Toxoplasma gondii - "Erfolgsmodell" der Evolution


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Liste deutscher Dissertationen mit Plagiaten

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"... the world population can exceed easily 8 billion by the year 2020. This was a major subject of discussion at the conference in Rio de Janeiro on the environment two years ago. It was pointed out at the conference that growth is most efficiently managed by the private sector, but regulation of the process by national governments and international bodies is also needed. And once again, United Nations can certainly be among the catalysts and coordinators of this process.”

 - David Rockefeller, Annual UN Ambassadors' Dinner Sep. 14, 1994












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Autoren:


Dr. rer. agr. J. P. Biehler


S. Hab Master of  Science (M. Sc.) 





1.) Zerstörung als "Erfolgsmodell" der Evolution 


&


2.) Sich mit einer schlechten Idee anzustecken, ähnelt der Infektion eines Tieres durch einen Gehirnparasiten




Der Parasit Toxoplasma gondii  | Der einzellige Erreger Toxoplasma gondii wird meist über den Kot von Hauskatzen übertragen. Er übersteht harte Umweltbedingungen jahrelang.

 



Erreger des protozooischen intrazellulären Gewebsparasiten - verwandt mit Plasmodium, dem Erreger der Malaria und Cryptosporidium, haben ein wunderbares Leben: Sobald der einzig wirkliche Gegner – das Immunsystem des Wirtes – mit der Erfahrung von Jahrtausenden ausmanövriert ist, gibt es eigentlich nur noch Dauerschlaraffenland mit Futter frei Haus.  So könnte es ewig weitergehen. Außer man plant eine Familie. Denn mit dem "Entschluss" (evolutionärer Antrieb), viele kleine Nachkommen zu produzieren, beginnt auch für Parasiten der "Ernst des Lebens". Warum, ist schnell erklärt: drohender Platzmangel in der Wirtskörper-Wohnstatt. 


Auf das Problem haben "Parasiten" im Laufe der Evolution verschiedenste Antworten entwickelt. Eine der Sinnigsten heißt Umzug: Ist ein Wirt maximal ausgebeutet und überschwemmt, treibt man den Nachwuchs hinaus, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Allerdings ist so ein Wirtswechsel auch eine der gefährlichsten Phasen im Parasitenleben, allzu oft sollte man sich diesen Stress also besser nicht antun. Besonders clevere, hochentwickelte Vertreter bereiten sich daher intensiv vor: Ein Wechsel zwischen zwei Wirtswohnungen wird durch manipulativen Druck auf ihren "Umzugsunternehmer" vorbereitet. 





Toxoplasma gondii im Gehirn - die andere Pandemie


Toxoplasmose - Parasiten verändern die Synapsen im Gehirn





Dieser Parasit ist ein wahres "Erfolgsmodell" der Evolution. » The fittest » nach Charles Darwin bedeutet halt nicht, wie im Volksglauben allgegenwärtig, der » Stärkere »,sondern der am "besten angepasste" (Superlative), wird  » weiterkommen » bzw. sich fortentwickeln, so die ursprüngliche Ausrichtung der Evolution. Evolution ist daher kontingent auf die eigene Selbstverwirklichung hin ausgerichtet; 


Dazu kommt, dass der vergleichsweise langsamen und schwerfälligen Evolutionsbiologie, aus der wir stammen, die Gentechnik (Crispr-Cas 9) und die Synthetische Biologie gegenübersteht, die für die Menschheit, Perfektion und Genialität bereithält, aber auch absolut vernichtend wirken kann, sofern diese dazu generiert wird. Desweiteren fällt die Einzigartigkeit eines Individuums und es können völlig neue, eigenständige und autarke,  Lebensformen generiert werden, die entsprechend Nano - Technologien mit einbeziehen. Kristalline Strukturen und z. B. quantum dots. Näheres zu dieser Thematik, ist unter der unten aufgeführten Seite ersichtlich. Die Synthetische Biologie, ist der Gentechnik weit überlegen.



Synthetische Biologie und Nanotechnologie ( LINK )



(biolog. evolutionäres) Leben ist "quantenphysikalisch" gedeutet: = Information - ein mechanischer Ordnungspunkt von Materie bzw. lokale Mechanismen (biolog.) kooperativer Systeme. Die Evolution ist tatsächlich "schöpferisch", wie jeder Mensch übrigens auch. Weil es notwendig ist, dass das Fortschreiten in der Natur kontingent erfolgt. Erfolgte es nämlich nicht notwendigerweise kontintent, wäre neues gar nicht möglich. Nur aus Kopierfehlern ergibt sich Neues. (Komplexeres)




Toxoplasma gondii im Gehirn - die andere Pandemie



Etwa ein Drittel der Welt- bevölkerung, in Deutschland sogar jeder Zweite, trägt Toxoplasma gondii  in sich. 


