott ist diese Notwendigkeit, sich in permanenter Veränderung des Da-Seienden zu manifestieren (!)

"Gott" realisiert sich auf allen Plätzen  ( = Orten) des Raum - (Zeit) Veränderungs - Kontinuums (!) Gott hält uns nicht an der Leine, sondern er verwirklicht sich ewig ( und nicht erst seit 20 Mrd. Jahren wie uns die Urknaller mit päpstlicher Schützenhilfe weismachen  wollen!)

Als Selbst in jedem Lebendigen, das zu Selbstbewußtsein evolviert ist.

Natürlich sind wir das Ebenbild Gottes - wir sind » Er »  (die Feministinnen mögen uns abermals verzeihen): aber als einzelne eben nur Teil seiner Ganzheit, aber nicht das Ein - Alle selbst, das bekanntlich mehr ist als  die Summe seiner Teile. Diese Ganzheit (= das » Selbst » ; Die Kirche nennt  » IHN »  » Person » , was sehr mißverständlich sein kann, denkt man dabei doch  eher an ein Individuum als an die Identität von "Gott" und Welt!) ist » ER »  - aber in und durch uns! "Gott" braucht die Welt, er ist durch sie!: 

durch Selbstbewusstsein, das sich als sein Ebenbild weiß?  Pantheismus? Hatte Giordano Bruno einen solchen verkündet? Mitnichten!

 Hatte Giordano Bruno einen solchen verkündet? Mitnichten! 

 

Dürfen wir Sie an des Freimaurers J. W. Goethes hinreißende Verse verweisen?


Was wäre ein Gott, der nur von außen stieße,

im Kreis das All am Finger laufen ließe!

Ihm ziemt ´s, die Welt im Inneren zu bewegen;

Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen ...

 Giordano Bruno 
ist dennoch genüßlich, mit der spanischen Birne im Mund, splitternackt, bei künstlich klein gehaltener Flamme, damit seine Qual länger dauere, am 17. Februar 1600 auf dem Campo di fiori, dem Blumenmarkt in Rom, öffentlich zu Tode gebraten worden. „Mit größerer Furcht verkündet ihr das Urteil, als ich es hinnehme“, waren seine letzten Worte gewesen. 

War er nicht Dominikaner gewesen wie ?! Ein Domini canis war er (kursiv ad libitum) sicherlich nicht!

In seinem "Kirche In" Artikel jonglierte seinerzeit Kardinal Schönborn sehr verwirrend (vexierend) mit Ursache, Wirken und Wirkursache. Daß jener damit die Kausalität zum eigentlichen "Gott" generierte, wurde offenbar vergessen. Daß kausales Erklären der Welt aber ein Akt (eine Methode zum Erkenntnisgewinn!) von Selbstbewußtsein ist, erwähnte jener in keinem Satz. 

Kausalität wirkt gar nicht in der Natur (Schöpfung) und unabhängig von Ursache-Wirkung konstruierendem Selbstbewußtein. Vielmehr sind wir es, die Kausalität in die Natur (Schöpfung) hineinsehen und damit das Werden erklären.

Oder wollen Herr Kardinal seinen Lesern unterstellen, daß es Gott nötig habe, „seine“ Welt kausal zu lenken und dabei noch „Wirkursache“ zu spielen? Wir dachten immer, der "Gott" der Amtskirche sei omnipotent (was ja philosophisch auch kein Widerspruch zur Polarität von Potenz und Sein wäre) – aber der Kausalität unterwürfe „ER“ sich?

 

Dazu auch das Zitat W. Heisenbergs (Physiker):
»Ich kann mit religiösen Mythen grundsätzlich nichts anfangen, schon weil sich die Mythen der verschiedenen Religionen widersprechen. Es ist doch reiner Zufall, daß ich hier in Europa und nicht in Asien geboren bin, und davon kann doch nicht abhängen, was wahr ist, also auch nicht, was ich glauben soll. Ich kann doch nur glauben, was wahr ist.»

Da gibt es in Österreich einen unerlösten Wiener Kardinal ( In seinem "Kirche In" Artikel ), jede Menge Bischöfe, Priester, und „Gläubige“ („Laien“ nennt man letztere wohl) und Machtgierige Gerontokraten in Rom wie Benedikt XVI und jetzt Papst Franziskus., die sich einen „Sohn Gottes“ zu Ostern (und nicht nur dann) ausdenken und verehren und anbeten und um Heil anflehen … in getreuer Nachfolge des ... nein!: 

nicht des Petrus.

Diese Verirrung hatte Paulus initiiert! Petrus wäre zu dumm und zu feige dazu gewesen.

Seither stirbt der „Erlöser“ jedes Jahr zu „Ostern“ und aufersteht nach drei Tagen wieder unter Glockengebimmel … Das ganze Jahr über aber gilt diese Transsubstantiation: Die Hostie – nein: nicht „symbolisiert“ – sondern ist, jawohl ist der Leib des „Herrn“! Zumindest für Katholen.

Kann man als Nachaufgeklärter wirklich so etwas glauben? Die Juden lachen sich einen ab darüber, rund eine Milliarde Muslime nennen die Christen u. a. auch deswegen „ungläubig“, und die restlichen 4,5 Milliarden Erdkrustenbewohner verlieren an solche Denkkapriolen nicht einmal einen Gedanken, ja, sie kennen solche Verirrungen gar nicht

 „Sein“ ist vor allem einmal ein hauptwörtlich gebrauchtes Hilfszweitwort. Hilfszeitworte benötigt man, um Sätze – halbwegs verständlich – bilden zu können. „Das Sein“ in der Ontologie hingegen meint all jenes Seiende, was da ist, somit die Welt, das Universum, das All, das Ein-Alle oder All-Eine oder wie auch immer ... Über das 

„Sein als Seiendes“ gibt es reichlich gefüllte Bibliotheken ... „Das Böse“ (womöglich gar noch christlich personifiziert als „Teufel“, „Beelzebub“ oder „Satan“), jedenfalls als auch zum Sein gehörig (!), zerstört aber niemals „das Sein“ (und somit auch sich!), sondern bestenfalls Einzeldinge durch Schädigung oder Vernichtung einzelner:

„Das " Böse " ist immer und überall“ – aber immer nur als ein „etwas“, nie aber als alles!

Die Welt als das Eine-Alle ( = Universum) ist unzerstörbar. Zerstörbar ( = endlich) sind nur seine Manifestationen als Materielles.

Die Welt existiert in der Vielzahl ihrer Vereinzelten, angefangen bei den Elementarteilchen bis zu den Quasaren, also Allem: natürlich ohne Schöpfung und auch ohne Ende – denn Anfang und Ende haben nur Einzeldinge, nicht aber „entsteht“ und „vergeht“ das Ganze. Dieses Ganze (unser All) erfahren wir in der Vielzahl seiner Dinge (= Körper, Vereinzelten), aber auch als nicht zerstörbares Nicht-Dingliches wie Gefühle, Zahlen, Gesetze (Formeln) und Begriffe tagtäglich: 

ganz ohne „Gott“, den sich die Menschen ja erst geschaffen haben, um sich ihrer Verantwortung zu entledigen, die sie über ihre Welt innehaben!

Damit freilich haben sie sich allerdings auch ihrer Verantwortung über das „Gute“ und das „Böse“ entledigt, für dessen Verwirklichung (= Tatsetzung, Handlung) jeder Mensch ganz alleine verantwortlich sein sollte ...

Verantwortung fürs Fehlen (= „Sünde“) abschieben wollen an den „Teufel“, die – vom Menschen erfundene – Personifizierung (!) des „Bösen“? Ja, natürlich! Das ist bequem, und der Priester macht‘s wieder gut durch die Absolution. Höchst eigenartig dabei: Aufgeklärte Christen glauben nicht mehr an den „Teufel“ als Person (auch das Purgatorium und die Hölle sind abgeschafft ... na ja, ersteres schon, das zweite lehrte Papst Benedikt der XVI) noch, aber nach wie vor an einen „guten Gott“. Warum wohl? Logik? Mysterium? „Mystisch“ bedeutet „nur“ der Versuch des Einswerdens mit dem Ein-Allen – hat aber mit dem Glauben an einen „Gott“ und die „Auferstehung“ seines „Sohnes“ nichts zu tun.

Wissen die Gerontokraten in Rom, was sie da tun? - Ja, sie wissen es ! ...,

Denn: Ob die Zerstörung eines „Etwas“ was Böses ist, kann lange „klärend“ hinterfragt werden. Der Tod Hitlers? Nun ja, die Neonazis bedauern ihn, aber ... Die Ermordung Osama bin Ladens? Nun ja, er war der meist gesuchte Terrorist der Welt ... aber warum ist er zu einem solchen geworden? Das Ende des Kommunismus? Nun, Linkslinke werden schon heulen darüber ... Das Ende des Kapitalismus? Die Bank(st)er und die „Ostküste“ werden sich freuen darüber, der Sparer ( Bürger ) weniger ...

 Der Abwurf von zwei Atombomben über Hiroshima und Nagasaki 1945 wurde und wird von den Amerikanern (und nicht nur von diesen) „gerechtfertigt“, dass bei weiterer konventioneller Kriegsführung weit mehr Menschen gestorben wären ... mag schon stimmen. Kann Man(n) aber auch als reales Testgeschehen einordnen. Böse also – oder gut? Damit hätte das "auserwählte Volk" um die US - Eliten - damals wie heute - kein Problem - siehe 11. September 2001, die Pulverisierung der Zwillingstürme ( zusammen ca. 300.000 Tonnen Stahl; übrig blieb nur jeweils der oberei Teil der Türme, welcher im freien Fall nach unten fiel, rund 50.000 Tonnen Stahl. Ganz Manhattan war mit mikroskopisch feinem Staub (hauptsächlich Stahlstaub) bedeckt.

Auf dieser Seite explizit und unwiderruflich belegt. Klicken Sie bitte auf den Link:

 

New York 11. September 2001


Fukushima: böse, gut? Wenn in der Folge dieses Desasters die Atomlobby zusammenbrechen und die Welt atomfrei werden sollte: gut? Böse? Wer will es entscheiden? Unsere Nachfahren werden es ... Und vor allem:

Ohne Schrecklichkeiten ( für die von ihnen Betroffenen ) hat sich die Menschheit noch nie zu Änderungen in ihrem Verhalten aufgerafft ... gut? Böse? - Oder gar notwendig?


Lebensvernichtung

 Ohne Impakt vor 60 Millionen Jahren, dem 90 % des damaligen irdischen Lebens zum Opfer gefallen sind, gäbe es uns und die heutige Flora und Fauna gar nicht.


 Erst durch das Hinweggerafft-worden-Sein der Dinosaurier konnten sich die Säugetiere zu dem entwickeln, zu dem sie es in uns – als Homo sapiens sapiens – gebracht haben ... Gut? Böse? 

Braucht die Erde uns Menschen? Impakt als Gottes Hammer! Ein seine „Schöpfung“ „liebender“ „Gott“, der 90 % des angeblich von ihm geschaffenen und geliebten Lebens ausrottet – nur damit es uns gibt? Dagegen war ja der Kreuzestod Christi nachgerade eine matte Sache ...

Wer kann an den „Opfertod“ eines angeblichen „Gottessohnes“, geboren von einer 12- bis 14-jähringen, geschwängert vom „heiligen Geist“ (der dafür heute deswegen vor den Strafrichter käme) wirklich glauben – und es mit der „Liebe“ „Gottes“ zu uns Menschen rechtfertigen?

Der nächste Impakt kommt bestimmt:

Er ist nämlich längst überfällig, denn ein solches Megaereignis findet – die Geologen können es belegen – so rund alle 60 Millionen Jahre statt ... mit jeweiligem Lebensverlust um die 90 %.

Leben muss tatsächlich vernichtet werden: ob durch Altern, Unfälle, Krankheiten, Mord, Krieg oder Umweltkatastrophen. Sonst gäbe es keine Evolution – also auch uns nicht.


Das Wesen des Werdens
 Alles was als einzelnes da ist wird. - Eigentlich wird alles. Nichts existiert, das sich nicht veränderte. Und zwar seit jeher, ohne - logisch kausalen - Anfang, und natürlich auch ohne logisch - kausalem Ende. Denn - und man sollte das nie vergessen - anfangen kann etwas nur innerhalb des Bezugsystems - Raumzeit und Bewegung; » Raumzeit »  und Bewegung selbst können nicht » enden »  da enden nur Ende von Vereinzeltem gegenüber anderem bedeutet und Ende » von allem »  einen Widerspruch darstellt. 

Ende wem oder was gegenüber? - gegenüber dem Nichts! Was aber ist ein Einzelnes? Was bedeutet Existenz - Was Veränderung und Bewegung? In der Physik wird »existieren»  mit »meßbar»  gleichgesetzt. In der Naturphilosophie bedeutet » Existenz »  das Hiersein eines Dinges oder naturwissenschaftlich ausgedrückt - etwas Dreidimensionales.

 

 

Ohne Bewußsein keine Zeit, ja nicht einmal Bewegung - aber durchaus Veränderung. Wie diese Veränderung aussieht, wenn niemand hinsieht, weiß niemand. Sie ist auch nicht beschreibbar, weil beschreiben immer Hinsehen voraussetzt. 

Lokalität:
Wir verstehen darunter einen genau feststellbaren Ort im Raum.
Dieser ist eindeutig lokalisierbar, auf der Erdoberfläche z. B. durch das Gradnetz, wobei seine Höhe auf den Meeresspiegel bezogen wird.
 Ein Ereignis, das an diesem Ort stattfindet, bedarf noch der zeitlichen   Angabe, um es exakt in den Fluss der Veränderung einzubetten. Wir  sprechen daher von unserer Welt als dem Raum - Zeit - Kontinuum, in dem sich  reale Dinge befinden - und sich verändern bzw. bewegen.


Um sich zu verändern bzw. zu bewegen (unter Bewegung wird der  Spezialfall der Ortsveränderung verstanden), ist Energiezufuhr nötig - um von  einem Ort zum anderen zu gelangen: Dauer.


Zeit

seit Einstein wissen wir, daß es Gleichzeitigkeit in unserer realen (!) Welt nur in Sonderfällen gibt ( z. B. wenn zwei relativ zum Ereignis ruhende Beobachter gleich weit von diesem entfernt sind; aber auch in   komplizierteren Situationen) und dass die Zeit im Universum nicht  absolut, sondern   relativ ist - und unabhängig von Masse und Geschwindigkeit.


Höhere Geschwindigkeit (Beschleunigung) erfordert Energiezufuhr,  erhöht   die Masse - und verlangsamt die Veränderung in diesem beschleunigten   System. Um von Verlangsamung aber sprechen zu können, bedarf es des Vergleichs   mindestens dreier (vierer) Systeme:


zweier, die sich zu- bzw. voneinander bewegen, und eines dritten, dem   Hintergrund, gegenüber dem diese Bewegung konstatiert werden kann: vom   Bewusstsein (als viertes, wenn auch nicht phyiskalisches System).
 Ohne Bewusstsein keine Zeit! nicht einmal Bewegung - aber durchaus   Veränderung. Wie diese » aussieht» , wenn niemand hinshieht, weiß niemand. Sie ist deshalb nicht beschreibbar 

Wir ziehen daher den Ausdruck Raum- Veränderungs- Kontinuum dem eingeführten Begriff des » Raum-Zeit-Kontinuums » vor, weil die klassische Physik (nicht aber die Quantenphysik) vom Bewußtsein abgesehen hat; dieses kommt in der mechanistischen Physik nicht vor, wohl aber in der Quantenphysik !!!


 


 




EXISTENZ
Schon aus begrifflichen Gründen ist der Dualismus an dieser Stelle als logisch inkonsequent, » falsch» und entbehrenswert durchschaut. Denn wenn »heraustreten» (=existieren) bedeuten soll, daß etwas jetzt als Vereinzeltes da ist, dann kann das (nicht-vereinzelte!) Allgemeine, aus dem » herausgetreten» wird, nicht auch als Existierendes gedacht werden. Denn: nur Vereinzeltes existiert! Und Allgemeines ist - schon vom Begriff her - nichts einzelnes. Schriebe man ihm wesensgleiche Existenz zu machte man es dadurch zu einem Vereinzelten, verlöre es seine - vorausgesetzte - Allgemeinheit. Genau dieser Fehler wurde im jahrhundertlang tobenden Universalienstreit begangen.

