Horst Tappert alias Derrick und die Indoktrination des Zuschauers


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The 70th Bilderberg Meeting will take place from 30 May to 2 June 2024 in Madrid, Spain.  A press release including the list of topics and participants can be found here










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Hall of Shame / Halle der Schande:

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von,...

Veronica Saß (geb. Stoiber) jetzt Direktorin "Recht" beim FC Bayern, Edmund Stoiber sitzt im Aufsichtsrat | Silvana Koch-Mehrin | Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg |

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"... the world population can exceed easily 8 billion by the year 2020. This was a major subject of discussion at the conference in Rio de Janeiro on the environment two years ago. It was pointed out at the conference that growth is most efficiently managed by the private sector, but regulation of the process by national governments and international bodies is also needed. And once again, United Nations can certainly be among the catalysts and coordinators of this process.”

 - David Rockefeller, Annual UN Ambassadors' Dinner Sep. 14, 1994





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HORST  TAPPERT ALIAS DERRICK (26.05.1923 - 2008) SEINE SS - VERGANGENHEIT UND DIE VERBANNUNG DURCH DAS ZDF




Autor

S. Hab (Master of Science, M.Sc.)


[Alle Staffeln der Kriminalserien "Derrick" 281 Episoden & "Der Alte" 221 Episoden 

mit Leo Kress Darsteller Rolf Schimpf, wurden mit höchstmöglicher Auflösung archiviert]


Am Ende der Seite, ein paar interessante Folgen,...gerade in der heutigen Zeit,...



Am 16. Oktober 1998 fand in München die letzte Vorführung der Krimi-Serie „Derrick" statt. Nach einer mehr als 24-jährigen Laufzeit endete die äußerst erfolgreiche Serie, die in über 100 Ländern ausgestrahlt wurde. 



Die Beerdigung von Horst Tappert 2008, fand ohne TV-Kollegen statt; nur Fritz Wepper durfte teilnehmen



1998 legte Horst Tappert „seine" Derrick-Rolle ab. „Er hatte mit allem abgeschlossen. Er wollte mit seiner Vergangenheit im Grunde nichts mehr zu tun haben. Amüsant fand er, wenn die Leute ihn mit "Herr Derrick" ansprachen, sogar seinen Ärzten ist das passiert." Nach dem Derrick-Ende zog sich Tappert fast völlig aus der Öffentlichkeit zurück.


 „Partys mochte er nicht, Schickimickis lehnte er ab. Er genoss die Zweisamkeit",...


Horst Tappert - war eine großartige Persönlichkeit, ein großartiger Schauspieler und ein außergewöhnlicher Mensch.



Viele Jahrzehnte galt die Krimiserie „Derrick" als eine der beliebtesten Krimi - Reihen in Deutschland. Das Programm wurde zur Zeit der Ausstrahlung von 1974 bis 1998 in zahlreiche andere Länder verkauft, selbst in Japan war der von Horst Tappert gespielte Kommissar mit den voluminösen Tränensäcken & seinem Kollegen "Harry" Klein ( Fritz Wepper, 1941 - 2024 ) Kult. ( " Harry, hol schon mal den Wagen. " )



Horst Tappert hatte einige Interviews gegeben, die schon fast Abschiedsinterviews waren. Dann war Er bei sich, und dass er dann erstmals die Differenz zur Rolle aufgemacht hat, sieht man an einer kleinen Geste. Die Rolle war neben Trenchcoat, Maßanzug und immer gut sichtbarer goldener Rolex, vor allen Dingen durch Tränensäcke und die Haartolle gekennzeichnet. Anders als Sean Connery (James Bond 007), der noch zu Zeiten, als er schon James Bond spielte, sein Toupet abnahm, nahm Horst Tappert wirklich erst ganz, ganz spät, als er schon lange in "Pension" war, gewissermaßen demonstrativ das Toupet vom Kopf und sagte damit, jetzt bin ich nicht mehr Kriminaloberinspektor Stefan Derrick.





KRIMI - SERIEN - PRODUZENT  VON - "DERRICK" & "DER ALTE", HELMUT RINGELMANN 



Doch seit 2013, als Indizien dafür aufgebracht wurden, dass der 2008 verstorbene Tappert bei einer Flak - Abteilung unter dem Kommando der Waffen - SS gedient haben soll, ist es ruhig um die TV - Serie geworden. Der Solinger Politikwissenschaftler Jörg Becker hatte bei Recherchen für ein Buch herausgefunden, dass der gebürtige Elberfelder von 1943 an als Panzergrenadier für das sogenannte SS - Regiment „Totenkopf" tätig war. 