Meistens unbemerkt. Offensichtlich gefährlich werden können die Einzeller, die mit dem Malariaerreger verwandt sind, dem ungeborenen Kind oder Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. 



Anders als in Österreich und Frankreich wird ein Toxoplasmose-Screening im Vorsorgeprogramm bei Schwangeren in Deutschland nicht durchgeführt



Je älter man ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, schon einmal mit dem Parasiten in Kontakt gekommen zu sein. Antikörper gegen T. gondii im Blut zeigen einen solchen Kontakt an. Wer sich einmal angesteckt hat, wird den Parasiten sein Leben lang nicht wieder los. Die Infektionsrate nimmt je Lebensjahr fast linear um ein Prozent zu. So finden wir bei rund 20 Prozent der 20-Jährigen und bei etwa 80 Prozent der 80-Jährigen Antikörper gegen T. gondii




Schwere Formen der Erkrankung können bleibende neurologische Schäden hinterlassen, Krampfanfälle, Lähmungen, Blindheit. Weniger offensichtliche durch den Parasiten ausgelöste Symptome, etwa durch Augenentzündungen verursachte Sehstörungen, können erst dann bemerkt werden oder auch auftreten, wenn die Kinder bereits einige Monate oder sogar Jahre alt sind und kaum einer mehr an eine kongenitale Toxoplasmose denkt. 




Häufiger infiziert sind im Durchschnitt Männer und Katzenhalter – Männer, weil sie im Durchschnitt öfter Fleisch verzehren, und Katzenhalter, weil sie sich leichter als Nicht-Katzenbesitzer etwa bei der Katzenklopflege anstecken können. 







Toxoplasmose - weit verbreitet und doch unbekannt

Was haben Mettbrötchen, Katzenkot und Organtransplantationen gemeinsam? In ihnen schlummert womöglich ein Toxoplasmose-Parasit, der schwere Erkrankungen hervorrufen kann.



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Der französische Parasitologe Louis Manceaux und sein Landsmann, der Bakteriologe Charles Nicolleentdeckten den Parasiten vor gut 110 Jahren in Blut und Organen eines meerschweinartigen Nagetiers aus Nordafrika, dem »Gundi«. Aus »Gundi« wurde fälschlicherweise »Gondi«, und der neue Erreger wurde wegen seiner Bogenform (von griechisch toxon = Bogen, plasma = Gebilde) schließlich Toxoplasma gondii genannt.




Toxoplasma gondii  ist ein tückischer Killer. Wenn dieser Einzeller das Gehirn einer Maus befällt, verliert der Nager seine natürliche Aversion gegen den Geruch von Katzen – Mäuse, die mit Toxoplasma gondii infiziert sind, wagen sich deshalb eher in die Nähe ihrer Fressfeinde und gehen ein höheres Risiko ein, verspeist zu werden. So vervielfacht der Parasit seine Chance, sich zu vermehren, denn Katzen sind die einzigen Wirte, in denen sich Toxoplasma gondii fortpflanzen kann. 




Kurzum: 


Die lebensrettende Aversion gegenüber dem Geruch von Katzenurin verwandelt sich in Anziehung. Statt die Flucht zu ergreifen, nähern sich die Nager den Katzen. Diese machen leichte Beute und werden ihrerseits leichte Beute – für die Parasiten. 




Der Parasit nistet sich nicht nur im Gehirn und Muskelgewebe infizierter Tiere ein: Toxoplasma gondii wird vom Menschen über die Verdauung aufgenommen, gelangt in den Blutkreislauf und wandert auch ins Gehirn, um sich dort lebenslang in Nervenzellen einzunisten.




Es liegt demnach nahe, dass eine chronische Infektion mit dem Parasiten auch beim Menschen Prozesse in verschiedenen Hirnarealen stören. Die Parasiten setzen sich in den Neuronen und Gliazellen verschiedener Hirnareale mit zystenartigen Dauerstadien fest, um dem Immunsystem des Wirtes auszuweichen. 