Diese Verdopplung der Welt geht bis auf Platon zurück, der die Welt in eine der » real existierenden » Ideen und in die » unsere » geteilt hatte. Auch Zoroaster und die Israeliten dachten dual, die Christen und Muslimen tun es in unheiliger Allianz mit Platon und Moses, den Essenern, Jesus und Mohammed. Vulgärisiert schöpft Gott (als » real existierender » ) in solchem Denken die Welt, prüft er den Menschen, straft er ihn etc. Das ganz andere Voraussetzende wird im Dualismus zur kausalen Ursache (zum »Jenseitigen» ) des Weltlichen (» Diesseitigen » ). Es handelt sich dabei um die theologische Methode par excellence.

Auch Ruhe beginnt und endet nicht; Ruhe ist - wie die Zeit selbst - weder zeitlich noch (sic!) bewegt, Ruhe ist - jeder Physiker wird es bestätigen - gar nicht. Die Welt ist in Bewegung und alles ist beständig in Veränderung: "Alles fließt", sagte schon Heraklit und: "Man kann nicht zweimal in denselben Fluß steigen", was dasselbe bedeutet.

Was aber ist ein Einzelnes ? Was bedeutet Existenz ?   Was Veränderung und Bewegung?

II. METAPHYSISCHER ANSATZ

Dieses unbedingte Aktive (=Bewegung, Veränderung) in und an allem wird in der chinesischen Philosophie als "Tao" (=der Weg) bezeichnet. Es entspricht dem abendländischen "Geist Gottes", der in allem "webt" bzw. wirkt, es entspricht dem "unbewegten Beweger", der alles antreibt. Lao Tse, Kung Fu Tse und die anderen - alten - chinesischen Philosophen fühlten sich dem Doppelprinzip von Yang und Yin verpflichtet, durch das sich das EINE (=Tao) entfaltet (=realisiert). Zoroaster sprach vom "Kampf des Gottes des Lichtes" gegen jenen des Dunkels, und ihr metaphorischer Kampf einte beide

Es ist eine dualistische Lehre, deren beide Pole einander bedingen, wie im Taoismus. Aristoteles hingegen nannte (den einen!) Gott den "unbewegten Beweger" und führte damit - erstmals - das Rationalprinzip der Kausalität in die Philosophie ein: nur Bewegtes kann bewegen bzw. nur Verursachtes kann verursachen. Da solches Denken aber in den unendlichen Regreß führt, muß der erste Anstoß zu Bewegtem selbst ruhen, die erste Ursache unverursacht sein: 

ein logischer Widerspruch, aber die einzige Möglichkeit, jenen des unendlichen Fortschreitens von Bewegungsanstößen zu kappen. Mit dieser - an sich unlogischen - Verquickung von Wesensungleichem, nämlich Unbewegtem (=Ruhe) und Bewegtem, gelingt Aristoteles monistische Verein(heitlich)ung: Unbewegter Beweger und Bewegtes sind keine (logischen) Widersprüche mehr, sondern bedingen (=polarisieren) einander, wobei dem aktiven Element (dem unbewegtem Beweger) ein Primat zukommt: Ruhe nicht als Widerspruch zum Bewegen (Tao: = Weg), sondern als deren Bedingung.

Wie kommt das postwissenschaftliche Denken des postaufgeklärten (oder "abgeklärten") Menschen mit solchen Aussagen zurecht? Wie vertragen sich metaphysische Begriffe mit solchen der (Natur-)Wissenschaft, der Logik, des Messens und Experimentierens, der Exaktheit und der Widerspruchsfreiheit?

Seit dem Beginn der Aufklärung, also seit gut 300 Jahren, hat sich das abendländische Denken der absoluten Widerspruchsfreiheit verschrieben: Was widersprüchlich ist, kann nicht Bestand vor dem scharfen, zweiwertig-logischen Denken des Rationalisten haben. Widersprüche müssen überwunden werden (das ist der Motor der Technik schlechthin), oder sie gelten schlichtweg als falsch(e Theorie), oder beschreiben Unwirkliches, Spekulatives, "Metaphysisches" eben und werden in den Bereich des Glaubens verwiesen.

Was ist überhaupt Metaphysik? Der Begriff ist nicht eindeutig. So unterscheidet man in rationalistische und irrationalistische Metaphysik. Rationalistische Metaphysik verwendet die Deduktion, die Methode der Ableitung einer Aussage aus einer anderen, als Erkenntnisweg; die irrationalistische Metaphysik beschränkt sich auf die Intuition, das unvermittelte Innewerden einer Erkenntnis (besser: Erfahrung). Die Rede ist in dieser Arbeit nur von der rationalistischen Metaphysik, da nur deren Erkenntnisse mit denen der Naturwissenschaften vergleichbar sind. Die Erkenntnisse aller anderen Metaphysiken sind nicht verallgemeinerbar, sondern verbleiben stets im Subjektiven, sind damit willkürlich und beschränken sich ergo dessen auf reine Glaubensinhalte.

 

"Gott" würfelt nicht", 

meinte schon Einstein. Und er wollte damit nur zum Ausdruck bringen, daß Gott sich nicht auf so etwas Unexaktes wie den Zufall verläßt, der Einstein - siehe seine Widerstände gegen die Quantentheorie! - immer unheimlich war; un"heimlich" durchaus im Sinne Freuds, daß Einstein sich in ihr nicht "heimisch" fühlte: das fühlte sich Einstein nur in der Welt der exakten Mathematik, der Berechenbarkeit, der Widerspruchsfreiheit, des Zweiwertig-Logischen. Gott war für Einstein durchaus Mathematiker, der nichts dem Zufall überläßt.

"Zufall" ist ja nur eine Metapher für: "Ich kann keine kausale Verknüpfung erkennen" und hängt damit von zwei Prämissen ab: vom Glauben an die unbedingte Gültigkeit der Kausalität und von der Erkenntnisfähigkeit des Urteilenden. 

Zufall ist also niemals etwas An-sich-Seiendes, etwas, das es außerhalb des menschlichen Denkens bzw. Begreifens gäbe, sondern nur Ausdruck der Beschränktheit menschlicher Erkenntnisfähigkeit.

Natürlich "würfelt" "Gott" nicht - es wäre ja auch noch schöner, hätte "ER" es nötig, sich menschliche Unzukömmlichkeit zum Schaffensprinzip zu machen. Und es wäre absurd, basierte die Welt auf einem Unzulänglichkeitsprinzip menschlicher Erkenntnisfähigkeit. Nein: "Gott" würfelt weder noch ist er Mathematiker. 

"ER" dürfte sich weder der Logik und ihrer Widerspruchsfreiheit verpflichtet fühlen, noch der Kausalität, sind doch beide nur Denkkategorien menschlicher Verstandestätigkeit bzw. Grundvoraussetzungen seiner Vernunft. Und Vernunft ist allemal etwas Menschliches und nichts Göttliches.

(Auch wenn Hegel das Gegenteil gelehrt hat: Hegel war zwar ein großer Mann aber nicht unfehlbar.) Nein, "Gott" steht nicht in der Alternative von Zufall und Kausalität; der aufgeklärte Geist des modernen Menschen ist gar nicht so aufgeklärt - sonst konstruierte er nicht Zufall (Chaos) und Kausalität (Ordnung) zu weltkonstituierenden Prinzipien, um die Welt erklären und verstehen zu wollen.

Nun: Erklären vermag die Vernunft die Welt ja noch können - wenn auch ihre Modelle stets nur Modelle bleiben müssen und am Eigentlichen Sosein der Welt bestenfalls vorbeischrammen. Sind diese Modelle aber noch verständlich ?

Verständlich meint doch, sich ein Bild von etwas zu machen oder - formal ausgedrückt - etwas bislang Unbekanntes, Unverständliches in das heimelige Welt"bild" integrieren zu können. Dabei ist es wie beim Kreuzworträtsel: paßt das Wort und ergibt sich auch der entsprechend sinnvolle Querbegriff, ist die Lösung "richtig". Mache ich mir ein Bild von etwas (dazu die Bibel: Du sollst Dir von Gott kein Bild machen!) und fügt es sich wie ein Mosaiksteinchen ins große Mosaik meines Weltbildes, bin ich um ein Euzerl klüger, weiß ich "mehr" - durchaus im Sinne von Quantitativem, nach dem das Wissen um die Welt bloß vermehrbar ist, aber kaum etwas an seiner Qualität ändert.

 

Sollte für den naturwissenschaftlich denkenden Menschen Qualität nur ein Mehr an Quantität bedeuten? Und sich im Konstruieren von Anschaulichem (=Bildern) erschöpfen? Kann Vorstellbarkeit Maß für Gültigkeit, Richtigkeit und Wahrheit meinen? Oder ist Vorstellbarkeit nicht vielmehr ein deutliches Indiz dafür, sich mit Ab-Bildern oder bildhaften Entwürfen zufrieden zu geben, anstatt das fälschlich Abgebildete ganz anders (=philosophisch) denken zu wollen?

Das Bild von der Endlichkeit unserer Welt (derzeit gültiger "Durchmesser" des bekannten Weltalls: 20 Milliarden Jahre) ist ein gutes Beispiel für die Grenzen der Vorstellbarkeit. Denn unwillkürlich drängt sich dem (vorstellenden) Verstand die Frage auf: "Und was kommt dahinter?" Der Spin von Elementarteilchen ist ein anderes Beispiel für die Grenze der Vorstellung: Was immer man unter "Spin" verstehen mag - es dreht sich nichts; also kann man sich auch nichts vorstellen. Was aber ist "Spin" "wirklich"? Was bedeuten ganz- und halbzahlige Spinwerte von 0, 1, 2... und 1/2, 3/2 und 5/2 und zwar jeweils in Einheiten der Quantentheorie?

Auch das Bohr'sche Atommodell ist eine falsche Vorstellung: Kein Physiker hält sie heute für noch gültig: weder sind Elektronen "kleine, gelbe Kügelchen" (wie es Heisenberg einmal, den Frager arg verulkend, ausdrückte), noch "kreisen" sie um den Atomkern. Vielmehr gelten die Elektronen"schalen" heute als "verschmierte Ladungswolken", "in denen" (z. B. beim Heliumatom) die zwei Elektronen nicht einmal als zwei getrennt existierende Entitäten in der Ladungswolke lokalisierbar sind: einerseits aufgrund der Unschärferelation, andererseits aufgrund des Schildeffektes der virtuellen Teilchen (Spektrum der Wissenschaft Ausgabe 1998 und 2008). Man spricht also besser von "Doppelelektron" als von "zwei Elektronen" - was die Vorstellung nicht gerade erleichtert. Was soll man sich also unter einem oder einem "Doppelelektron" vorstellen ?

Am besten gar nichts. Das raten zumindest kluge Physiker; und rechnen "bloß" mit ihren (erfundenen) Begriffen innerhalb der selbst aufgestellten Parameter ihrer Wissenschaft. Diese ihre Naturwissenschaft war lange ein streng kausales und finales Denkgebäude, das - noch immer - auf logischer Widerspruchsfreiheit basiert und auf das Eintreten theoriekonformer Prognosen baut. Logische Stringenz in die Vergangenheit (=Ursache) und solche in die Zukunft (=Wirkung) lautet(e) das Rezept, nach dem das naturwissenschaftliche Weltbild zubereitet war und nach dem es funktioniert(e). Das technisch Machbare liefert(e) bemerkenswerte Beweise für die Richtigkeit des Vorausgesetzten: anything goes. Fast alles...

Bilder und Vorstellung

Solange in der Naturwissenschaft die Widerspruchsfreiheit nicht verletzt wird (ein Axiom und damit eine Art Dogma mit nicht mehr weiter hinterfragbarer - also unwissenschaftlicher! - Gültigkeit) ist der Phantasie beim Entwerfen von Begriffen und deren Umsetzung in Bildern keine Grenze gesetzt: Cluster, Strings, Membranen, Antimaterie; Schwarze und Wurmlöcher, n-Dimensionalität; ein Universum, n Universa. Wie läßt sich die Singularität des Urknalls "vorstellen"? Wie die "vierdimensionale Krümmung" des Raum-Zeit-Kontinuums (RZK)? Was hat man sich eigentlich unter Zeit vorzustellen? Wie bildet sich der "leere Raum" ab, das Vakuum. in dem es quantentheoretisch virtuelle Fluktuationen "gibt"?

Vor den Bildern, die uns (Astro-) Pysiker, Kosmogonen aber auch Chemiker als Hilfestellung für unsere Vorstellung bieten, wird - korrekterweise - schon in der Gebrauchsanweisung dazu gewarnt: Achtung! So nicht. Aber vielleicht so ähnlich! Die Darstellungen werden damit zwar als unzutreffend klassifiziert, bleiben aber im Gedächtnis der Studierenden (Bohr'sches Atommodell) oder interessierten Laien (Raumkrümmung als Sattelfläche oder Trichter) haften. 

Ein wenig erinnert solches Vorgehen an das von Religionen und Ideologien: in beiden Bereichen wird mit anschaulichen Symbolen gearbeitet, weil - Kant hat es so unnachahmlich formuliert - Begriffe ohne Anschauung leer sind und Anschauung ohne Begriffe blind ist. Der grundlegende Fehler solchen Vorgehens besteht nun darin, das Bild oder Symbol für das zu halten, wofür es steht, und zu vergessen, daß es sich nur um ein Bild oder Symbol handelt.

Philosophen mühen sich nun, ohne Bilder auszukommen - wie kluge Physiker übrigens auch. Der Preis für diese Mühe ist ein hoher: philosophische Begriffe werden ob ihrer Unanschaulichkeit gerne in den Bereich der (hoffentlich rationalistischen) Metaphysik verwiesen und als unwissenschaftlich entwertet oder verunglimpft. Und dies, obwohl in der Naturwissenschaft analoge Begriffe verwendet werden, sie bloß andere Namen haben - und in falschen Bildern vorgestellt werden. 

Als Beispiel dafür mögen die immer wiederkehrenden 3-dimensionalen Darstellungsversuche des 4- (in der Theorie der Supergravitation gar 11!) dimensionalen RZK (Raum-Zeit-Kontinuums) dienen - obwohl schon der Begriff der 4- Dimensionalität aufgrund seiner Nicht-3-Dimensionalität gar nicht vorstellbar ist! Trotz allem gilt der Begriff der n-Dimensionalität als "wissenschaftlich", jener des dimensionslosen (Null-Dimensionalen) All-Einen der monistischen Philosophie aber als metaphysisch - und damit als negativ besetzt.

Selbstverständlich ist auch der Begriff des "unbewegten Bewegers" ein widersprüchliches Bild - ein anthropomorphes noch dazu, aber aufgelöst in die Begriffspaare "Voraussetzendes" für "unbewegter Beweger" und "Vorausgesetztes" für "Bewegung" bzw. für "Mögliches" und für "Wirkliches" wird er aller Bildhaftigkeit entkleidet. "Das Mögliche" oder "das Wirkliche" lassen sich beim besten Willen nicht mehr vorstellen oder gar abbilden und meinen doch, was in der Physik als "Allumfassende Theorie" (engl.: Theory of everything) angestrebt wird: durch das Schaffen (Entwerfen) von eindimensionalen "Objekten", den Strings, aus deren Schwingungen die Elementarteilchen entstehen (Superstringtheorie), eine Theorie, die später in das Konzept der sogenannten M-Theorie, die Theorie der 11-dimensionalen Supergravitation aufgegangen ist. 

Heute erscheint sie in der 10-dimensionalen Superstringtheorie "vereinfacht", obwohl dabei mehrere Dimensionen als "eingerollt" verstanden werden. Jeder Sinn des Begriffes "eingerollt" geht allerdings verloren, wenn er auf den Begriff "Dimension" angewandt wird, da sich nur Stoffliches, also 3-Dimensionales einrollen läßt.