Obwohl kein endgültiger Beweis erbracht wurde, dass der Schauspieler an einem Kriegsverbrechen beteiligt war, nahm das ZDF nach der Veröffentlichung die Wiederholungen von „Derrick" aus dem Programm. ( bei "Youtube" download möglich ) 


Heuchelei und Geschichtsvergessenheit: - Eine Erinnerung an die Erinnerungskultur. 



-  Eine  kritische  und  differenzierte  Analyse  - 


Indoktrination des Zuschauers (!)

Wenn es nach einem Bericht von „Bild" geht, bleibt das auch in Zukunft so. „Das ZDF plant auch weiterhin keine Wiederholungen", teilte der ZDF-Sprecher seinerzeit dem Boulevard - Blatt mit. Wie stets in solchen Fällen bleibt die Frage, wie die nicht zweifelsfrei nachzuweisenden Verfehlungen" der Vergangenheit mit der Lebensleistung" aufgerechnet werden können. 


Der in diesem Jahr (2024) verstorbene Fritz Wepper, langjähriger „Derrick"-Assistent, verteidigte seinen Kollegen deshalb auch in der Bild - Zeitung.


Zitat Wepper

„Man muss eine persönliche Vergangenheit auch immer im Verhältnis zur damaligen Zeit einordnen“. „Ein Stück TV-Kult, das Millionen mögen, zu verdammen, weil die Geschichte eines Darstellers Fragen aufwirft, halte ich für übertrieben und eine Bevormundung der Zuschauer.“


- Herr Wepper, Sie hatten Recht ! -



Mir ist zum Beispiel nicht bekannt, dass gegen Günter Grass auch nur ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden wäre, als er 2006 offenbarte, ein Mitglied der Waffen - SS gewesen zu sein ("Elitetruppe"). Mord und Beihilfe zum Mord verjähren wohlgemerkt nicht. 


Weder aus dem deutschen Feuilleton noch der deutschen Politik wurde damals danach gerufen, den Mann jetzt aber endlich vor Gericht zu stellen oder ihn als Verbrecher zu ächten; höchstens wurde ihm sein langes Schweigen vorgeworfen und die moralisch erhabene Attitüde, mit der er sich jahrelang als das bessere Deutschland präsentiert hatte, als sei er nicht selbst verstrickt.

                              

Es wurde schlicht ohne Überprüfung angenommen, dass Grass, obwohl SS - Mann, als solcher keine Verbrechen beging und an keinem Mord beteiligt war.


Nazi der ersten Stunde:  Hanns Martin Schleyer

Der 1977 ermordete Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer war anders als Grass kein Rädchen und keiner, der als verführter Jugendlicher erst gegen Kriegsende dazugekommen oder gar gegen seinen Willen in den Dienst gepresst worden wäre, wie viele andere. In die Waffen - SS wurde seit 1942 zwangsrekrutiert, wobei dazu besonders auch die "Volksdeutschen" in den eroberten Gebieten herangezogen wurden.


Schleyer war Nazi der ersten Stunde gewesen, später hoher SS - Offizier. Er kam trotz SS -Rang durch die Entnazifizierung der Alliierten und konnte später unbehelligt in höchste Positionen der bundesrepublikanischen Gesellschaft aufsteigen, ebenso Kurt Georg Kiesinger. Ein Ermittlungsverfahren gab es nie. Ebensowenig wurde Hanns M. Scheyer´s Entführung jemals komplett aufgeklärt.


Keine Ermittlungen gegen Ex - SS - Mann Tappert, da 2008 bereits verstorben.





Gegen Horst Tappert, Schauspieler und Autor der Serie Derrick, gab es kein Ermittlungsverfahren. Er war bei der SS - Division "Totenkopf" gewesen – allerdings im niedrigsten Rang; diese war mit dem Lagersystem eng verflochten. ( sic erat scriptum ! )




Herbert Reinecker, ( 1914 - 2007 ) der Autor von Derrick (der auch für zahlreiche andere Fernsehserien schrieb) und anders als Tappert im Krieg "kein leicht verführbarer junger Mann" mehr gewesen war, diente ebenfalls bei der Totenkopf - Division und war fast ein Jahrzehnt lang erst NS - Propagandist, dann SS - Kriegspropagandaschreiber.



Throughout World War II Reinecker served in a propaganda company of the Waffen SS,... 