Trotzdem reagiert die Körperabwehr auf chronische Infektionen, etwa indem sie entzündliche Zytokine wie TNF-alpha und IL-6 ausschüttet. Auch hier besteht eine Korrelation, denn beide Zytokine finden sich auch im Gehirn von Suizidopfern typischerweise in erhöhter Konzentration



In der neuesten und bislang umfangreichsten Studie konnten dänische Forscher einen Zusammenhang zwischen einer chronischen Toxoplasmose und riskantem Verkehrsverhalten feststellen, nachdem sie die Krankenakten und Blutproben von mehr als 80.000 Dänen durchforstet hatten. Menschen, die den Parasiten in sich tragen, haben laut der Untersuchung häufiger Verkehrsunfälle als Menschen ohne Infektion mit Toxoplasma gondii. 




Dank der dänischen Studie – die auch die Häufigkeit einiger psychischen Erkrankungen erfragte – gilt es als bewiesen, dass eine chronische Infektion mit T. gondii das Risiko erhöhe, an einer Schizophrenie zu erkranken. Womöglich triggert das Entzündungsmilieu, das der Parasit und aktivierte Immunzellen um ihn herum im Gehirn fördern, eine Schizophrenie.




Durch die chronische Infektion mit Toxoplasma im Gehirn kommt es zu periodischen Schwankungen von Entzündungsstoffen im Gewebe; die Immunabwehr ist auf der Hut, damit sich der Parasit weiter still verhält. Das Auf und Ab der immunologischen Botenstoffe wirkt sich durchaus auf die Befindlichkeit und Stimmung aus und die hat Einfluss auf die Entstehung psychiatrischer und neurodegenerativer Erkrankungen.




 

Parasiten beeinflussen Signalübertragung im Gehirn

 

Die Existenz von Toxoplasmose ist schon lange bekannt. Neu sind allerdings die Erkenntnisse, wie der Toxoplasmose-Parasit die Synapsen im Gehirn umbaut. Es wurde nachgewiesen, dass der Parasit den Stoffwechsel im Gehirn seiner Wirte beeinflusst und die molekulare Zusammensetzung von Synapsen verändert. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Journal of Neuroinflammation veröffentlicht.



Toxoplasmose-Parasiten verändern die Synapsen im Gehirn


Es wurde nachgewiesen, dass sich durch die Infektion die Mengen bei insgesamt 300 synaptischen Proteinen im Gehirn verändern. Besonders stark reduziert waren vor allem Proteine in der Nähe von Glutamat-freisetzenden erregenden Synapsen. Gleichzeitig wurden erhöhte Mengen an Proteinen gefunden, die an Immunantworten beteiligt sind.


 

Behandlung mit Sulfadiazin vielversprechend 

 

Zur Therapie von Toxoplasmose-Infektionen wird oft Sulfadiazin eingesetzt, das die Vermehrung der Toxoplasmen teilweise behindert. Diese Behandlung zeigte bei den untersuchten Mäusehirnen Wirkung: Alle untersuchten Proteine, die für die glutamaterge Signalübertragung zuständig sind, waren wieder im Normalbereich. Und auch die Entzündungsaktivität ging messbar zurück.



Diese Erkenntnisse sind auch für den Menschen relevant. Sie unterstützen die Tatsache, dass 

Toxoplasma gondii ein Risikofaktor für neuropsychische Erkrankungen ist. Fehlfunktionen glutamaterger Synapsen werden zudem mit Depressionen, Schizophrenie und Autismus in Verbindung gebracht. 



Auch Komponenten der Immunantwort zeigen Bezüge zu diesen Erkrankungen. Das legt den Verdacht nahe, dass möglicherweise durch Immunreaktionen Veränderungen an der Synapse verursacht werden, die zu neuropsychiatrischen Störungen führen.



 




Das Beutetier Maus verliert durch die Toxosplamose-Parasiten die Angst vor Katzen 





Der Lebenszyklus des Toxoplasmose-Erregers | Der Toxoplasma-Parasit besitzt einen fakultativen Wirtswechsel: Unspezifische Zwischenwirte sind Pflanzen-, Fleisch- und Allesfresser (Vögel, viele Säuger wie Maus, Schaf, Rind, Mensch), in denen ungeschlechtliche Teilungen des Parasiten zu Zystenbildung im ganzen Körper (vor allem Gehirn, Herz) führen; spezifische Endwirte sind Katzen (vorwiegend Hauskatze), in denen neben ungeschlechtlicher Entwicklung (Gewebe) geschlechtliche Entwicklung (Darm) stattfindet. Dementsprechend kann die Infektion durch zystenhaltiges rohes Fleisch oder kontaminativ durch Katzenkot erfolgen, der Oocysten enthält. 