Solche Begriffsvermengungen sind aber in der Kosmogonie gang und gebe. Dabei wird die philosophische Grunderkenntnis außer acht gelassen, daß Allgemeinbegriffe (wie "Dimension" einer ist) nicht vorstell-, geschweige denn abbildbar sind. Überhaupt läßt sich kein Allgemeinbegriff (weil er immer abstrakt ist) vorstellen. Weder "Freiheit" und "Wirklichkeit", noch "Kraft" und "Energie" lassen sich vor-stellen, in dem Sinn, daß ich ein Abbild vor mich (geistig) hinstelle.

In die Kategorie des Unvorstellbaren gehört auch so Banales wie das schlichte Hilfszeitwort "sein". Wie will man es sich denn vorstellen? Als Buchstabenkombination? Oder "bloß" in jener Form, in der es im jeweiligen Satzkonstrukt eingebaut ist: also abwechselnd als "gewesen", "war", "ist" oder "wird sein" und "wird gewesen sein". Wie stellt man sich gar den Konjunktiv von "sein" vor? "Wäre" etwa?

Es sollte klar geworden sein: Allgemeinbegriffe sind nur Verallgemeinerungen von Einzelbegriffen, denen alleine - wenn überhaupt - Vorstellbarkeit zukommt; Allgemeinbegriffe haben keine "Eigenexistenz" - außer jene ihrer jeweils konkreten Bezeichnung. Abstraktes ist nicht vorstellbar! Vor-ge-stellt werden kann nur Konkretes, also ein ganz bestimmtes Dieses, das jetzt hier ist: dieses Auto; dieser Mensch; diese Form und Bedeutung von "sein" in diesem ganz konkreten Satz.

Auch der Begriff der Energie ist nicht vorstellbar, genausowenig wir jener des Stroms. Oder der Kraft. Energie wird wirklich z. B. als jene ganz konkrete Wärme, die ich fühle. Strom wird wirklich, wenn er die Lampe zum Glühen bringt, einen E-Motor treibt oder wenn ich in die Steckdose greife. Und Kraft wird wirklich, wenn ich z. B. etwas hebe. In all diesen Fällen konkretisiert sich der jeweilige Allgemeinbegriff. In seiner jeweils allgemeinen, abstrakten Form ist er weder real noch wirklich, existiert er also weder objektiv, noch wirkt er auf mich. Er existiert als Allgemeinbegriff bestenfalls als jene Definition als die er mir im jeweiligen Weltbild geboten wird: im Falle der Energie im naturwissenschaftlichen Denken also entweder - in Worten - als (als eine Möglichkeit unter mehreren) "Arbeit pro Zeiteinheit" oder - in Form einer Formel - als (ebenfalls als eine Möglichkeit unter mehreren) E =m * c2.

Die Lüge von der Wahrheit der Wahrheit

Warum klammern wir so sehr an der Vorstellbarkeit von etwas? Warum gilt uns nur Vorstellbares als Wahres - und alles andere als unwahr oder (noch schlimmer) als falsch oder unrichtig? "Falsch" ist das Gegenteil von "richtig" aber nicht von "wahr" - aber "richtig" und "falsch" gelten als "Wahrheitszustände" innerhalb jedes Systems, das der zweiwertigen Logik folgt. "Richtig" und "falsch" sind zwei banale Zustände des Strebens nach Widerspruchsfreiheit (=richtig), in dem der Widerspruch als falsch bewertet wird. Mehr nicht.

Vorstellungen können daher - in diesem strengen Sinn - gar nicht richtig oder falsch sein. Sie müssen vielmehr immer wahr sein, weil stets das wahr ist, was ich für wahr halte! Auch wenn andere Wahrheitstheorien "wahr" anders definieren: Wahr und wirklich sind immer identisch, wahr ist immer nur etwas Korrespondierendes - nämlich die Übereinstimmung einer Aussage mit einer anderen.

Schon aus diesem Grund kann es keine Wahrheit der Wahrheit (="absolute Wahrheit") und ergo auch keine "absolute Gerechtigkeit" geben, da "Wahrheit" oder "Gerechtigkeit" nur bedeuten können, daß j e m a n d dies - und nur das! - für gerecht (=wahr, also wirklich) hält: Unsere Wahrheit korrespondiert im Falle von unsererem Gerechtigkeitsempfinden nur mit unserer Vorstellung von Recht ( = allgemeingültig: durch Macht verordnete Wahrheit). 

Da eine solche Vorstellung allerdings leicht und gerne in die Willkür führt, muß es immer eine oberste Instanz geben, die (uns relativierend) garantiert, daß das Recht allgemeingültig bleibt: durch die Macht des OGH, des Europäischen Gerichtshofes, durch die Einklagbarkeit der Menschenrechte.

Auch Ideologen (und Wissenschafter?) folgen diesem Schema - nur rigider: Ideologie ( = Religion) als Wahrheitsverkürzung setzt (oder: satzt) autoritär, was als wahr zu gelten hat und ergo Recht ist, und kreiert Fundamentalisten, Idealisten und Orthodoxe; aber auch Nazis und Kommunisten, Juden, Christen und (andere) Sektierer

Der Unterschied bzw. Übergang zwischen den einzelnen Gruppen bzw. Begriffen ist fließend - was manchem wehtun mag. Sie alle aber erklären unterschiedliche Bilder ( = Vorstellungen) zur "absoluten" Wahrheit.

Die jeweils gültige Wahrheit ( = dominante Theorie) in der Naturwissenschaft folgt den gleichen Mechanismen: 

Wer im elfenbeinernen Turm der Wissenschaft mächtiger ist ( = etabliert ist, über mehr Forschungsmittel verfügt, mehr Publikationen in den angesehenen Fachzeitschriften aufweisen kann), gibt den Mainstream der Forschung ( = das gültige Weltbild) vor.

Vorstellungen sind daher zwar stets wahr, aber nur als Vorgestellte - aber diese haben mit dem, das mit dem Vorgestellten "erklärt" werden soll, rein nichts gemeinsam. Sie sind bestenfalls Maß oder Prüfstein der Phantasie des Vorstellenden - aber nicht mehr. Sie sind für wahr gehaltene bzw. als für wahr erklärte Bilder, die sich der Vorstellende selbst entwirft - oder die ihm durch Schule und Erziehung geboten werden, und die er nun mit seiner Umgebung (dem oder den anderen) in Einklang zu bringen sucht.

Religionskriege und Gelehrtenstreite sind die diesbezüglichen Spuren in der Geschichte.

Meist werden solche Bilder "eingebrannt": je diktatorischer die Erziehung bzw. das politische System, desto unbedingter. Solange sich der auf diese Weise "Gebrannte" im Umfeld gleich Gebrannter (das gebrannte Kind scheut übrigens das Feuer!) befindet, wird er an seiner Wahrheit ( = Weltbild) nicht ( ver-) zweifeln. Ändert er jedoch sein Umfeld, sei es durch Bewußtseinserweiterung etwa vom Weltbild des Glaubens (Kirchen) zu dem der Vernunft (Wissenschaften) - siehe Galileo Galilei -, sei es durch räumlichen Wechsel ( Kolonialismus, Entwicklungshelfer; Reisen in andere Kulturen; interkulturelle Heiraten etwa) oder sei es gar durch politischen Systemwechsel [ Revolution; Ideologie( = Partei-) wechsel], gerät der Gebrannte in Schwierigkeiten: Die eigene Wahrheit oder die der anderen kommt ins Wanken - je nach Machtverhältnissen.

Wahrheitsverschiebungen in der Wissenschaft

Wahrheitsverschiebungen passieren auch in der Wissenschaft - und zwar beständig. Der wohl tiefstgreifende war jener vom Vorstellbaren zum Unvorstellbaren. Galt das physikalische Weltbild noch bis zum Beginn unseres Jahrhunderts als durchaus vorstellbar ( es war ja auf Vorstellbarkeit konzipiert: nämlich auf die Mechanik, dem Inbegriff des Vorstellbaren; was ist simpler als ein Hebel ? ), änderte sich das mit den Erkenntnissen der Relativitätstheorie

Die ist zwar auch "nur" eine Theorie und deshalb nur innerhalb ihres eigenen Systems wahr, aber dieser Umstand wird gerne vernachlässigt. Vielmehr wird sie - im Sinne der Verallgemeinerung ( = Ideologisierung) und damit der Wahrheitsverkürzung - gerne verabsolutiert. Was eine bildliche ( natürliche immer: Fehl- ) Interpretation prinzipiell unvorstellbarer Gleichungsfunktionen und - ergebnissen ist, wird keck als wahres Abbild (!) des willkürlich Abgebildeten hingestellt ! Vierdimensional gekrümmt ist das Raum - Zeit - Kontinuum natürlich nur in dieser Interpretation der Bemühungen, die Relativität der Zeit zu beschreiben; als zweite

Interpretations-Möglichkeit läßt sich auch der Parameter der Längenverkürzung in Bewegungsrichtung einführen. Die Rechenergebnisse sind die gleichen.

Noch weniger vorstellbar wurde die Quantentheorie (vor der sogar Einstein kapitulierte), waren Schrödingers Wellenfunktionen, sind die virtuellen Teilchen (die Fluktuationen des Quantenfeldes), Schwarze Löcher, "Wurmlöcher", "Zeitschleifen", "Hyperräume" usw. Das Paradoxe an all diesen Wortkreationen der modernen Physik ist, daß - natürlich - zum Verständlich-Machen ihrer, mit der Namensgebung verbundenen, Erfindung, auch Vorstellbares geschaffen werden mußte. Vorstellbar ist allerdings nur ein Bild.

Bild und Ab - Bild

Es gibt freilich zwei Klassen von Bildern: Bilder, die man sich  von etwas macht ( = Ab-Bilder), und Bilder, die man sich zurecht konstruiert, weil es eine abbildbare Vorlage nicht gibt. So kann Man(n) sich leicht von (s)einer Frau ein Bild machen und mit sich (als Foto etwa) herumtragen. Wie sollte ich mir aber von "Gott" ein Bild machen? Was diente jenen als Vorlage? Oder von der 4. Dimension? Oder von einem String?

Worauf gründet die Unmöglichkeit, sich weder von "Gott" ein Bild machen zu können noch eines von einer vierdimensionalen Krümmung? Doch wohl offenbar darauf, das weder "Gott" noch eine vierdimensionale Krümmung abbildbar, also  etwas sind. Wobei "etwas" immer ein einzelnes unter vielen, ein von anderem Ge- oder Unterschiedenes bedeutet. Aber nur von einzelnem (einem Ding also) kann ein Ab-Bild gemacht werden. Nur ein Ding kann gesehen, erfahren, empfunden, erlebt werden und kann ergo dessen fotografiert, abgezeichnet, nachmodelliert und in der Erinnerung wiedererstanden werden lassen.

Die Reproduktionsmöglich- oder fähigkeit ist es, die ein Ding zum Ab-Bild befähigt - und Phantasie (die nur in Bildern möglich ist!) tut nichts anderes, als verschiedene Ab- Bilder oder Ab-Bildinhalte kreativ ( = schöpferisch) zu neuen Bildern oder Bildinhalten zusammenzusetzen, zu konstruieren. Darum haben Marsmännchen Antennen und sind grün, schaut E. T. so putzig aus und sind die Klingonen so böse. Nur deshalb "hat" Gott einen Bart und "ist" "er" ein Mann. Für Feministinnen ist "sie" folgerichtig eine Frau und in Schwarzafrika ist die Madonna eine Negerin und das Jesuskindlein ein Negerbaby: Vorgestelltes wird nur nach bekannten Mustern nachgezeichnet.

Es ist immer wieder nur eine Frage von Kultur und Bewußtseinsstufe, von Auf- oder Abklärung, ob, daß und welches Bild entworfen wird.

Bilder sind immer aus Bekanntem und Vorgestelltem abgekupferte Ikonen, vermischt mit - je nach Originalität und/oder politischen Absichten verbundenen - Abweichungen vom ursprünglich Gemeinten. Vergessen und Phantasie schöpfen unzählige Welten in den Köpfen der Menschen, die dann nach politischer oder medialer Macht verbreitet, kodifiziert und als "Wahrheit" transportiert, gelehrt und verkauft werden. Zwischen der "Göttlichkeit" Jesu, dem Rassenwahn der Nazis und n-dimensional gekrümmten Räumen sind nur marginale Unterschiede: alle sind sie nur Bilder im Kopf - aber keine Abbilder, da es nichts Konkretes gab oder gibt, das abbildbar wäre.

"Elaborierte Bilder"

"Gott", das Raum-Zeit-Kontinuum, die "vierte" Dimension, virtuelle Teilchen, Wellen ohne Substrat (das Licht z. B.) haben nichts Erlebbares, Empfindbares, Erfahrbares an sich; sie sind nichts einzelnes unter vielen, nichts "Wirkliches" in jenem Sinn, in dem Wirkliches nur verstanden werden darf: als etwas nämlich, das auf mich wirkt - und zwar sinnlich, empirisch, raum-zeitlich, also durchaus im naturwissenschaftlichen Sinn. "Gott" ist kein (einzelnes) Ding in Zeit und Raum, dem ich begegnen kann.

Raum erlebt man nicht als Raum: Man erlebt Dinge "in ihm", die voneinander geschieden sind und Abstand haben. Zeit wird nicht erfahren; was als Zeit erlebt wird, ist die Dauer der Bewegung bzw. die Veränderung der Dinge zueinander - und zwar als Nacheinander. Die 4. Dimension als räumlich gekrümmte verstanden ist ohnedies nur eine Fehlinterpretation und virtuelle Teilchen sind schon per se nicht wirklich. 

Auch Licht wird nur als Helle von Dingen und Gasen (auch Gase sind in diesem Zusammenhang Dinge, weil stofflich) erlebt und nicht als Wellenpaket oder Korpuskelstrom. Vorstellbar ist längst nichts mehr im Gebäude der Physik: Demokrits "Atome und das Leere" haben sich aufgelöst in unanschauliche Kräfte, von denen die einzig permanent erlebbare, die Gravitation nämlich, zwar ihren Platz im physikalischen Bild der Wechselwirkungen hat, im Grunde genommen aber überhaupt nicht erklärt ist: weder sind Gravitationswellen noch ist das Graviton (LHC Large Hadron Collider, CERN bei Genf) experimentell nachgewiesen.

Die Natur- ( sic!) Wissenschaft hat sich seinerzeit aufgemacht, die erfahrbare Welt zu erklären: relativ unbeholfen (für unser heutiges Verständnis) schon vor rund 2400 Jahren, relativ elaboriert seit rund 300 Jahren (Locke, Rousseau, Kant, Mendelssohn und Diderot, Schiller, Goethe, Herder etc.) ( Galilei: "Alles messen, was meßbar ist; alles meßbar machen, was nicht meßbar ist."). Die Natur [also das grundsätzlich Erfahrbare, nämlich unsere Welt, wie wir sie als wirkliche ( = auf uns wirkende) erleben] sollte erklärt werden - alles Transnatürliche, also "Gott", die "Dämonen" und "Geister" sind nur deswegen aus der Naturwissenschaft eliminiert worden. 

Denn "Gott", "Geister" und "Dämonen" sind nicht zu erklären: sie stehen anstatt einer Erklärung; sie sind die Erklärung - allerdings nur für nicht rationale Bewußtseine und deren Weltbilder (Mythos, Glaube, Magie). Man spricht daher auch von der "Entdämonisierung der Natur". Kein blinder Wille ( "Gott kann auch auf krummen Zeilen grade schreiben") wirkt in der Natur, sondern ein Quadrupel von Kräften ist es, das "die Welt im Innersten zusammenhält" - wie wir heute meinen -, und dann zwingen wir diese endlich entgöttlichte Welt mit unserer scheinbar stringenten Kausalität wieder in Bilder von Pseudo-Vorstellbarem, die keine Ab-Bilder mehr sind, sondern reine Phantasieprodukte.