Anders als sein Kamerad Tappert, verschwieg er seine SS-Zeit schon seit den 1950ern nicht mehr. Direkt nach dem Krieg hatte er sich vorübergehend ein Pseudonym zugelegt, weil er offenbar eine Anklage fürchtete, aber eine solche gab es nie; er starb 2007 (zu Recht) hochgeachtet. (ohne jedes juristische Nachspiel)



"Von Kriegsverbrechern unter den Leistungsempfängern ist der Bundesregierung nichts bekannt"


SS - Angehörige im Inland wie im Ausland und deren Hinterbliebene erhielten bis 2023, wenn sie im Dienst für den nationalsozialistischen Staat verwundet oder getötet wurden, nach dem Bundesversorgungsgesetz Kriegsopferrenten des deutschen Staates. Die SS verbarg sich im Gesetzestext schamhaft unter dem Begriff "militärähnliche Einheiten".


Nachdem heute kaum noch Betroffene leben, wurde 2024 das Bundesversorgungsgesetz als solches gestrichen und inhaltlich in das SGB XIV ("Soziale Entschädigung") eingegliedert, ohne sachliche Änderungen in der Praxis.


Im Baltikum war bekanntermaßen eine große Zahl von ethnisch baltischen späteren SS-Angehörigen unmittelbar an Massenerschießungen jüdischer Zivilisten beteiligt, zudem noch als Freiwillige, sodass hier ein besonders hoher Anteil von mutmaßlichen Verbrechern unter SS - Leuten anzunehmen ist.

Rentenzahlungen an baltische Ex - SS - Leute bis 1998 unüberprüft !!!


Dennoch erhalten auch die baltischen SS - Leute seit dem Ende der Sowjetunion, soweit sie oder ihre Witwen noch leben und sie während ihrer Tätigkeit "für Deutschland" geschädigt wurden, Rentenzahlungen vom deutschen Staat.


Eine vorherige Prüfung, ob diese oder die inländischen Renten an einen Kriegsverbrecher gehen, der willig an der Erschießung von Zivilisten teilgenommen hat, fand bis 1998 überhaupt nicht statt.


Als die Grünen 1996 eine kleine Anfrage im Bundestag zu den Opferrenten für SS - Leute im Ausland, insbesondere im Baltikum, und zu Kriegsverbrechern unter diesen stellten, wurden sie von der Bundesregierung folgendermaßen beschieden: "Von Kriegsverbrechern unter den Leistungsempfängern ist der Bundesregierung nichts bekannt." Manche Dinge will man eben nicht wissen.


SS - Zugehörigkeit nicht per se als Verbrechen gewertet

Das heißt aber auch nicht mehr und nicht weniger, als dass die bloße Zugehörigkeit zur SS von der Bundesregierung eben nicht per se als Verbrechen gewertet wurde (übrigens auch nicht von den Anfragenden), und daran hat sich seitdem nichts geändert, trotz Protesten jüdischer Stimmen. 


https://www.juedische-allgemeine.de/politik/moerder-mit-rentenanspruch/


Zwar wurde aufgrund der durch die Grünen damals angestoßenen Debatte 1998 festgelegt, dass an bekannte Kriegsverbrecher und freiwillig in die SS Eingetretene, keine Opferrenten mehr gezahlt werden sollten. Doch die nunmehr beginnende sukzessive Überprüfung ergab bei damals noch einer Million Kriegsopfer - Versorgungsberechtigter nur in 99 Fällen Gründe, die Versorgung einzustellen.


Geschätzt nach dem zahlenmäßigen Anteil der SS an den deutschen Soldaten muss die Zahl der Leistungsberechtigten mit SS - Hintergrund in Deutschland – über deren genaue Anzahl keine Angaben ausfindig zu machen sind – damals noch mehrere Zehntausend betragen haben. 


Der Anteil der "Verbrecher" unter ihnen beträgt demnach laut amtlicher Einschätzung nicht mehr als ein Prozent.


Wie gesagt, haben sukzessive Bundesregierungen und die Justiz es vorgezogen, bei den allermeisten SS - Mitgliedern nie ein juristisches Ermittlungsverfahren einzuleiten, das die großzügig über allen Kriegsteilnehmern ausgebreitete Unschuldsvermutung hätte widerlegen können.