Genau das macht Toxoplasma gondii


Bei Toxoplasmen sind alte Wohnung und Umzugsunternehmer ein und dasselbe: z. B. eine Maus. Der Parasit kann durchaus auch in Schafen, Menschen, Rindern und Vögeln gedeihen und Nachkommen durch einfache ungeschlechtliche Teilungs- und Vermehrungsschritte produzieren. Irgendwann aber wird es auch für ihn Zeit für Sex, um den Genpool wieder einmal kräftig durchzumischen – und dafür müssen Parasitenmann und -frau im einzigen echten Endwirt Katze aufeinandertreffen. Dort hinein gelangt der intelligente Parasit am besten als Katzenfutter. 






Wer überträgt Toxoplasmose?

Der Hauptwirt für T. gondii sind Katzen beziehungsweise die Familie der "Katzenartigen". In diesen Tieren kann sich der Parasit sexuell vermehren. Mit dem Kot scheiden infizierte Katzen Millionen von hochansteckenden, umweltstabilen "Oozysten" aus, über die sich fast alle warmblütigen Säugetiere, auch der Mensch, und Vögel (bei mehr als 30 Arten wurden Toxoplasmen gefunden) anstecken können.




In diesen Zwischenwirten vermehrt sich der Parasit in zwei verschiedenen Lebensstadien asexuell per Teilung. Es gibt die sich schnell teilenden und rasch im Körper ausbreitenden "Tachyzoiten" und die sich langsam teilenden und in winzige Zysten zurückziehenden "Bradyzoiten". Gewebezysten mit ruhenden Parasiten kommen in Muskeln, Herz und Gehirn (inklusive Rückenmark und Netzhaut) vor. Der Lebenszyklus von T. gondii schließt sich, wenn Katzen (oder auch der Mensch) das Fleisch eines infizierten (Beute-) Tieres verzehren.





  


Wie kann man sich anstecken?


Die Hälfte aller Erwachsenen ist mit Toxoplasmen infiziertDavon merken sie normalerweise nichts, da die Toxoplasmose meist unbemerkt verläuft. Der Körper bildet Abwehrstoffe gegen den Erreger und ist dann gewöhnlich lebenslang immun gegen die Krankheit. Nur selten kommt es bei einer Infektion kurzzeitig zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit Fieber, Schlappheit, Muskelschmerzen und Durchfällen.




Gefährlich ist Toxoplasmose für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Patienten, die gerade eine Organtransplantation hinter sich haben. Gefährdet sind aber auch Schwangere: Hat sich eine Mutter bereits vor der Schwangerschaft infiziert und eine Immunität gegenüber Toxoplasmose aufgebaut, ist das ungeborene Kind normalerweise nicht gefährdet. Steckt sie sich aber erst in der Schwangerschaft an, kann dies zu Netzhautentzündungen, Entwicklungsverzögerungen und Krampfanfällen beim Kind oder sogar zur Fehlgeburt führen.




Ist ein Mensch aber erst einmal infiziert, bleibt der Parasit oft dauerhaft im Organismus – etwa im Muskelgewebe oder im Gehirn. Man spricht  deshalb von einer "versteckt fortbestehenden" Infektion



Hier zu Lande stecken sich die meisten Menschen wahrscheinlich über rohes oder unzureichend gegartes Fleisch oder Fleischprodukte an. Der Deutschen liebstes Mettbrötchen beispielsweise ist eine potenzielle Gefahrenquelle, denn das Fleisch von Schwein, Rind und auch Lamm kann Toxoplasmen in Form von Gewebezysten enthalten.



Doch auch Katzen spielen für die Übertragung eine große Rolle. Die im Katzenkot vorkommenden Oozysten gelangen über (ungewaschenes) Obst, Gemüse, über Sandkästen beziehungsweise Kinderspielplätze oder belastetes Trinkwasser in den menschlichen Körper.



Ist der Parasit nach der Aufnahme über den Mund erst einmal im Magen-Darm-Trakt angekommen, überwindet er innerhalb weniger Stunden die Darmwand und erreicht die daruntergelegene Gewebeschicht, wo sich neben Blutgefäßen auch Muskel-, Nerven- und Immunzellen befinden. Aus der ruhenden Parasitenvariante entwickeln sich hier im Nu die aktiven Tachyzoiten, die im Prinzip jede Art von Körperzellen befallen können.