Quanten- und Chaostheorie haben mittlerweile gezeigt, daß vom Modell der durchgängig stringenten Kausalität, die die Welt durchweben soll, keine Rede mehr sein kann. Vielmehr spricht man von "höherer oder geringerer Wahrscheinlichkeit" des Eintreffens von Ereignissen und von "statistischer Häufigkeit" des Auftretens von Phänomenen.

Auch die Dimensionen sind nicht mehr ausschließlich ganzzahlige (also vorstellbare, solange man sich auf drei beschränkt), sondern n-zahlige (wobei schon die sogenannte 4. ganzzahlige als räumlich gekrümmte nicht mehr vorstellbar ist - und als nicht-räumliche schon gar nicht), darunter auch die fraktalen, also gebrochen - zahligen. 

Mit dem Entdecken dieser Fraktale als Basis der modernen Chaostheorie erhielt das Gegensatzpaar Ordnung - Chaos tatsächlich eine neue Dimension: Die Ordnung ist plötzlich auch chaotisch, das Chaos hingegen auch geordnet. Das alte Symbol des Tai-chi, in dem Yang in Yin übergeht und es miteinschließt und umgekehrt, ist durch die Theorie der Fraktale plötzlich auch naturwissenschaftlich aktuell geworden.

Die Welt: ein Fraktal menschlicher Vorstellungskraft.

Besonders dem Dualismus verpflichtet bzw. davon angetan ist die Naturwissenschaft; ob im Strahlungsquantum definiert oder in » zwei polarisierten » Photonen ausgedrückt) im Folgenden wird dies noch öfter der Fall sein, wie wir aufzeigen werden.


Die jeweils gültige Wahrheit (dominante Theorie) in der Naturwissenschaft folgt wie bereits aufgezeigt nachfolgendem Mechanismus:

Wer im elfenbeinernen Turm der Wissenschaft mächtiger ist (= etabliert ist, über mehr Forschungsgelder verfügt, mehr Publikationen in den angesehenen Fachzeitschriften aufweisen kann), gibt den Mainstream der Forschung ( = das gültige Weltbild vor).

 Die Physik reicht über die Atomphysik und die Kosmogonie (die Wissenschaft, die sich mit den Methoden von Physik und Astronomie, mit dem Ursprung und der heutigen Struktur des Universums beschäftigt) längst in Bereiche, die bis dato der Religion oder (besser) der Philosophie vorbehalten geblieben wären.

Längst hat die Teilchenphysik den Bereich des Quantifizierbaren überschritten.

- Galt bisher als » wirklich » was wirkte, ist heute Wirklichkeit, was als »wirkend» erklärt wird. 

- Kann das, was moderne Physik und Komologie als » Wirklichkeit» lehren, noch als Wirklichkeit bezeichnet werden? Wie wirklich ist die Wirklichkeit wirklich? Wäre es nicht an der Zeit für eine Umformulierung dieser Frage in: wie möglich ist die Wirklichkeit? ( auch in Bezug auf den Menschen, aufgrund einer Bewusstseinsebene, die uns aber komplett bestimmt, durchs limbische Gehirn = Sitz des Triebes und des Unterbewusstseins und der Amygdala; diese ist evolutionär fest mit dem Menschen verwachsen) Die meisten Handlungen (Aktion) und Sprechakte (Sprache) im menschlichen Alltag finden ohne Zutun des Bewußtseins statt. Etwa 90% des Gehirns arbeiten unbewußt, d.h., das gesamte Gehirn außerhalb des Cortex und ein großer Teil der Großhirnrinde selbst. Das menschliche Gehirn versucht Abläufe so weit wie möglich zu automatisieren (und damit aus dem Bewußtsein zu verbannen; Automatismen). Denn dadurch wird seine Arbeit schneller, effektiver und stoffwechselphysiologisch sparsamer.

Der Bereich der Emotionen (Limbisches Gehirn) ordnet bekanntlich nie...

 

 

Auf dem Gebiet der Emotionalen Intelligenz in der Neurologie zeigt sich, dass das Geheimnis, wieso wir uns hin und wieder irrational verhalten, mit einem augenblicklichen und sofortigen emotionalen Kontrollverlust zu tun hat, weil die Amygdala die Kontrolle über unser Gehirn übernimmt.

Die Amygdala ist ein paariges Kerngebiet des Gehirns im medialen Teil des Temporallappens. Sie ist leicht zu erkennen, da sie die Form einer Mandel hat. Zusammen mit dem Hippocampus und anderen Strukturen bildet sie das limbische System, das umgangssprachlich auch als das „emotionale Gehirn“ bezeichnet wird.

Das limbische System reguliert die physiologischen Antworten gegenüber bestimmten Reizen, das heißt, dass seine gesamten Strukturen für die emotionale Kontrolle über das Verhalten eines Menschen wichtig sind. 

Doch der Grund dafür, dass die Amygdala innerhalb des limbischen Systems so eine große Rolle spielt, ist, dass sie entscheidend für unser Überleben ist, da ihre Hauptfunktion darin besteht, Gefühle mit den jeweiligen Musterreaktionen auf diese zu verinnerlichen, sowohl die Physiologie als auch das Verhalten betreffend.

Um die Kontrolle der Amygdala über unsere Emotionen zu verstehen, müssen wir vor allem wissen, dass sie nicht nur eine emotionale Reaktion entstehen lässt, sondern dass sie aufgrund ihrer Verbindung mit dem Frontallappen auch unterdrückte Verhaltensweisen erlaubt.

Der Amygdala-Hijack ist eine sofortige und in Bezug auf den Reiz, der ihn ausgelöst hat, unverhältnismäßige emotionale Reaktion, weil dieser als eine Bedrohung hinsichtlich der emotionalen Stabilität wahrgenommen wird. Er entsteht also, weil die Amygdala die Aktivierung anderer Gehirnareale verhindert, vor allen Dingen die des Kortex, indem sie das Verhalten des Subjekts steuert und den Bereich des Gehirns ausschaltet, der uns rationaler macht.

Der frontale Kortex, der beim Amygdala-Hijack außer Gefecht gesetzt wird, ist der für eine logische Denkweise oder für die Planung unserer Taten verantwortliche Teil unseres Gehirns. Die Amygdala hingegen ist Teil der "primitiveren" Strukturen (Triebsteuerung) unseres Gehirns und reguliert unsere Emotionen. 

Unsere logische Denkweise muss sich demnach unseren Emotionen unterordnen.

Man muss bedenken, dass der Reiz das Gefährt der Emotion ist und dass der Ursprung jedes Impulses ein weitgreifendes Gefühl ist, das während der Handlung ausgedrückt werden will.

Vielleicht kommt es manchem seltsam vor, dass der am weitesten entwickelte Teil unseres Gehirns, der Kortex, von einer so "primitiven" Struktur, wie der Amygdala, beherrscht werden kann. Dennoch hat das einen Sinn, wenn wir das aus der Perspektive der Evolution betrachten: 

Vor zehntausenden von Jahren ging es ums Überleben. 

Als wir noch im Dschungel gejagt haben und beispielsweise auf einen Löwen getroffen sind, deaktivierte unsere Amygdala die restlichen Funktionen unseres Gehirns, da es keine Zeit gab, über die Gefahr nachzudenken, sondern es ging um Kampf und Flucht.

Aber auch wenn wir in der heutigen Zeit enormem Stress ausgesetzt sind, selbst wenn dieser nicht unser Überleben bedroht, wie z.B. ein Stau, dann übernimmt unsere Amygdala die Kontrolle über uns. Das führt dazu, dass sich in unserem gesamten Körper Adrenalin und Cortisol verbreitet, was unseren Körper über geschätzte vier Stunden in Aufregung versetzt und unsere Gefühle kontrolliert.

Wenn demnach durch einen großen Stressfaktor ein intensives Gefühl entsteht, fühlen wir für gewöhnlich eine Zeit lang etwas, das man in der Psychologie als „emotionalen Kater“ beschreibt. Dieser Kater wird durch Hormone hervorgerufen, die sich noch immer in unserem Organismus befinden und zur Folge haben, dass ein Gefühl von Unbehagen viel länger andauert.

Wenn wir extrem wütend sind, sollten wir wohl bis tausend zählen. Das ist eine äußerst intelligente Strategie, denn wenn wir beginnen, zu zählen, aktivieren wir unseren Kortex, den frontalen und logischen Teil unseres Gehirns, der, wie wir bereits aufgezeigt haben, während des Amygdala-Hijacks abgeschaltet wird. Die Impulsivität mit entsprechenden Fehlreaktionen lässt sich so vermeiden.

Eine andere Strategie, die für gewöhnlich auch gut funktioniert, besteht darin, sich bewusst auf seine Atmung zu konzentrieren, Dadurch wird der Parasympathikus aktiviert, der den Sympathikus hemmt, der während eines Amygdala-Hijacks aktiviert wird. Um dem Amygdala-Hijack zu entkommen, wenn er durch einen wichtigen Stressfaktor aktiviert wird, muss man demnach Abstand zwischen das Geschehene und den gegenwärtigen Moment bringen. Es ist sehr empfehlenswert, Aktivitäten nachzugehen, die den logischen Teil unseres Gehirns aktivieren (die Ratio), oder auch andere, wie Mindfulness-Übungen, die uns dazu bringen, unseren Fokus auf die Gegenwart zu richten und uns neue Wege aufzeigen.

- Kann das, was moderne Wissenschaft als » Wirklichkeit » lehren, noch als Wirklichkeit bezeichnet werden? Wie wirklich ist die Wirklichkeit wirklich? Wäre es nicht an der Zeit für eine Umformulierung dieser Frage in: wie möglich ist die Wirklichkeit ?

Wird gar nur mögliches wirklich !!! Was ist das überhaupt: die Wirklichkeit? - und was das Mögliche? Und im Grunde auf gleicher (Bewusstseins-) Ebene ist es notwendig, auch die Metaphysik = (metaphysische Ebene mit zu integrieren) quasi das, was hinter der Natur steht. Hier unterscheidet man »objektive» und »subjektive Welt» . - »Realität» und »Wirklichkeit» . Kant möge uns verzeihen! 

Diese Begriffssplittung ist notwendig geworden, seit der Solipsismus als wohl denkmöglich, aber unwirklich durchschaut worden ist. Unsere Arbeit beschränkt sich deshalb auf die rationalistische Metaphysik, da nur deren Erkenntnisse mit denen der Naturwissenschaften vergleichbar ist

Die Erkenntnisse aller anderen Metaphysiken sind nicht verallgemeinerbar, sondern verbleiben stets im Subjektiven sind damit willkürlich und beschränken sich ergo auf reine Glaubensinhalte. Alles, was zwischen Subjekten (zwischen Bewußtseinen, üblicherweise also zwischen Menschen) kommuniziert wird, steht in der Alternative von wahr (oder richtig) und falsch: » wahr» , wenn es sich um eine Überzeugung handelt, » richtig» , wenn es um Systemkonformität geht !!! Alles was Menschen aussagen, sind letztlich Wertungen (auch »Kalküle» oder » Urteile» genannt). 

Alle Glaubensinhalte, Ideologien und Naturwissenschaften - ursprünglich subjektiven - Theorien werden erst dann gültig, wenn sie von einer, wie im Vorwort erwähnt, repräsentativen Gruppe als wahr anerkannt sind. Werte sind daher niemals unabhängig (= objektiv) Wahres, sondern stets nur transportierte ! Bilderbögen, die von Bewusstsein(en) (grob: Gehirn) via Reizübertragung = elementaren Zustände (Interferenzen) entworfen werden.

Angesichts solcher Konstrukte, drängen sich Analogien mit irrational Metaphysischem (dem nicht direkt Erfahrbaren. Aber wer hat schon je ein W - Boson direkt erfahren? Immanuel Kant, der die Möglichkeit von Metaphysik als Wissenschaft verneinte und damit im Denken der Neuzeit eine tief greifende Zäsur verursachte, war sich seiner Entscheidung wohl bewusst. Unsere Gesellschaft bewegt sich allerdings auf der Ebene der irrationalen Metaphysik. 

Die Rationale Metaphysik ist das, was quasi hinter der Natur kommt. Ursprünglich die Schriften des Aristoteles, die ersten Prinzipien und Ursachen des seins.

Die Irrationale kostruiert Bilderbögen, die über die sinnlich körperlich - erfahrbare Welt hinausgehen ( z.B. die Ideen "Gott", Freiheit, "Unsterblichkeit" ), die der erfahrungswissenschaftlichen Forschung vorausgehen bzw. ihr zugrunde liegen ! Die Natur der Fehler liegen auf der Hand. - Sie liegt im Konstruieren von Bildern, wo Bilder nichts verloren haben. Und wenn sich Naturwissenschaft und irrationalistische Metaphysik voneinander unterscheiden, dann nur in der Qualität der von Ihnen verwendeten Bilder.

Warum gilt aber dem »aufgeklärten Geist» des logisch - kausalen denkenden Rationalisten das rationalistisch Metaphysische als obskur oder zumindest unwissenschaftlich, das Naturwissenschftliche aber als »richtig» , »zeitgemäß» und »wahr» und als die Welt in ihrem sosein ( = Objektivität) zutreffend beschreibend? Herrschen hier nicht Willkür oder gelinde gesagt - Ignoranz vor, wo  doch   zwar im Bereich der irrationalen Metaphysik gravierende Vorstellungs- Fehler begangen werden, nicht aber im Denkgebäude der rationalistischen Metaphysik - wohl aber in der heutigen popularisierenden Naturwissenschaft ?

Verkommt die irrationalistische Metaphysik zu einer durchaus anschaulichen aber mit inadäquaten Bildern erfüllten Welt eines »Jenseits», plagt sich der Wissenschaftsgläubige mit ebensolchen inadäquaten Bildern aus einer mathematisierten Modellwelt des Abstrakten.

Nur die rationalistische Metaphysik - und der kluge Physiker ! - begehen   den Fehler des Abbildens nicht.

Die Ideen Platons sind keine Bilder. Nach Platon ist vielmehr unsere reale Welt nur ein Quasi - (Ab-) bild  der Ideen in unvollkommener Konkretion, der an sich idealen Ideen. Deren Wesen könnte man am besten mit » Allgemeinbegriffe »  in die heutige Sprache (und in heutiges Verständnis) übersetzt werden. 

Selbstverständlich konstruieren wir mit unserem Gehirn (= grob: Bewußtsein) die Welt rund um uns, und der Gehirn- ( = hier: Bewußtseinsforschung, Neuropsychologie, ist es gelungen zu entdecken, daß unser Gehirn tatsächlich nur zu einer einzigen Art von Reizübertragung fähig ist:  Egal, von welchem Organ unser Gehirn Signale empfängt, die neuronale  Reizübertragung ist immer von gleicher Art. 

Wir (die Autoren) sind (wie Freud seinerzeit) davon überzeugt, dass weder Vernunft und Verstand noch das Ich unser Handeln bestimmen, sondern das Unbewusste (Unterbewusstsein). Unser Wollen, Denken und Handeln wird, wie bereits erwähnt, von limbischen Geirnstrukturen gesteuert, die grundsätzlich unbewusst  arbeiten. Wir erleben uns zwar als Urheber unseres Handelns und hätten das Gefühl,  wir hätten auch anders handeln können doch tatsächlich entdeckten   Wissenschaftler der Neurobiologie am Max - Planck - Institut in Berlin, dass Versuchspersonen der Entschluss, die Hand zu heben, erst bewusst wird, nachdem ihr Gehirn bereits mit der Vorbereitung der Bewegung  begonnen  hat.

Dem Willensentschluss geht ein Bereitschaftspotential von  durchschnittlich 350 Millisekunden voraus.

Das bewußte Wollen kann somit gar nicht Ursache der neuronalen Aktivität sein, weil es erst nach dem Aufbau des Bereitschaftspotentials auftritt und niemals gleichzeitig mit diesem. - Wir tun nicht was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun.