Der Parasit erscheint harmlos, weil ihn das Immunsystem in Schach hält – anders sieht es aus, wenn die Immunabwehr geschwächt ist



In dieser Phase haben es die Parasiten aber besonders auf Immunzellen abgesehen. Die gibt es hier reichlich, eigentlich um Eindringlinge abzuwehren. Doch Toxoplasmen tricksen die Abwehrzellen aus, infizieren Makrophagen (Fresszellen) und andere "Wächterzellen" und reisen in ihnen durch den ganzen Körper. Auf diese Weise gelangen die Einzeller in Herz, Lunge, Muskeln, Auge, überwinden sogar die Blut-Hirn-Schranke und lassen sich bevorzugt in Nervenzellen im Gehirn nieder.




Unter dem Druck der Immunabwehr – denn inzwischen sind T-Zellen auf die Parasiten aufmerksam geworden und Antikörper wurden gebildet – verschanzen sich die Toxoplasmen im Gewebe hinter einer robusten Polysaccharid-Hülle. In diesen Zysten kann der Parasit nun lebenslang ruhend überdauern. Menschen, die T. gondii in sich tragen, haben von der Infektion meist überhaupt nichts mitbekommen. Einige spüren höchstens milde Symptome, wie man sie von einer Erkältung kennt.




Wenn Mäuse oder Ratten chronisch mit T. gondii infiziert sind, verhalten sie sich, wie bereits erwähnt, sehr ungewöhnlichDie lebensrettende Aversion gegenüber dem Geruch von Katzenurin verwandelt sich in Anziehung. Statt die Flucht zu ergreifen, nähern sich die Nager den Katzen. Diese machen leichte Beute und werden ihrerseits leichte Beute – für die Parasiten. 




Tatsächlich kapseln sich Toxoplasmen im Mäusehirn vermehrt in mittleren sowie basal-seitlichen Abschnitten der Amygdala ein,  einem für Angstreaktionen zuständigen Areal. Die Parasiten in der Amygdala der verhaltensgestörten Tiere haben einst erlernte Verknüpfungen von Angst mit dem Reiz Katzenduft "gelöscht".  




Für den nicht wählerischen Parasiten sind Menschen wie Mäuse –  ein Zwischenwirt,  den  es  in

Richtung Katze zu verlassen gilt. Möglicherweise versucht der Parasit daher auch in menschlichen Gehirnen seine Tricks – und ohne zu erreichen, dass Homo sapiens sich vom Stubentiger verspeisen lässt, richtet er dabei wohl doch einiges "Unheil" an:




Toxoplasmose-Opfer zeigen auch lange nach der Infektion nicht selten plötzliche psychische Veränderungen bis hin zu Schizophrenie-Symptomen oder psychomotorische Ausfälle. 




Umgekehrt aber können gegen Schizophrenie beim Menschen gerichtete Medikamente – etwa Haloperidol – bei mit Toxoplasmen infizierten Mäusen wieder genau die Angstreaktionen hervorrufen, die durch die Parasiten zuvor ausgeschaltet wurden. 




Offensichtlich gelingt die spezifische Wirkungsweise der Toxoplasma-Parasiten also nicht etwa durch eine brachiale Zerstörung bestimmter Neuronennetze, sondern durch eine mit Medikamenten reversible chemische Manipulation von einiger Raffinesse. Ein typisch egozentrischer Parasit – bei der Wahl seiner Mittel - aber sicher auch ein ziemlich eleganter. 




2.) Sich mit einer schlechten Idee anzustecken, ähnelt der Infektion eines Tieres durch einen Gehirnparasiten




Wir westlich Denkenden haben eine verheerende Pandemie, die den Geist befällt und die Fähigkeit der Menschen zum rationalen Denken zerstört. Im Gegensatz zu biologischen Krankheitserregern wie dem COVID-19-Pathogen besteht der Übeltäter hier, aus einer Ansammlung schlechter Ideen, die in den Universitäten entstanden sind und unsere Begriffe von Vernunft, Freiheit und der Würde des Individuums zerstören. 



Wir behaupten, dass Menschen durch eine Art Krankheitserreger des "Geistes" angesteckt werden können (Tiefenindoktrination durch Softpower Techniken, Prof. Rainer Mausfeld). 



Solche infektiösen Vorstellungen, die wir Ideen-Pathogene nennen, sind immer schädlich im Gegensatz zu anderen ansteckenden Bewusstseinsinhalten wie etwa dem Meme, das der Biologe Richard Dawkins beschrieben hat. 