Für die Berliner Hirnforscher sind wir die letzten, die erfahren, was unser Gehirn vorhat...Doch unser Wille ist doch nicht ganz so machtlos, denn zwischen dem Bewusstwerden des Entschlusses und der Ausführung der Bewegung selbst  liegen 200 Millisekunden und, und in dieser Zeit kann der Wille intervenieren und entscheiden, ob er die Bewegung durchführt oder nicht.

Der Wille vermag zwar nicht, die neuronale Aktivität zu initiieren, doch kann er die einmal in Gang gesetzte Aktivität stoppen. Der Wille ist demnach kein Initiator, sondern Zensor. (Wir erleben unser Handeln aber als willentlich initiiert und zwar über den Zentral Kortex) Auch ist mittlererweile klar, dass ein Bereitschaftspotential nicht  immer zu einer Handlung führt, denn es kann auch in Abwesenheit jegliche Handlung auftreten ! Gehirnprozesse gehorchen physiologischen, physikalischen und chemischen Gesetzen und sind somit determiniert.

Geist und Bewusstsein fügen sich in das Naturgeschehen ein. Ist unsere Erfahrung, frei entscheiden und handeln zu können, mit der Vorstellung vereinbar, dass wir als Entscheidende selbst Teil der Welt der Ursachen und Wirkungen sind ? Es gilt vielmehr zu verstehen, wie sich Freiheit und Unfreiheit im Rahmen  universeller Bedingtheit unterscheiden.

Freiheit und Unfreiheit gibt es  nur innerhalb vielfältiger Bedingtheit. Was wir wollen, hängt von den Angeboten der Welt, den äußeren Umständen, von unserem Charakter und  unseren  persönlichen Erfahrungen ab. Daher war für die Machtbesessen der oberen Klassen der damaligen und heutigen Gesellschaft (Staat und Kirche fungieren auch heute noch gemeinsam, siehe Parteiensystem), die auf Kohärenz basierende Gesellschaft, mit  der man das Volk führte, bzw. führt, auf die ich an anderer Stelle noch eingehen werde, so wichtig und unabdingbar.

Es ist ein fundamentaler Fehler, den Unterschied zwischen Freiheit und Unfreiheit des Willens mit dem Unterschied zwischen Unbedingtheit und Bedingtheit in Verbindung zu bringen. Ein unbedingter Wille entspricht nicht unserem Freiheitserleben. Natürlich gibt es Willensfreiheit, man muss nur an der richtigen Stelle nach ihr suchen. 

Viele Neurowissenschaftler ignorieren, dass uns Denken, Fühlen und  Wollen nur in der Erlebnisperspektive unmittelbar gegeben sind und dass auch Freiheitserlebnisse keine von außen beobachtbare Eigenschaft des  Gehirns sind. Die beiden Persektiven lassen sich auch nicht aufeinander reduzieren,  denn keine schließt die andere aus.

Angenommen, wir wüssten alles über das Gehirn eines Menschen, was es  aus   neurobiologischer Sicht zu wissen gibt, wie viel wüssten wir damit  über das Erleben der Freiheit dieses Menschen ? !!!

Fest steht: wir schaffen (= konstruieren) uns tatsächlich jeder für  sich   (siehe auch Humberto Maturana, (Biologie unserer Realität 1998)die eigene Wirklichkeit - die offensichtlich - und das ist, abgesehen  von   Solipsisten - unbestritten) der Reizung von » außen»  bedarf. Diese »Außenwelt»  - als Gegensatz zur » Innenwelt»  des Bewußtseins - ist  jenes Objektive   (Kantens Ding-an-sich), das unbahängig von Bewusstsein existiert. Wir nennen diese Welt » die Realität » . 

Es ist immer wieder nur eine Frage von Kultur und Bewußtseinsstufe, von Auf- oder Abklärung, ob, daß und welches Bild entworfen wird. Bilder sind immer aus Bekanntem und Vorgestelltem agbekupferte Ikonen (die Ikone, seit dem 4. Jahrhundert eingeführt, ist ein mit Eitemperafarben auf Holz gemaltes Kultbild der »Ostkirchen»  - Oströmisches Reich bzw. Byzantinisches Reich; und verbreitete sich über Byzanz nach Süditalien  und die slavischen Balkanländer nach Russland - Schulen von Nowgorod, Susdal, Moskau) vermischt mit - je nach Originalität und/oder politischen  Absichten verbunden.

Abweichungen vom ursprünglich Gemeinten, Vergessen und Fantasie schöpfen unzählige Welten in den Köpfen der Menschen, die dann nach politischer oder medialer Macht verbreitet, kodifiziert und als »Wahrheit» transportiert, gelehrt und verkauft werden.

Zwischen der »Göttlichkeit»  Jesu, dem Rassenwahn der Nazis und n- dimensional gekrümmten Räumen, sind nur marginale Unterschiede:  alle sind sie nur Bilder im Kopf- (Interferenzen, EEG) aber keine Abbilder, da es nichts Konkretes gab oder gibt, das abbildbar wäre. »Gott», das Raum-Zeit-Kontinuum (!), die »vierte»  Dimension, virtuelle Teilchen, Wellen ohne »Korpuskel» (das Licht/Photonen z.B.) haben nichts Erlebbares, Empfindbares, Erfahrbares an sich; sie sind nichts einzelnes unter vielen, nichts »Wirkliches»  in jenem  Sinn, in dem Wirkliches nur verstanden werden darf: als etwas nämlich, das  auf   mich wirkt - und zwar sinnlich, empirisch, raum-zeitlich, 3-Dimensional, also durchaus im naturwissenschaftlichen Sinn. »Gott» ist kein (einzelnes) Ding in Zeit und Raum, dem ich begegnen kann.

Auch wenn dieser Etikettenschwindel in der »3-Einigkeit»  »Gott» - Vater-Sohn-& »Heiliger Geist»  den unbedarften, bornierten(1)  Gläubigen suggeriert wird.

Die Reproduktionsmöglichkeit - oder fähigkeit ist es, die ein Ding zum Ab-Bild befähigt; und Fantasie, (die nur in Bildern möglich ist)  verhält sich nicht anders, als verschiedene Ab-Bilder oder Ab-Bildinhalte  kreativ (= schöpferisch) zu neuen Bildern oder Bildinhalten zusammenzusetzen, zu konstruieren. 

Von der »7-Tage-Schöpfung angefangen, bis zum »ersten»  »Sündenfall» ...was auch immer das sein mag. Deshalb wurde auch »Eva» zum Sinnbild der »Verführung»  und Adam zum unbedarften, der scheinbar gar nicht wusste, wie ihm  geschieht...daraus resultierend musste selbstverständlich die Position der Frau über Jahrtausende derart negativ besetzt sein.

Vorgestelltes wird nur nach bekannten Mustern nachgezeichnet. Jesus ist - nur aus diesem Grund natürlich - auch der »Sohn Gottes» : weil er in einer pater(a)nalistischen Kultur (patriarchalen Grundordnung (erfunden wurde, in der Frauen und Sklaven nicht einmal eine "Seele" hatten, und weil Söhne in einer solchen Kultur ihrem Vater unbedingt gehorchen. Und weil das ganze Bild des Erlösers - eine umgebungsbedingte Wahrheit ist, deren Gültigkeit sich nur »soweit»  erstrecken kann, als sie auchfür wahr gehalten wird. 

Dabei muss » soweit» keine Entfernungsangabe bedeuten: bekanntlich hält Jesu eigenes Volk ihn nicht für den Erlöser!

- Erfunden allerdings wurde Jesus als »wahrer Mensch und »Sohn» Gottes» (im Originaltext » filioque» ) erst 300 Jahre nach seinem Tod - im Konzil von Nicäa (325 n. » Chr.» ) nämlich:

Hier der Link zur Seite: 

Immunisierung & Dogmatisierung, Konzil v. Nizäa

 

als »Gott» zum Anfassen sozusagen, dem  man - zu seinen Lebzeiten - hätte begegnen können (auch die gesamte Filmindustrie versucht zumindest ihn so darzustellen). 

In welchem geistigen Haus jemand »leben»  möchte ist jedem selber überlassen! - und viele haben einen Zeitwohnsitz...dies dient unter  Umständen dem   » Anpassungsmoment»  das u. U. Garant und »kriegsentscheidend»  für den Erhalt eines Arbeitsplatzes oder eines neuen Umfeldes, aus dem sich neue soziale Perspektiven generieren lassen. »The fittest»  nach Charles Darwin bedeutet halt nicht, wie im  Volksglauben allgegenwärtig, der » Stärkere», (obwohl dies in Amerika sicherlich zutrifft) 

sondern der am besten angepasste (Superlative), wird  »weiterkommen» bzw. sich fortentwickeln. Mikrobiologisch gedeutet: Leben = Mechanischer Ordnungspunkt von Materie (Biomasse) = lokale Mechanismen kooperativer Systeme, auf die ich später noch kommen werde. Kooperativ allerdings mussten sie sein, ( auch eine Art hierarchische »Ordnung») .

Das » sein »  allerdings braucht keinen »Gott» , wir schließen uns hier A. Einstein an, dessen Auffassung zu »Gott»  wir am Schluß noch erwähnen  werden, es ist »Gott» ! Im Haus vieler Geistlichen sogar als Person, die dann Prophet spielen, ganz nach dem Motto: »Würde » Gott»  die »Schöpfung»  loslassen, dann  fiele sie in das zurück, woraus sie kommt, ins Nichts. - Donnerwetter!

Nach der Kurie kann man sogar »aus»  dem Nichts kommen! (sic!) - Wie aus der Kirche! oder dem Bordell. - Das Nichts als Herkunftsort...Das Nichts als »Grube» , in die das sein fallen kann, wenn es vom Übervater (von dem man sich aber kein Bild machen soll!) nicht gehalten wird...Pater (lat.=) Vater, wie bereits, durch » paternalistisch» , oben erwähnt! (oder auch patriarchalisch) = Vaterherrschaft. 

Dem Nichts kommt Sein gar nicht zu - also kann es nicht sein oder gar andauern, da, wie jeder Kardinal von Augustinus her weiß (siehe auch Kant), alles der Zeitmessung Unterworfene andauern muß, und ohne Veränderung  des Dauernden, Zeitempfinden gar nicht möglich wäre.

Um diese Fundamentaleinsicht zu verschleiern wird "Gott" von der Kirche zu einem Büttel der Kausalität und der Logik interpretiert. 

In puncto reproduzierbaren Ab - Bildern, durch Fantasie kreativ, schöpferisch wie bereits erwähnt, geht das Bilderverbot des Islam übrigens auf diese »Einsicht»  zurück, und basiert auf Gottes Auftrag Moses  gegenüber (Exodus 20,4-5). Die Mißachtung dieses Gebotes und die Konstruktion des Goldenen Kalbes (als Bild eines Bildes) führte übrigens zur Massenabschlachtung von 3000 Israeliten durch die Leviten (Exodus 32, 1-6; 25-29).

In allen drei Denkbereichen, sowohl in jenem der irrationalen Metaphysik und des Glaubens als auch in dem der Naturwissenschaft, ist die Grenze zum  Verständlichen längst überschritten. 

In allen drei Bereichen gelten Wahrheiten nur aufgrund willkürlicher Bilderbögen, die einzig und  allein ihre Ursache in der unanschaulichen Natur des mit ihrer Hilfe Vor - oder Dargestellten haben und das bereits über Jahrtausende hinweg.

Jeder Solipsist (er vertritt die Auffassung daß allein das ich mit  seinen   Erlebnissen wirklich, die Gesamtheit der wahrgenommenen Außenwelt  dagegen   bloße Vorstellung sei...bei Stirner wird´s dann noch fataler...etc.)   wird argumentieren, daß schon der »Terminus»  »entworfen»  voraussetzt, daß die Welt eines jedem nur in seinem Bewußtsein da ist. Bingo! verbleibt nur zu » konzedieren»  - Solipsisten sind per se nicht aushebelbar. Der Unterschied zum realistischen Konstruktivisten besteht allerdings darin, daß jener dem an sich (und nur!) logischen Standpunkt des  Solipsisten den Primat des Praktischen entgegensetzt und wie Rupert Riedl (- Erkenntnisvermögen als Produkt Biologischer Evolution) als auch 

(Konrad Lorenz, Werke: Das sogenannte Böse - Zur Naturgeschichte der Aggression 1963 usw.) argumentiert: 

dieser stellt sich einige Solipsisten in der Steppe im Schatten eines Baumes vor. Plötzlich nähert sich ein Nashorn und greift an. Riedl verwettet alles dafür, daß sich selbst der radikalste Solipsist auf den Baum flüchtet- wo sich doch (der Überzeugung des Solipsisten nach) das  Nashorn nur im Kopf des Erlebenden befindet! 

Leider hat sich auch die Naturwissenschaft auf diese Art Ihres Fortschreitens tatsächlich von dem entfernt, was sie ursprünglich  beabsichtigt hatte: die Welt erklären zu wollen. Heute erklärt sie nur noch scheinbar: 

Die heutige Wissenschaft formuliert die Welt in mathematische Funktionen n- dimensionaler, fraktaler Wahrscheinlichkeiten ( Heisenbergs Unschärferelation); postuliert chaotisch - strukturierte (nur in der Alltagssprache ein Widerspruch!) Ordnungen und berechnet die Wahrscheinlichkeit mit der computeranimierte Modelle der »Wirklichkeit»  entsprechen.

Vorstellbar ist längst nichts mehr im Gebäude der Physik; Demokrits »Atome und das Leere»  haben sich aufgelöst in unanschauliche Kräfte, von denen die einzige permanent erlebbare, die Gravitation nämlich, zwar Ihren Platz im physikalischen Bild der Wechselwirkungen hat, im Grunde genommen aber überhaupt nicht erklärt ist. Weder sind Gravitationswellen noch ist das Graviton experimentell nachgewiesen. (siehe CERN bei Genf !!!)

Völlig unvorstellbar also wird die »Erklärung» der Gravitation, jener Kraft, die wir am unmittelbarsten erleben - vom Tag unserer Geburt an. Hier sind im Standardmodell der Physik sowohl die Gravitations»wellen» als auch das » Boson» der Gravitation, das »Graviton»  rein hypothetisch;  und es sind dafür mehrere zig-Tonnen schwere Detektoren errichtet  worden.(CERN bei Genf, Schweiz) und was Sigmund Freud über die männliche Besessenheit, was Größe anbelangt bemerkt hat, ist auch heute noch gelebte Realität...und zwar seit jeher.

Also ist die Gravitation eine instantane Kraft !?  Naturwissenschaftlich undenkbar, ein Frevel diese Frage. Aber: Alles er-klärt? Vorstellungsmäßig befriedigend? Widerspruchsfrei? Logisch? Kausal zwingend? Die GUT (grand unification theory) der Versuch alle 4 bekannten Kräfte   unter ein Rechenmodell zu vereinen, scheitert an der » Sperrigkeit »  der Gravitation. Selbst der Begriff der »Wirklichkeit » ist entwirklicht worden.


E = mc². Diese mathematisierte Form der »Energie-Gleichung» drückt üblicherweise dualistisches Denken aus: Es werden beide Seiten der Gleichung gleich gesetzt. In monistischer Interpretation handelt es sich um den Ausdruck untrennbarer Einheit. Das widerspricht im Prinzip nicht der naturwissenschaftlichen Sicht: E und m sind auch in der Relativitätstheorie nicht wirklich trennbar, sondern zwei Ausprägungen desselben Einen.

 Physikalisch bedeutet dies: Qualitatives (im allgemeinsten: Energie) äußerst sich nur als Existierendes (Dingliches, Dauerndes) bzw. an ihm (Veränderung!). Es entspricht diese Einheit dem aristotelischen » geformten Stoff» , wobei es weder » stoffreie Form »  geben, noch » formloser Stoff»  existieren kann, wie es der Dualismus !!! vorsieht. Eine dualistische Trennung »beider»  ist nicht möglich, also auch nicht wirklich.


Leider passiert dies in der Theorie der Bindungsteilchen im Rahmen der Elementarteilchenphysik.

Was ist das kleinste, unteilbare Teilchen? Ein Teilchen muß - schon aufgrund des Begriffes »Teil» - teilbar sein. Erst ein Un- Teilchen wäre unteilbar.
 Sind es tatsächlich die Quarks? Nach einer der neuesten Theorien (Superstrings) nicht. Auch der Umstand, daß sich die 6 bzw. 12 Quarks in ihren Massen um den Faktor 10000 unterscheiden, spricht dagegen. Als hypothetische Unterstruktur gelten die »Rishonen».


Wie sinnvoll ist es, weiter zu teilen?

Bis zu jenem Punkt, an dem die Energie, die zur Teilung aufgewendet werden muß, so groß wird, daß sie das Teilchen ungeteilt vernichtet und als neues, identisches Teilchen wieder entstehen läßt (materialisiert).


Wie verhält es sich mit Photonen und Elektronen ? Photonen haben keine Ruhmasse, repräsentieren also - weil nicht träge, weder beschleunigbar noch abbremsbar, ergo nicht veränderbar - keine vereinzelten, konkretisierten Existierende. Elektronen haben nach der Heisenbergschen Unschärferelation keinen gleichzeitig bestimmbaren Ort und Impuls. Sind sie noch vereinzelte, konkrete Existierende?


Nein. Man spricht auch heute eher von »verschmierter Elektronenwolke» mit Wahrscheinlichkeitszuständen.

Die schwache und die starke Kernkraft »besteht» aus Vektor - Bosonen und Gluonen (vom Englischen to glew = zusammenkleben), die ebenfalls als Feldquanten gelten.
 Alle diese Feldquanten werden selbst als Elementarteilchen (Bindungs-Teilchen) verstanden, die mit anderen Elementarteilchen (Materie-Teilchen) wechselwirken und ausgetauscht werden können (Wechselwirkungsquanten). Siehe Quantenfeldtheorie.


Die vier Kräfte werden unter dem weitläufigen Begriff der Energie (in diesem Fall: Feldenergie) zusammengefaßt.

Die Definitionen » Energie ist gleich Arbeit in der Zeiteinheit »  oder » E = mc² »  sind nur zwei willkürlich herausgegriffene Formalismen von vielen. Was Energie » wirklich »  ist, weiß niemand, wobei der Begriff »wirklich»  schon ausdrückt, was etwas (z. B. Licht als ein Spezialfall der elektromagnetischen Feldenergie) für uns nur sein kann: das nämlich, als was es auf uns wirkt.

 Es gibt keine gleichförmige Ortsveränderung.


Die einfachste Form einer ungleichförmigen (=veränderlichen) Ortsveränderung ist die Kreisbahn, in der stetig die Richtung (=von der Tangente zum Mittelpunkt hin) geändert wird. Da aber auch diese Kreisbahn eine stete Änderung wäre (da ihre Krümmung gleich ist!), muß auch die Krümmung der Veränderung unterliegen: Die einfachste Form stetiger Veränderung einer Kreisbahn ist die Ellipsenbahn (Planetenbewegung). Da auch eine Ellipsenbahn eine zyklische Änderung (also eine stete) erfährt, muß auch sie sich ändern: Dies erfolgt durch Bahnstörungen als Folge der Gravitation der umgebenden Gestirne. Dazu kommt die Bewegung der Fixsterne um den Galaxiemittelpunkt und die (nur nach dem Urknallmodell gültige) Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien.

Da aber jede Änderung eine Abfolge verlangt (ändern kann sich nur etwas, wenn ein Zustand einem anderen folgt), kommt es zum Phänomen der fortschreitenden Entwicklung (=Evolution). Fortschreiten ist immer eine Abfolge, unabhängig von der Orts- oder Zeitrichtung! (Dauer)


Beobachtet Bewußtsein dieses Forschreiten, kommt der Faktor Zeit hinzu: Die Folge von Zuständen wird zum Vorher, Jetzt und Nachher, wobei auch das Jetzt niemals statisch sein kann.


Die (unumkehrbare) Aufeinanderfolge von Zuständen heißt in der Physik Zeitpfeil: das in einer einzig möglichen Richtung Fortschreiten des Geschehens. Daher ist jeder Gedanke an eine »Umkehrung»  der Zeit, absurd. Auch bei »Zeitumkehr» folgte ein Zustand (Ereignis) auf den (das) andere, und es erschiene uns normal (=kausal unbedenklich), daß auf Scherben eine intakte Vase folgte!
 

Wir haben, aller Technologien zum Trotz, eine Dorfmentalität, wie zu primitiven Zeiten. Wenn ein Lichtstrahl durch einen Prisma fällt, ergeben sich die Regenbogenfarben, etwas » Komplexeres » , - für manche ein Schöpfungsakt...

Beim Doppelspaltversuch entstehen plötzlich Interferenzmuster auf dem dahinterliegenden Schirm durch Öffnen des zweiten Spaltes - ein » Schöpfungsakt » ? Der Mensch ist ein mit reflexionsfähiger Sprache begabtes Wesen, der unaufhörlich und permanent fragende Mensch nämlich, der und weil ohne die Sprache die vielleicht 2600 Individuen aus der Spezies homo sapiens, die vor 160 000 Jahren lebten, wohl kaum die Evolutionsbedingungen gefunden hätten, die Ihnen die Ausbreitung in eine Kolonie mit mehr als sieben Milliarden Menschen ermöglicht haben !

In einem All ohne sich - in Lebewesen - manifestierenden Bewusstsein, gäbe es keine Zeit und keine Bewegung, wohl aber Dauer und gerichtete Veränderung. Und Folge wäre auch dann unumkehrbare Folge.

Das » t » der Physik meint, genau genommen, auch nie »die Zeit»  als etwas vom Bewußtsein Unabhängiges, sondern stets nur jene relative Spanne einer stattfindenden Veränderung, soweit sie beobachtbar (=bewußt) und damit zeitlich interpretierbar ist. 

Die Vorstellung der absoluten Zeit Newtons ist ja bekanntlich aus Gründen der Beobachtbarkeit (» Signalübertragung» ) durch Einstein fallen gelassen worden, bzw. stellt die absolute Zeit nur den Sonderfall dar, das gesamte All als ein Inertialsystem zu betrachten.


- Ein Inertialsystem ist ein gleichförmig, also nicht beschleunigtes, i. e. » unverändert»  bewegtes, hypothetisches, rechnerisches Bezugssystem, das quasi den Beobachtungsraum des Beobachters umfaßt. 

Die physikalische Bezeichnung dieses Beobachtungsraumes ist Lichtkegel, jener beobachtbare Raum, der innerhalb der Reichweite der möglichen Signalübertragung (der Lichgeschwindigkeit c) liegt. Die Beobachtung (das Bewußtsein) fließt in der modernen Physik immer mit in den Formalismus ein.


Dies wird in der modernen Kosmogonie durch die Einführung eines hypothetischen Hyperraumes, in den die » vierdimensionale Raumzeit »  » eingebettet »  ist, vollzogen. Es wird damit über die theoretisch unendlich vielen Zeiten der unterschiedlich bewegten und beobachtenden Physiker (Zwillingsparadoxon) eine » absolute Hyperzeit»  konstruiert, Newtons Idee also von hinten herum wieder eingeführt!

- eine dualistische Konstruktion, die in den unendlichen Regreß führt - denn auch die Hyperzeit müßte » fließen ».


Singularität jedoch ist nicht erfahrbar! (Singularität bezeichnet man in Physik und Astronomie Zustände, bei denen die betrachteten Massen und die Raumzeit in einem einzigen Punkt (mathematisch) oder in einem nicht näher bekannten physikalischen Zustand sehr geringer Ausdehnung, aber extrem hoher Dichte zusammenfallen - z. B. Schwarze Löcher mit mehreren Millionen Sonnenmassen)

Hinfällig daher alle mehr oder weniger feinsinnigen kosmologischen Überlegungen nach zeitlicher Fixierung des Urknalls und ebensolcher des Big Crunch, des postulierten Zusammenstürzens unserer Welt

Urknall und Big Crunch werden dabei als Singularität(en) begriffen, als » ereignislose Zustände» , » in »  » denen»  jede Unterscheidungsmöglichkeit fehlt. Sie » existieren»  nicht als Einzelereignisse in Raum und Zeit und sind daher weder lokalisierbar noch zeitlich bestimmbar. Was bestimmbar ist, sind die ersten bzw. letzten Ereignisse, die stattfinden, sobald bzw. solange es » die Raumzeit »  gibt und mit ihr Dinge (vorerst nur bzw. noch als Elementarteilchen) existieren.

Den Begriff » Singularität » als Zustand kosmischer Nichtbeschreibbarkeit zu pluralisieren ist allerdings grammatikalisch genau so falsch, wie das Nichts » sein » zu lassen. Big Bang und Big Crunch sind daher nur im Dualismus unterschiedene Singularität(en): Sie » trennen» zirka 30 Milliarden Jahre Weltgeschehen, also ein Äon oder Weltalter.


In der dualistisch arbeitenden Naturwissenschaft wird daher dieser unvorstellbare Raum als » vorstellbare »  Summe von » Feldern »  beschrieben und damit - weil jetzt quantifiziert durch Feldlinien und - quanten - manipulierbar. Zu dieser » Vorstellbarkeit »  gehören alle Darstellungsversuche, etwa jene der trichterförmigen Netzstrukturen, um die » Einsenkung »  von Massen im » Gravitationsfeld »  zu demonstrieren. Auch die Einsenkung von Massen und Schwarzen Löchern in die » vier-dimensionale »  Raumzeit wird gerne so - unter Zuhilfenahme eines » flachen Hyperraums »  - dargestellt.


Schon Aristoteles hat in seinem » Dritten Menschen » auf den unendlichen Regreß einer solchen Voraussetzungsproblematik ad infinitum hingewiesen: die Voraussetzung der Voraussetzung der Voraussetzung... Die angewandte Voraussetzungsproblematik ergibt weder Sinn noch Lösung und bleibt im quantitativen Denken hängen.


Notwendig bedeutet, ein Zustand ergibt sich zwingend aus einem anderen. Die Notwendigkeit wird als Kausalität interpretiert, wenn das Bewußtsein eine Ursache-Wirkungs-Verknüpfung konstruiert, indem sie zwei oder mehrere Zustände miteinander in Beziehung setzt. 

Kausalnexi werden vom Bewußtsein nur vermutet und an der Natur erst durch Experimente überprüft. Vielfach stellen sich dabei solche Ursache-Wirkungs-Ketten als falsch heraus - es kommt zu Theorienwechseln. 

In der Natur gibt es nur Wahres.

Teilbar ist nur Wesensgleiches: das Messer teilt die Butter - und beides sind Materielles. Wesensungleiches ist ergo nicht trennbar.

Nur im Dualismus ist »Gott»  von »seiner»  Welt getrennt und schließt er mit seinem »auserwählten» Volk etwa einen Bund - eine Absurdität!


Ordnung (=definierte Gesetzmäßigkeit) ist immer Leistung von Vernunft, als eine Methode von Bewußtsein:

Sie entsteht aus Vergleichen und Hierarchisieren von Beobachtetem. Strukturen, die unabhängig von Bewußtsein bestehen, werden von der Vernunft als Ordnung(en) interpretiert. Es ist letztlich die Leistung der Naturwissenschaft, Gesetze aufzustellen, die in ihrer Ordnung (=mathematisiert in Form von Gleichungen) den vorgegebenen Strukturen maximal (aber eben niemals optimal) entsprechen, sie aber nie komplett erklären können!

 Die Welt als Ganze [ = All(es) ] könnte nur einem oder etwas ihr Entgegengesetztem gegenüber beginnen oder enden. Was wäre dem All (em) aber außerhalb?

- In der Religion gibt es dafür die Bezeichung bzw. die Metapher »Gott» , den aber kennt die Naturwissenschaft nicht, von »ihm» hat sie schon vor 300 Jahren abgesehen, nämlich mit dem Beginn der Aufklärung. (Immanuel Kant)


Läßt »Gott»  den Zufall zu, ist »Gott»  nicht allmächtig. Es pfuschte Ihm ja der Zufall beständig in seine » Schöpfung »  und wäre somit eigentlicher Herr.

Im Christentum wird dieser Pfuscher übrigens mit »Teufel» oder »Luzifer» ( = Lichtträger) bezeichnet, womit ein mythischer Begriff durchaus Naturwissenschaftliches umschriebe - Lichtträger sind Photonen, die Quanten der elektromagnetischen Kraft. Und Quanten sind per se unverursacht, weil spontan in ihrer Entstehung, und somit - zumindest vordergründig - bzw. vorläufig: zufällig!

Wie gezeigt wurde, hat sich an der Qualität des Wissens seit Demokrit und Aristoteles nicht viel geändert, wohl aber an der Quantität. Nach wie vor pendelt das Naturwissenschaftliche Denken zwischen den » Atomen und dem Leeren » (heute: Masse - Energie - Äquivalent und wechselwirkender Nahwirkung) ! Zufall und Kausalität (Wahrscheinlichkeit, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Spontaneität) Der Welle - Teilchen - Dualismus gilt »nicht»  als Widerspruch, da mit seiner » Entdeckung» 

- (besser : Einführung) in der Physik bewusst wurde, daß die Natur des Lichts (also das eigentliche des Lichtes !) und später aller Elementar »teilchen»  nur in Bildern von Partikeln oder Wellen vorstell - und somit verstehbar war.

Der Spin von Elementarteilchen ist ein anderes Beispiel für die Grenze der Vorstellung: Was immer man unter» Spin» verstehen mag - es dreht  sich nichts; also kann man sich auch nichts vorstellen. Was bedeuten ganz- und halbzahlige Spinwerte von 0, 1, 2... 1/2, 3/2, und 5/2 und zwar jeweils in Einheiten der Quantentheorie ? Quanten sind per definitionem nichts Ausgedehntes, weil sie nichts Zusammengesetztes sind.

Deshalb wurden sie auch erfunden und nicht gefunden, da »finden» im Sinne von im Raum Lokalisierbarem kann man nur etwas Ausgedehntes, Dingliches.

Die Materiequanten (Quarks und Leptonen) ermöglichen (!) ja erst über die Feldquanten (Wechselwirkungs - quanten) die Bildung von Körpern (=  Dingen) und spannen erst über das auf diese Weise zustande gekommene Materielle den aktualen Raum auf. Sie realisieren also aufgrund ihres Aufbaus zum Materiellen aus der Möglichkeit der Quantenwelt einerseits den Raum (ihr Auseinander) und andererseits die Existenz der vielen materiell Vereinzelten (ihre Identität und Unterschiedenheit);

in diesem Sinn tritt tatsächlich aus der Möglichkeit (des potentiellen   Raumes) die Realität der existierenden Dinge (= Materie) heraus (vom  lat.: ex - sistere = heraustreten)


Etwas Nicht - Ausgedehntes nimmt aber weder Raum ein - noch bedarf es  des Raumes. Es ist null-dimensional - die Physiker sprechen hier gerne von punktförmig. Etwas Nicht - Ausgedehntes hat aber auch keinen Abstand zu   etwas anderem. Denn » Abstand » bedeutet immer » Zwischenraum » , der zwei   Ausgedehnte trennt !!! Sie können auch praktisch und jeder Tischler  bzw.


Schneider tut es - einen Maßstab dazwischenlegen und diesen  entsprechend   beimessen. Hier wird in der Wissenschaft oft propagiert, dass ein Ausdehnungsverhalten erzeugt werden konnte und somit der Quatencomputer  immer wahrscheinlicher (!) wird. - Der unbedarfte (Leser) = Laie läßt sich ohnehin leicht manipulieren. Denn genau die Wahrscheinlichkeit ist es (Heisenbergs   Unschärferelation) die diese paradoxen Aussagen in die Schranken verweist.


Quanten sind reine Konstrukte - Er - Findungen des menschlichen Geistes   (besser unseres Bewußseins), mit denen wir Meßergebnisse » dingfest »  machen. Wir erfinden Dinge, die keine sein dürfen ! , denen wir unsere Meßergebnisse aber zuordnen (aufprägen).