Eng verwoben mit der Vorstellung, dass wir mit einem leeren Geist geboren werden, ist der sogenannte Sozialkonstruktivismus und der ist eindeutig schädlich. In seiner radikalen Form besagt er, dass so ziemlich alles auf unser soziales Umfeld zurückzuführen ist. Darin liegt eine zwar falsche, aber hoffnungsvolle Botschaft. Sie gibt den Menschen einen Grund, daran zu glauben, dass ihr Kind der nächste Michael Jordan oder Albert Einstein sein könnte. 



Das sorgt für ein wohliges Gefühl, aber die Realität sieht nun mal so aus, dass unsere Möglichkeiten durch die Biologie begrenzt werden. Wie vielen der Ideen-Pathogene, liegt auch dem Sozialkonstruktivismus ein edler Ansatz zugrunde, aber bei der Verfolgung dieses Ansatzes wird die Wahrheit gemeuchelt.



Falsche Vorstellungen können für enormes Leiden sorgen. In der Psychiatrie ging man etwa lange davon aus, dass Schizophrenie auf eine gestörte Eltern - Kind - Beziehung zurück- zuführen sei. Als eine Ursache machte man Mütter aus, die keine klare Grenze zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und denen ihres Kindes gezogen hatten. Die betroffenen Mütter müssen sich entsetzlich gefühlt haben.



Man nannte das dann schizophrenogene Mutter. 
In der Psychiatrie ist das Pendel mittlerweile in die komplett andere Richtung geschwungen. Früher wurde diese Krankheit ganz und gar auf umweltbedingte Ursachen zurückgeführt. Heute wissen wir, dass eine "pharmakologische Maßnahme" die Stimmen im Kopf des Patienten verschwinden lassen kann. 



Es gilt als unstrittig, dass die Krankheitsursache hier organisch bedingt ist. Allerdings liegt ein Problem jetzt darin, dass fast allem mit Pillen begegnet wird. Ihr Kind ist in der Schule zu aktiv, zeigt also ein Verhalten, das man besonders für Jungen als normal bezeichnen könnte? 



Die Lösung


Geben Sie ihm Ritalin und behandeln Sie so sein ADHS! Wie für die meisten Dinge im Leben, gibt es auch hier einen guten Mittelweg. Pharmakologische Maßnahmen sind denkbar möglich, aber eben auch Gesprächstherapie !



Wir beschäftigen uns hier vor allem mit Ideen, die von Menschen vertreten werden, die den Kampf für soziale Gerechtigkeit nicht als Ringen um Chancengleichheit sehen, sondern nach Ergebnisgleichheit streben. Im Englischen ist für solche Personen der abwertende Begriff „Social Justice Warrior“ geprägt worden. 



Wir denken, dass all diese Ideen - Pathogene im universitären Umfeld entstanden sind. Es braucht – daran erinnern wir immer wieder gern – Intellektuelle, um auf einmalig dumme Ideen zu kommen. Wenn man die Wahrheit vergewaltigen muss, so scheint die Devise nun zu sein, dann ist das halt ein Kollateralschaden, den man für ein "höheres Ziel" eingeht.



Der Feminismus etwa hat als Bewegung begonnen, der es um Chancengleichheit ging – eine tolle Sache. Selbstverständlich sollen Männer und Frauen vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Es darf keine institutionelle Frauenfeindlichkeit geben. Und dem würden heute ja auch die meisten Menschen zustimmen.



Das Problem besteht darin, dass radikale Feministen, bei der Verfolgung ihres Ziels, die Biologie leugnen. Sie lehnen die Möglichkeit ab, dass Männer und Frauen zwar unterschiedlich, aber dennoch vor dem Gesetz gleich sein könnten. Sie argumentieren letztlich für Ununterscheidbarkeit. In anderen Worten: Männer und Frauen sind, wenn überhaupt, nur aufgrund sozialer Konstruktion verschieden.



Es heißt dann: "Wagt es nicht zu sagen, dass es evolutionäre Gründe gibt, warum Geschlechtsunterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. Sie müssen ein Nazi sein, wenn Sie das denken.“



Im Zuge der Verfolgung eines ursprünglich höheren Ziels, hat sich der Feminismus in eine hässliche Dummheit verwandelt.



An welchem Punkt wird relativistisches Denken problematisch?