Und selbst diese stabilen und messbaren Zustände (Pointer Zustände), werden  von jenen erst in Ihren Meßapparaturen (Detektoren) realisiert. - Prof. Dr. h.c. A. Zeilinger (Quantenphysiker):


» Wir kommen nicht um die Schlußfolgerung herum, daß wir nur über   bestimmte experimentelle Ergebnisse sprechen können, die auf Messungen  beruhen» . » Bin kein Freund des EPR - Effekts (Paradoxon) - (Einstein, Podolsky, Rosen) sondern der Kopenhagener Deutung, wir müssen uns wohl von dem naiven Realismus, nach dem die Welt an sich existiert, ohne unser Zutun und unabhängig von unserer Beobachtung, irgendwann verabschieden.»  

Jürgen Habermas hat bekanntlich darauf hingewiesen, daß die großen Kränkungen, die das neuzeitliche Subjekt seit Kopernikus und Kepler, (-und von uns noch erwähnt, Charles Darwin der uns auf unsere » tierische »    Herkunft aufmerksam machte, I. Kant, Sigmund Freud, der uns darauf  hinwies dass wir nicht Herr im eigenen Haus sondern nur Hausknechte,  der uns beherrschenden Triebe sind - auch wenn einige seiner Thesen später » relativiert »  und korrigiert wurden, zeigen neueste neurolog.

Erkenntnisse, dass unser Wollen, Denken und Handeln weitgehend von  limbischen Gehirnstrukturen gesteuert werden, die grundsätzlich unterbewusst arbeiten-), erfahren hat, bis hinein in die jüngste, biotechnische Kränkung der Eigenliebe, die uns der Verfügung über den eigenen Leib zu entheben versucht, » Dezentrierungserscheinungen »  gewesen sind. 

Mit weitaus verheerenderen Folgen für unser überliefertes Selbst - Verständnis als alle bisherigen, ist wohl die reduktionistische Erklärung des Geistes.


Ihr zufolge ist der Geist nichts anderes als das Gehirn. Für einen Molekularbiologen sind wir nichts anderes als ein » Haufen Neuronen » das klingt zwar etwas banal, ändert jedoch nichts an der Tatsache dass unser Wissen über das Gehirn und dessen Leistungen, in einem fundamentalen Sinne unvollständig ist.

Wir haben nicht die geringste Ahnung, wie das bewusste Erleben, das uns nur in der Ersten -Person - Perspektive zugänglich ist, aus objektiv beschreibbaren Hirnprozessen hervorgeht. Erst wenn wir wüssten, wie und warum Hirnprozesse bewußtes Erleben hervorbringen, könnten wir diese Erklärungslücke überwinden.


Wir tappen im Dunkeln darüber, wie Bewußtsein in die natürliche Ordnung passt. Das Bewußtsein bildet das größte Hindernis auf dem Weg zu einem wissenschaftlichen Verständnis des Menschen und des Universums.

 
Unser Hirn spricht in erster Linie nicht in Worten oder Bildern mit sich selbst und dem Rest des Körpers, nicht in Bits oder Chemischen Impulsen, sondern in der Sprache von Wellen - Interferenzen der Phase, Amplitude, Frequenz, dem Spektralbereich.

 


Die bereits von Habermas erwähnten » Dezentrierungserscheinungen »  haben die Erde aus der Mitte des Kosmos, den Menschen aus der Mitte der Welt,  den Körper aus der Mitte unserer Ichvorstellung genommen. Die Quantenphysik aber, so sagt Niels Bohr in Michael Frayn’s Stück „Copenhagen»  (1998), stellt den Menschen, den Beobachter wieder zurück in die Mitte des Universums. 

Damit könnte doch der Nachweis des Prinzips, der Nichtlokalität und der Nichtkausalität in der Quantenphysik, die Inthronisierung des Subjekts in den exakten Naturwissenschaften bedeuten.


Das aber wäre tatsächlich ein Umsturz, der die Erfahrung aller neueren Jahrhunderte widerlegt. Er sei kein „Anhänger des Konstruktivismus » , sagt Prof. Dr. hc. Anton Zeilinger, » sondern ein Anhänger der Kopenhagener Interpretation ». 

Danach stellt sich letztlich heraus, daß Information ein wesentlicher Grundbaustein der Welt ist. [Und natürlich auch der Transport, letzterer vorallem da, wo sich Flüssigkeiten realisieren; (Aminosäuren, Nukleinsäuren)] . . .


Österreich, also das Land, das in puncto Quantenphysik  (Quantenmechanik)   führend ist (A. Zeilinger), hat sich im Mai 2009, offiziell aus finanziellen Gründen, vom » Projekt »  CERN (bei Genf), verabschiedet. Der finanzielle Aspekt war wohl nicht dringendes Motiv, vielmehr die Erkenntnis eines  sich  abzeichnenden kollabierenden Projektes und die » wissenschaftliche Utopie »  im » Niemandsland »  namentlich CERN, das den Verlust der » Freiheit »  durch Perfektion von Technik und Wissenschaft, allerdings nicht mit den Mitteln der klassischen Utopie beschließt, weil es in den Wissenschaften keinen  Konsens darüber gibt, was man unter dem Begriff der Utopie zu verstehen hat...maybe CERN ?...maybe... 

Prof. Dr. Konstantin Meyl hat in "Die Medienzensur in der Wissenschaft" diesen Umstand mit "The older the boy, the bigger the toy" umschrieben.


Sehen Sie auch: 

Update: Gravitation - Hypothesen und Realität

 


Das Zitat des Prof. Dr. Dr. hc. A. Zeilinger:


» Wir kommen nicht um die Schlusfolgerung herum, daß wir nur über bestimmte Ergebnisse sprechen können, die auf Messungen beruhen».


Quanten sind nichts Reales, sondern nur Bilder (Muster) möglicher (elementarer) - Zustände ! und selbst diese Zustände werden von den Meßoperatoren erst in deren Meßapparaturen realisiert.


Es ist genau diese unsere Vorstellungssucht, die zu unweigerlichen Fehlschlüssen führt.


Der (Miß-) Erfolg davon: Kein Physiker weiß, was Gravitation wirklich ist. Das » Problem » des » Welle-Teilchen - Dualismus »  des Lichts (Photons) ist ungelöst und kann auch nie gelöst werden, weil wir mit diesen Begriffen - die  plumpe Vorstellung, also Abbildungen sind, die immer an real Teilbarem und real Schwingendem klammern.

Die Quanten-» Teleportation »,  nach Prof. Dr. Dr. h.c. (honoris causa = ehrenhalber) Zeilinger**, der am 23. Januar ´06 im Wiener Rathaus  (Wiener Vorlesungen) offenherzig verkündete: » Teleportation wird es nie geben » folgt diesem Anspruch (damals Innsbruck, heute Wien) ...


Denn »teleportiert»  wurde nicht die Masse (falls man davon überhaupt sprechen kann) sondern die Information der » Teilchen ».


Noch im Juni 2000 konnte man in Spektrum der Wissenschaft lesen:  » Beamen »  - die blitzschnelle Fernübertragung von Objekten in Form purer   Informationen - ist kein Science-Fiction-Traum mehr. Zumindest an einzelnen Lichtquanten ist das Kunststück demonstriert worden, dabei kommen  exotische   Quanteneffekte ins Spiel.


Heute ist vom Sensationsgedanken » Beamen», nicht mehr viel geblieben, außer der Gewissheit, dass mit der vermeintlichen »Entdeckung»  eines  »neuen» Phänomens ein »neues»  Technologiepotential, was auch zu erwarten wahr, geschaffen wurde. ...


Ohne Bewußsein keine Zeit, ja nicht einmal Bewegung - aber durchaus Veränderung. Wie diese Veränderung aussieht, wenn niemand hinsieht,  weiß niemand. Sie ist auch nicht beschreibbar, weil beschreiben immer  Hinsehen voraussetzt. 

Wir ziehen daher den Ausdruck Raum- Veränderungs- Kontinuum dem eingeführten Begriff des » Raum-Zeit-Kontinuums» vor, weil die klassische Physik (nicht aber die Quantenphysik) vom Bewußtsein abgesehen hat; dieses kommt in der mechanistischen Physik nicht vor, wohl aber in der Quantenphysik !!!

 

Wieso reagieren Menschen in Massen, Mengen oder Gruppen (in gewissen Fällen sogar als einzelne) von den Autoren bis Benedikt XVI (Kardinal Ratzinger) dem Großinquisitor und Papst Franziskus über die Jahrtausende hinweg immer gleich?

- Man muß ihnen das vom Propagierenden Beabsichtigte nur richtig aufbereiten (überigens immer nach demselben Rezept), und schon mundet es; als » gruppendynamisches Verhalten » (in Extremfällen » Massenpsychose » ) bezeichnend. 

Dies hatte auch schon Propagandaminister Josef Goebbels erkannt, der damals schon von Paulus alles propagandistisch Verwertbare verwendet hatte. 

Stets aber unterscheidet sich komplexes Verhalten einer Menge von dem Verhalten des einzelnen. - Schöpfungsakt ??? Daß kausales Erklären der »Welt» aber ein Akt (eine Methode zum Erkenntnisgewinn!) von Selbstbewusstsein ist, wird von jenen nicht erwähnt.

Kausalität wirkt gar nicht in der Natur und unabhängig von Ursache-Wirkung konstruierendem Selbstbewußtsein. Vielmehr sind wir es, die Kausalität in die Natur hineinsehen und damit das Werden erklären.


Beim Doppelspaltversuch entstehen plötzlich Interferenzmuster auf dem dahinterliegenden Schirm durch Öffnen des zweiten Spaltes - ein »Schöpfungsakt » ? Dass sich die Menscheit vom Hominiden zum Homo Sapiens  zivilisiert hat, das ist möglicherweise als »Wunder» anzusehen!


Wieso reagieren Menschen in Massen, Mengen oder Gruppen (in gewissen Fällen sogar als einzelne) vom Autor bis Benedikt XVI (Kardinal  Ratzinger)   über die Jahrtausende hinweg immer gleich? 


- Man muß ihnen das vom Propagierenden Beabsichtigte nur richtig    aufbereiten (überigens immer nach demselben Rezept), und schon mundet es; als » gruppendynamisches Verhalten» (in Extremfällen » Massenpsychose» )   bezeichnend.

Dies hat auch schon Propagandaminister Josef Goebbels  erkannt, der damals schon von Paulus alles propagandistisch Verwertbare verwendet hatte.  

Stets aber unterscheidet sich komplexes Verhalten einer Menge von dem des einzelnen. -

Schöpfungsakt ??? Daß kausales Erklären der »Welt»  aber ein Akt (eine Methode zum Erkenntnisgewinn!) von Selbstbewusstsein ist, wird von jenen nicht erwähnt.


Kausalität wirkt gar nicht in der Natur (» Schöpfung» ) und unabhängig von Ursache-Wirkung konstruierendem Selbstbewußtsein.

Vielmehr sind wir es,  die Kausalität in die Natur hineinsehen und damit das Werden erklären.


Eine solche (Bewußtseins) - Spaltung, wie oben erwähnt, trat imübertragenen Sinne auch vor der Anerkennung der Quantentheorie als  » neue » Naturwissenschaft auf - siehe die Widerstände Einsteins gegen die  Quantentheorie - da Er sich in ihr durchaus im Sinne Sigmund Freuds, nicht heimisch fühlte, sie war ihm un» heimlich».

Heimisch fühlte sich Einstein nur in der Welt der exakten Mathematik, der Berechenbarkeit, der vermeintlichen Widerspruchsfreiheit.


Deshalb steht auch »Gott»  nicht in der Alternative von Zufall und  Kausalität; der vermeintlich aufgeklärte Geist des modernen Menschen ist gar nicht  so aufgeklärt - sonst konstruierte er nicht Zufall (Chaos) und Kausalität (Ordnung) zu weltkonstituierenden Prinzipien, um die Welt besser erklären und verstehen zu können.


Und das Chaos haben wir im übertragenen Sinne bei jeder Supernova-Explosion in Sternentstehungsgebieten (Gamma-Ray-Bursts,  relativistische Astrophysik), entsprechend da, wo Singularität auftritt, aus der letztlich unsere Milchstraße und  »unser»  Sonnensystem entstanden ist - eines von Unzähligen!


- Allerdings das einzigste, das Leben wie wir es kennen hervorbringen konnte und zwar weil diese Vorraussetzungen dieses Leben hervorgebracht  haben (Erde Mond - Konstellation) ansonsten wäre die Erde unter Umständen zu  nah an der Sonne und eine »zweite»  Venus, mit Temperaturen bei der es nie  eine Evolution gegeben hätte und zwar aufgrund des nicht Vorhandenseins von Wasser!!!

Leben muß permanent entstehen - und zwar im gesamten Universum, wo sich Flüssigkeiten realisieren und hat auch mit Zufall nichts  gemeinsam. Denn Zufall ist ja nur eine Metapher für: » Ich kann keine kausale Verknüpfung erkennen»  und hängt damit von zwei Prämissen ab: vom  Glauben an die unbedingte Gültigkeit der Kausalität und von der Erkenntnisfähigkeit des Urteilenden.


Zufall ist also nie etwas an sich seiendes, etwas das es  außerhalb menschlichen Denkens bzw. Begreifens gäbe, sondern nur Ausdruck der Beschränktheit menschlicher Erkenntnisfähigkeit.


Demzufolge löst bei einer Polarisierungsmessung ein Klicken des Detektors in unserem Geist die Konstruktion eines Bildes aus, in dem das » Photon » zum Zeitpunkt der Messung eine bestimmte Polarisation hatte. . .


Es sind ja wir, die den aufgespalteten Lichtstrahl aufgrund seines Gangs durch einen linearen Kristall (Beta - Bariumborat oder Calcit) als unterschiedliche Qantenströme (ultraviolettphoton -niedrig energetische »Photonen»  interpretieren oder als dupliziertes Lichtwellen »paket» .


Die beiden Lichtstrahlen »bestehen»  aber weder aus Quanten, noch sind sie eine gebündelte Transversalwelle... Wir interpretieren das Licht nur als, aus Partikel bestehend oder sich als Welle ausbreitend. Das Quantenpaar, das wir aufgrund der Polarisation der beiden Lichtstrahlen er-finden,  ist ja gar nicht polarisiert ! Wie sollte ein nicht ausgedehntes einzelnes Teilchen »polarisiert»  sein,   wo doch Polarisation nur eine Eigenschaft einer Schwingung, also einer  Welle sein kann ? !  


Und das Bild eines schwingenden Quants ist ja doch etwas   simpel - es würde auch den Doppelspaltversuch nicht erklären.**


Die Physik scheint hier vor eimen großen Problem zu stehen...


Was immer verschränkte Quanten auch sein mögen; Sie sind nicht durch das Raum- (Zeit) Veränderungs-Kontinuum voneinander getrennt als Ausdehnungsloses ist es in seiner Möglichkeitswelt vom anderen (mit ihm verschränkten) Quant weder getrennt noch entfernt.

Was wir als Beobachtende wahrnehmen, sind getrennte Lichtstrahlen: Der Kristall hat ja tatsächlich einen Lichtstrahl in zwei Lichtstrahlen   aufgespaltet: Aber das, war wir sehen, ist die Reaktion des  aufgespalteten   Lichtstrahls mit Materie (Kristall, Bildschirm, Rauch, Detektoren etc.), aber niemals das Licht selbst.


Das Kunstwort » Superposition »  beweist es. Es drückt aus, was realiter gar nicht sein kann. » Beide »  Teilchen des verschränkten Photonenpaares  haben die Möglichkeit, sowohl vertikal als auch horizontal oder auch zirkulär polarisiert zu werden ! -


Aber nicht zu sein - aus einer möglichen »Superposition»  in eine reale Polarisation, die eindeutig eine Erscheinung (und damit Veränderung) in unserem Raum - Veränderungs - Kontinuums ist.

Die Realisierung findet in unserem Mesokosmos statt. Auch in puncto » Schrödingers Katze»  dem von Erwin Schrödinger  erfundenen Gedankenexperiment, bei der eine Katze zusammen mit einem Geigerschen Zählrohr in eine Blackbox gepackt wird, wobei über diesen physikalischen Apparat  ein   radioaktives Präparat (geringer Menge) in der nächsten Stunde, den Zerfall eines Atoms erfahren wird - wann ist ungewiss. Wenn das Atom zerfällt wird es über den Geigerzähler einen elektrischen Impuls auslösen, der einen Hammer auf eine Phiole mit Gift (Cicyan) fallen lässt usw. hierbei ist es  völlig müßig zu theoretisieren. Hier wurden quasi die Polarisationszustände durch » tot»  oder » lebendig»  ersetzt.  Bei der Schrödingerschen Katze ist (aufgrund unserer mesokosmischen Erfahrung) diese ja schon tot - oder lebendig, bevor wir in die Blackbox   schauen. Wir wissen es vorher nur nicht. Für Quantenphysiker jedoch  eine   unbestätigte Behauptung, mit der wohl die meisten nicht einverstanden  wären (   hier tut sich eben die Kluft zwischen Mikro- und Mesokosmos auf. Im  Mesokomos können wir auf Erfahrung rekurrieren - im Mikrokosmos gibt es keine Erfahrung !).


Als Beobachtung gälte übrigens nicht nur das Deckelöffnen und Hineinschauen, sondern auch jede Art von EKG, EEG etc. Bei  verschränkten Photonen sind diese aber nicht schon » vorher»  horizontal oder vertikal, zirkulär   polarisiert und wir wüßten es nur » noch »  nicht; es gibt vielmehr weder  das   eine noch das andere Quant, noch wären sie schon polarisiert,erst  wenn  wir   den » Lichtstrahl »  aus verschränkten » Photonen»  (der weder aus Quanten besteht, noch eine Welle ist) durch das Polarisationsfilter leiten, stellen wir fest - es ist horizontal oder vertikal polarisiert.


Seine Polarisation realisiert sich erst durch die Messung - wir aber haben durch das Öffnen der Blackbox die Schrödingersche Katze nicht getötet oder ihr das Leben gerettet. Tot oder lebendig war sie schon vorher... für Quantenphysiker allerdings nur zu je 50 % (Es gibt nur Wahrscheinliches Mögliches ! - in der Quantenwelt, aber niemals Realisiertes!)


Demzufolge stellt sich heraus:
 Eine Funktion (eine mathematische Gleichung) kann nicht zusammenbrechen es gab überhaupt keine Polarisation vor unserer Messung es gab nicht mal zwei getrennte Quanten; die gibt es nur in unserer Vorstellungswelt. Quanten sind auch nicht auseinander; was nicht realisiert ist, kann auch   nicht getrennt sein. Quanten sind weder unterscheidbare noch getrennt einzelne. Das sind sie nur in unserer Vorstellungswelt: als Teilchen oder  Partikel. 

Siehe CERN...Schon Schrödinger hatte sie nicht als » vereinzelt»   betrachtet,   sondern als einen Zustand, der in einem bestimmten Raumbereich (einem Ausschnitt aus unserer Mesowelt) » verschmiert»  und nur mit einer  gewissen Wahrscheinlichkeit (» Wahrscheinlichkeitsfunktion» ) auftritt...siehe  auch Heisenbergs Unschärferelation.

Die »Quanten» haben sich nicht verändert - ihre zufällige Möglichkeit (= Superposition) ist aber durch unsere Messung zur eindeutigen  Realität   geworden: allerdings weder als (unentschiedene) Superposition   noch als (entschiedene) Position, sondern als eindeutige Polarisation am Meßgerät.

Was Anton Zeilinger versucht, im » Experiment» , in der Theorie und im   wissenschaftlichen Fragen, ist dem gegenüber ein konsequent neuer Schritt, die Auflösung des alten physikalischen Rahmens, die konsequente »Fortentwicklung» der Quantenphysik.


Max Planck selbst ist diese Fortentwicklung unheimlich gewesen, weil sie   (wie Zeilinger verdeutlicht) die Aufgabe der Vorstellung verlangt, » dass alle Phänomene in der Natur kontinuierlich ablaufen» , und weil Planck wie   Einstein, Bohr, Schrödinger, Heisenberg und andere - erkannten, » dass  diese Aufgabe des Kontinuums letztlich eine Aufgabe unseres Weltbildes bedeutet». Die von Zeilinger und seinen Mitarbeitern experimentell bewiesenen (!) Vorgänge der Lichtquanten- oder » Photonen» verschränkung hat Einstein gar, wie bereits erwähnt, als eine »spukhafte Fernwirkung» bezeichnet, an die zu glauben er sich geweigert hat.

» Wir können davon ausgehen», so Zeilingers Aussage, » dass die Welt tatsächlich so verrückt ist, wie Einstein hoffte, dass sie es nicht ist.

Die reduktionistische Erklärung des Geistes durch die Neuromolekularbiologie - Neuropathologie - Neurochemie fand als letzte »Kränkung»  des Menschen bereits statt.

Wir haben, aller Technologien zum Trotz, eine Dorfmentalität, wie zu primitiven Zeiten. Wenn ein Lichtstrahl durch einen Prisma fällt, ergeben sich die Regenbogenfarben, etwas » Komplexeres » , - für manche ein Schöpfungsakt...

Beim Doppelspaltversuch entstehen plötzlich Interferenzmuster auf dem dahinterliegenden Schirm durch Öffnen des zweiten Spaltes - ein » Schöpfungsakt » ? Der Mensch ist ein mit reflexionsfähiger Sprache begabtes Wesen, der unaufhörlich und permanent fragende Mensch nämlich, der und weil ohne die Sprache die vielleicht 2600 Individuen aus der Spezies homo sapiens, die vor 160 000 Jahren lebten, wohl kaum die Evolutionsbedingungen gefunden hätten, die Ihnen die Ausbreitung in eine Kolonie mit mehr als sieben Milliarden Menschen ermöglicht haben !

 

In der Kosmologie (Astrophysik, Astronomie) sind Singularitäten die » entarteten» »Punkte»  im Raum - (Zeit) - Kontinuum  z. B. Urknall bzw. Schwarze Löcher oder auch Quasare; letztere sind Objekte extremer Massenkonzentration.


Die Strahlung unterliegt, wie gewöhnliche Materie aufgrund der Äquivalenz von Masse und Energie, der Gravitation; sie erfährt am Schwarzschild Radius (dem Bereich innerhalb eines kritischen Grenzradius) eine unendlich hohe gravitative Rotverschiebung (= Verschiebung der Spektrallinien nach dem roten Ende des Spektrums, d. h. zur größeren Wellenlänge hin. ( siehe auch Doppler - & Hubble - Effekt!)


z. B.: im Juni 2007 wurde die Entdeckung eines knapp 13 - Milliarden Lichtjahre (Lj.) entfernten Quasars bekanntgegeben.
(Lj.= Strecke, die das Licht inh. eines Jahres zurücklegt im Interstellaren Raum wo bekanntlich ein Vakuum herrscht...) Neuer Entfernungsrekord für diesen Quasar (CFHQS JZ329...) Das Schwarze Loch dieses Quasars besitzt ca. die 500 - Millionen - Fache Masse der Sonne (unserer Sonne, die ist... relativ klein!)
Aus den gemessenen Strahlungsströmen und Entfernungen ergeben sich Strahlungsleistungen von bis zu 10 hoch 15 Sonnenstrahlungsleistungen,
also 1 - Million - Milliarden - Sonnenleuchtkräfte ! - was die, normaler Sternsysteme ums 10000 - Fache übertrifft.
Man geht heute davon aus, dass im Zentrum des Milchstraßensystems, vor allem aber in den Kernen aktiver Sternsysteme (Sternentstehungsgebiete, Super Novaes) speziell der Quasare, sowie in engen »Sonnensystemen» (z. B. Cygnus x-1) Schwarze Löcher existieren. Somit wäre die Singularität weitestgehend genannt...

Wird naturwissenschaftlich Unanschauliches mit Anschaulichkeit beladen, entstehen inadäquate Bilder; diese bilden nur eine Abstraktionsebene ab - die mathematische nämlich.


Aber selbst die ist auch nur ein Modell, und zwar ein rein formales, das auf zweiwertiger Logik basiert. Und die ist bestenfalls eine von vielen Logiken und schon aus diesem Grund mit Sicherheit nicht der Zugang, um ein adäquates Wissen von der Welt zu vermitteln. Dies zu ermöglichen ist allein der rationalistischen Metaphysik vorbehalten (Kant möge mir verzeihen)


Und letztlich arbeiten all jene Physiker auf diesem elitären! - Niveau, (also, die vermeintliche Zugehörigkeit zu einer Elite begründend -  daher dünkelhaft - eingebildet) die wissen, daß auch Ihre Wissenschaft dort angekommen ist, wo die Chinesische Philosophie schon vor 2600 Jahren war: beim Unaussprechlichen, Unvorstellbaren, E i n e n. - Bei Tao!

Luzifer wurde für seinen Frevel gestürzt (= Ursache - Wirkung) und Jesus starb »für»  die Menschen am Kreuze (= Ursache mit Folgewirkung der »Erlösung» , was immer das auch sein mag !) Die Welt entsproß den Griechen noch der Urmutter (Gäa) nach Zeugung durch Chronos (geschlechtlicher Anthropomorphismus von Ursache und Wirkung), unser Kosmos hingegen geht »schon» auf den Urknall zurück und greift damit auf das uns sehr geläufige Bild einer »Explosion» zurück.


● Jeder Zivilisationsstufe ihr entsprechendes anthropomorphes Bild !  
 ● der Kausalität verpflichtet sind sie alle.

 

Da aber »Gott»  einmalig ist, (im geistigen Haus des Kardinals (der Kardinäle) sogar eine »Person» wem gegenüber hätte er es denn nötig, würdig zu sein? Ficht es den Mond an, wenn ihn der Hund anjault !?


Die Olympischen mußten sehr wohl würdevoll sein - Sie waren ja auch eine himmlische Schar und der olympischen Gruppendynamik gehörig unterworfen. Der Vielen wichtigster war Altvater Zeus. - Aber Gott der Eine? - Herr Kardinal ! ?

Es wäre verwunderlich gewesen, hätte K. Schönborn in seinem Artikel nicht auch das Leben per se als Zeugnis der »Existenz»  Gottes angeführt: Er zäumt dabei das Pferd vom Schwanz auf. - Man könnte auch sagen: mit Würde das Pferd vom Schwanz her aufzäumen, wenn dieser argumentiert:


»es seien auf unserem Planeten eine ganze Reihe von Voraussetzungen notwendig, ohne die kein Leben möglich wäre». So geht´s natürlich auch, und der Unbedarfte bornierte (²) Bürger wird ihm händeklatschend in sein geistiges Haus folgen. Dabei ist es »bloß»  umgekehrt: Leben muß permanent entstehen - und zwar im gesamten Universum, wo sich Flüssigkeiten realisieren - wegen des Transports von Informationen. Warum ? - Weil » Gott»  sonst gar nicht wäre!


Also ist auch irdisches Leben entstanden, und zwar nicht, weil die Voraussetzungen so waren, sondern weil eben diese Voraussetzungen dieses Leben hervorgebracht haben: andere Voraussetzungen, anderes Leben, sprich: eine andere Art von Evolution. Evolution aber allemal und ubiquitär im All.


Vielfach wird von ihm erwähnt, dass Er (»Gott» ) diese Welt » zusammenhält»  (und dadurch vor dem Absturz in die »Grube» des Nichts bewahrt), damit sie Schritt für Schritt höhersteige.


In diesem Fall stimmen wir Schönborn sogar zu: die Evolution ist tatsächlich schöferisch - wie jeder Mensch übrigens auch. Weil es notwendig ist, daß das Fortschreiten in der Natur kontingent (gerne verwenden wir Ihren Begriff der Scholastik) erfolgt.

Erfolgte es nämlich nicht notwendigerweise kontingent, wäre Neues gar nicht möglich. Nur aus (Kopier-) Fehlern ergibt sich Neues (Komplexeres), K. Schönborn ist von Darwin wohl nicht sehr amused.

In diesem Sinne ist natürlich auch die Evolution nicht »autonom» , wie K. Schönborn seine Leser- (innen) zu glauben auffordert. Autonom ist Selbstbewusstsein, und auch das nur, wenn es will und sich gegen andere (!) behaupten muß! Seit wann hätte die Evolution - oder gar » Gott » ! Willen? Willen benötigt man nur, um sich gegen andere oder Bedrohendes durch - oder für Interessierendes einzusetzen. Gegen wen oder wofür hätte Gott sich »durch -»  oder gar »einzusetzen» ?


Die Evolution ist daher notwendigerweise auf die Selbstverwirklichung »Gottes»  hin ausgerichtet. Das ist freilich nicht ein Ziel, wie ein Fußballer ein Tor schießen möchte; es ist ein Ziel, das immer schon erreicht ist:

Durch den ewigen einen (!) "Gott", der sich in den unzähligen Selbstbewusstseinen dieser Welt zu allen Zeiten verwirklicht - und in der Vielzahl der Dinge realisiert.


(Formen des Lebens = mechanischer Ordnungspunkt von Materie - lokale Mechanismen kooperativer Systeme, die sich gegen andere, notwendigerweise durchsetzen. Dazu auch Konrad Lorenz: » Das sogenannte Böse»  - zur Naturgeschichte der Aggression (Evolution) »Gott»  (als grammatikalisches Neutrum) ist ewig - aber »"SEINE"»  Welt auch.

Und hätte »ER» uns nicht das von Schönborn angekreidete» vernünftige Verstehen» mitgegeben, hätte »ER» (die Feministinnen mögen mir verzeihen)  sich selbst ausgetrickst und damit sich und die Welt verunmöglicht. Das ist aber nicht einmal »IHM»  möglich: Denn »ER» ist Potenz, nicht aber Impotenz!


Daher gibt es »IHN» und die Welt: aus Zwang zum Sein. Schöpfungsmythos ade. Zur permanenten Schöpfung aber ja ! Das heißt natürlich überhaupt nicht, daß das, was K. Schönborn seinen unkritischen Lesern wohl glauben machen will - »blindes Spiel willkürlichen Zufalls» = Vexierspiel  walte: - mitnichten, Eure Eminenz:

auch Zufälle unterliegen den beschränkten Möglichkeiten ihres Auftretens und sind niemals »blind»; sondern nur Ausdruck der Beschränktheit menschlicher Erkenntnisfähigkeit.

 Und natürlich gilt die Kausalität auch nicht im Makrokosmos. Keine (einsehbare!!!) Ursache kann angegeben werden, warum die Welt überhaupt existiert, was die Galaxien (angeblich) auseinander treibt.

Und was sonst wäre das Kriterium für Ursache, wenn nicht ihre Einsehbarkeit?


Nur aufgrund dieser Einsehbarkeit konstruieren wir ja die Ursache - und bauen darauf die von uns daraus gefolgerten (!) und »Wirkungen»  genannten Ereignisse auf.

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Die » Zehn Gebote »  (revidiert): » Conclusio »


1) Bewegung und Veränderung der Welt sind ohne Anfang und Ende und nicht verursacht


2) Spontan bedeutet, dass etwas Mögliches wirklich wird.


3) Bewegung und Veränderung sind die Grundvoraussetzungen für die Wirklichkeit des Erscheinenden - alles Wirkliche ist bewegt und verändert sich


4) Mögliches ist (Quanten) (sind) nichts Wirkliches und daher, weder bewegt noch verändert, es (sie)  ruht (ruhen)


5) Ruhe beginnt und endet nicht - genausowenig wie die Bewegung und die Veränderung


6) Ruhe entspricht damit dem Begriff des Ewigen


7) Nicht beginnende Bewegung und nicht endende Veränderung entsprechen 

ebenso dem Begriff des Ewigen


8) Aus der Ruhe des Möglichen wird die Bewegung des Wirklichen


9) Der religiöse Begriff für diese Einheit in der Dreiheit lautet » Gott »


10) Gott ist eine Metapher für die Möglichkeit des Wirklichen - Gott ist
 möglich - Schöpfungsmythos - ade!