Bereits in der Erkenntnistheorie. Denn philosophisch müssen wir wiederkehrende statistische Regelmäßigkeiten in der Welt annehmen, wenn wir an empirischem Wissen festhalten wollen. Was keineswegs bedeutet, dass in der Wissenschaft Sachverhalte, die man für gegeben angesehen hat, dies auch für alle Zeiten sind. Was vor 300 Jahren für wahr gehalten wurde, hält man heute vielleicht nicht mehr für wahr. 



Wir haben es mit vorläufigen Wahrheiten zu tun, glauben aber daran, dass Wahrheit an sich existiert. Die Postmoderne geht dagegen davon aus, dass es absolut keine Wahrheiten gibt, denn von Objektivität zu sprechen, setzt angeblich voraus, dass Menschen nicht voreingenommen, nicht an ihre Subjektivität gekettet sind. Postmoderne Denker lehnen auch menschliche Universalien ab. Jede Kultur, so die Behauptung, ist ihre eigene Oase.



In dieser Form hat sich die Postmoderne im Laufe der letzten 40, 50 Jahre als akademische Strömung entwickelt. Hauptverantwortlich war hier die, wie wir sie nennen, Dreifaltigkeit der französischen Schwätzer: Jacques Lacan, Michel Foucault und Jacques Derrida.


Man muss sich daher fragen: 


Könnte der Siegeszug postmoderner Ansichten aus einer Angst vor dem Wissen herrühren? 


Zumindest aus einer Angst vor der Rigidität, die in der Feststellung liegt, dass etwas entweder wahr ist oder nicht. Zum Beispiel: Wer Mathematik studiert hat der weiß, wenn es einen Bereich gibt, der völlig unempfindlich gegenüber dem Relativismus ist, dann dieser. Die Mathematik zeigt sich in Identitätsfragen resistent. Die Verteilung der Primzahlen ist die Verteilung der Primzahlen – egal, ob man sich nun als Transgender - Person betrachtet oder nicht … 


Das sehen manche mittlerweile anders...


Die Realität wurde durch die Satire eingeholt. Es fühlt sich für viele Menschen befreiend an, davon auszugehen, dass absolut nichts rigide ist. Hey, meine Genitalien bestimmen nicht meine Identität – ich bin, was ich fühle! 


Ideen - Pathogene "befreien uns" von den lästigen Fesseln, die uns die Wirklichkeit anlegt.



Das Gender Paradoxon - Gender-Mainstreaming (LINK)



Ich will nicht an dieses Ding namens objektive Wahrheit gekettet sein, ich möchte mich von allen biologischen Imperativen befreien – also mache ich mir Ideen zu eigen, die mich jeder Zeit alles sein lassen können. Anders gewendet: Es gibt nur meine Wahrheit. Was an Arroganz eigentlich kaum zu überbieten ist. 





Und aus dem identitätspolitischen Blickwinkel sind wir keine Individuen, sondern bloß unbedeutend kleine Teile einer größeren Gruppe. 




„Das Geschlecht ist in jeder einzelnen Zelle des Körpers eingeschrieben“, erklärt Prof. Kutschera. Wir können unserer Natur nicht entkommen. Kulturelle Faktoren wie Erziehung, das Lebensumfeld und die Gewohnheit dürfen selbstverständlich nicht vernachlässigt werden. Doch eine Theorie, die die Geschlechtlichkeit der Menschen in erster Linie als sozial konstruiert sieht, verläßt den Boden seriöser Wissenschaft.





Copyright David C. Page, 2013





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https://www.researchgate.net/institution/Massachusetts-Institute-of-Technology




Wie schafft man es,  den Kopf dieser Leute wieder aus dem Sand zu bekommen ? !


Es gibt da ein erkenntnistheoretisches Werkzeug, das in solchen Fällen Erfolg verspricht: nomologische Netzwerke kumulativer Evidenz. 



Man(n) Frau, sollte hier an Charles Darwin denken, der im 19. Jahrhundert Daten sammelte, um seine Evolutionstheorie zu stützen. Darwin bekam seine Daten nicht von 30 Studenten an der Universität Frankfurt. Er häufte über einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten Informationen an, die aus vielen verschiedenen Disziplinen stammten – aus der Paläontologie, der Ökologie, der Tierzucht oder der vergleichenden Morphologie.



Alles zusammengenommen wurde daraus ein unanfechtbarer Tsunami an Beweisen. Wir plädieren für einen ähnlichen erkenntnistheoretischen Prozess.



Nehmen wir an, wir möchten beweisen, dass Spielzeugvorlieben nicht sozial konstruiert sind. Wenn wir also diesen Standpunkt belegen will, dass der Grund, warum Jungen bestimmte Spielsachen bevorzugen und Mädchen andere, nichts damit zu tun hat, dass Mama und Papa sexistische Schweine sind, sondern dass hierfür biologische Ursachen existieren. Um zu einem Tsunami an Beweisen zu gelangen, konstruiere ich ein Netzwerk aus ganz unterschiedlichen Datenquellen.



Wir werden zum Beispiel Daten von Kindern sammeln, die zu jung sind, um schon sozialisiert worden zu sein, aber trotzdem diese geschlechtsspezifischen Vorlieben aufweisen. 


Doch dabei belasse wir es nicht, sondern führen auch Primatenarten wie die Südlichen Grünmeerkatzen, Rhesusaffen oder Schimpansen an, deren Babys ähnliche geschlechtsspezifische Spielzeugpräferenzen aufweisen. 



Wollen wir nun behaupten, dass Affen-Mama und Affen-Papa sexistisch und patriarchalisch waren? Außerdem sammle ich Daten aus verschiedenen Kulturen und bis in Zeiträume, die 2.500 Jahre zurückliegen. Schon auf Grabmälern aus dem antiken Griechenland finden sich Darstellungen, auf denen Jungen abgebildet sind, die mit einem Rad oder einem Ball spielen, während die Mädchen mit Puppen gezeigt werden. 



Ein Problem bleibt auch bei Netzwerken kumulativer Evidenz bestehen: 


Mein Gesprächspartner muss überhaupt offen für Beweise sein. Wenn mein Gegenüber mir aber gestattet, ihr/ihm die Finger aus den Ohren zu nehmen, damit er/sie mich hören kann, sind wir auf einem guten Weg zur Wahrheit.



In den Universitäten ist das Sammeln von Belegen aus verschiedenen Disziplinen schwierig vorzustellen. Es wird dort heute doch vor allem auf Spezialisierung gesetzt.



Richtig! Und deshalb plädieren wir dafür, dass die Professoren sich aus ihren Nischen herausbewegen. Zum einen sollte man sich nicht gezwungen fühlen, nur im eigenen Fachgebiet zu publizieren. Was aber riskant ist. Mancher Autor(in) hier, wurde in seiner/ihrer Karriere tatsächlich für seine interdisziplinäre Forschung abgestraft, weil sie in so unterschiedlichen Bereichen wie der Medizin, der Ökonomie, der Psychologie und der Evolutionstheorie publiziert hatten. Das wird nicht gern gesehen.


Am besten veröffentlicht man in seiner engen Nische und hält ansonsten die Klappe. Wir finden so etwas aber furchtbar und denken auch, dass man als Professor nicht nur mit anderen Akademikern kommunizieren sollte. Viele Professoren halten sich für die gesalbte Elite und sind stolz auf ihren Elfenbeinturm.


Wir sehen das ganz anders: Wenn wir Ideen haben, von denen wir denken, dass sie es wert sind, Verbreitung zu finden, dann sollten wir sie eben nicht nur innerhalb unserer disziplinären Grenzen kommunizieren. Sich keine elitären Beschränkungen aufzuerlegen, ist entscheidend dafür, dass die akademische Welt sich aus ihrer derzeitigen Verblödung befreit.



Eine Maßnahme, um zu mehr Rationalität in Debatten zu gelangen, besteht darin, Vorlesungen in Wissenschaftstheorie für Studenten verpflichtend zu machen ! 



Das halten wir für einen guten Weg. Die Wissenschaftstheorie ist ein Mechanismus, der uns dabei hilft zu entscheiden, was wahr ist und was nicht. Vielen Menschen ist nicht einmal bewusst, dass es zwei Möglichkeiten gibt, in Bezug auf Wahrheit zu unterscheiden. 



Zum einen sind da die axiomatischen Wahrheiten, wie man sie aus der Mathematik und Logik kennt. Denke man etwa an das Transitivitätsaxiom, das besagt: Wenn ich Auto A gegenüber Auto B bevorzuge, und ich Auto B gegenüber Auto C bevorzuge, dann muss ich Auto A auch gegenüber Auto C bevorzugen. Daneben existieren empirische Wahrheiten. 


Aber wenn es um die Beurteilung von Hypothesen geht, gibt es nur die wissenschaftliche Methode,... oder ? (!)