Die bloße Mitgliedschaft in der SS, auch die freiwillige, ist nach deutscher Gesetzeslage und deutschen Gerichten per se nie ein Verbrechen oder auch nur Vergehen gewesen. Selbst eine freiwillige Mitgliedschaft galt und gilt bei uns nicht einmal als ausreichender Anfangsverdacht für Ermittlungen, gar nicht zu reden von befreundeten EU - Ländern wie Estland oder Lettland, wo SS - Leute in jährlichen Paraden gefeiert werden.


Ein historischer Kurzschluss. Riga verteidigt den Aufmarsch für die Waffen - SS Jahr für Jahr und deutet Neonazis zu Patrioten um. Diese Blauäugigkeit beruht auf fataler "Geschichtsklitterung" - Wirklich(?)! ( eher Tiefenindoktrination nach Prof. Dr. Rainer Mausfeld ) Bei allem Verständnis für die Erfahrung der baltischen Staaten und um mit Verlaub zu sagen:


in Ländern (den neuen NATO - Ländern), die zu einer Gemeinschaft gehören, die vorgibt gegründet worden zu sein, damit sich niemals wiederholt, was von 1939 bis 1945 geschehen ist, dürfen keine SS - Heldengedenken und keine Feiern mehr möglich sein, bei denen Neonazis zu Patrioten umgedeutet werden. (Stichwort Geschichtsklitterung,...?)


Nur wo es zusätzlich zur SS - Mitgliedschaft gute Indizien auf direkte individuelle Beteiligung an Verbrechen, wie Erschießungen oder Grausamkeiten gab, wurde überhaupt ermittelt. Niedere Chargen wurden dabei nur verurteilt, wenn sie sich über das von oben Befohlene hinaus durch Gewalttaten oder besonderer Grausamkeit schuldig gemacht hatten; alle anderen konnten sich auf Befehlsnotstand berufen.


Zuletzt gab es in der deutschen Justiz aber eine Teilabkehr von dem über Jahrzehnte an SS- Leute vergebenen Freibrief beim Fehlen individuell nachgewiesener Schuld, aber nur in speziellen Fällen:

 

Die nachgewiesene dienstliche Tätigkeit in einem Vernichtungslager gilt neuerdings als Beihilfe zum Massenmord, auch ohne Beweise für individuelles verbrecherisches Verhalten oder Beteiligung an Tötungen und selbst bei niedrigsten Diensträngen. https://www.zis-online.com/dat/artikel/2013_3_739.pdf 


(Referent Thilo Kurz, Richter & Mitarbeiter d. Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen Ludwigsburg)


Ukrainischer SS - Helfer als denkwürdiger Präzedenzfall

Der erste Fall, in dem so geurteilt wurde, war ausgerechnet der eines Ukrainers, der sich als Kriegsgefangener zum SS - Helfer pressen ließ, um dem eigenen Tod zu entgehen. Das Gericht und die Staatsanwaltschaft waren aber der Meinung, er hätte sich der Mitarbeit im KZ, einmal dort angekommen und des verbrecherischen Charakters gewahr, durch Flucht in den Untergrund entziehen müssen.


Damals stand es der deutschen Justiz schlecht an, ihren neuen Standard ausgerechnet an einem gefangenen Ukrainer mit gegen null gehender Entscheidungsfreiheit als Präzedenzfall zu exerzieren, nachdem die meisten deutschen Täter längst tot waren und man über Jahrzehnte nicht nur die meisten kleinen und mittleren, sondern auch nicht wenige hohen deutschen Räder im Nazi - Mordgetriebe mit dem Hinweis auf Befehlsnotstand oder als "Mitläufer" ihr Nachkriegsleben hatte genießen lassen.


Die überwiegende Zahl derjenigen, die am Ende des Krieges SS - Angehörige waren, ist von der neuen juristischen Sichtweise auf Mitarbeiter von Vernichtungslagern aber gar nicht betroffen, da nur eine Minderheit von ihnen je in Vernichtungslagern Dienst tat.


Kriegsverbrecher Helmut Schmidt ?..


Das heißt natürlich nicht, dass nicht eine Mehrheit der Waffen - SS - Leute im Osten in Kriegsverbrechen verwickelt war. Das war sie vermutlich, denn der Krieg im Osten wurde per se verbrecherisch geführt.


Dabei ist es ein Fehler zu glauben, dass schwerste Kriegsverbrechen auf die SS oder die ihr unterstellten Verbände wie die Polizeibataillone beschränkt waren. Drei Millionen von der Wehrmacht gefangen genommene Sowjetsoldaten haben die deutsche Gefangenschaft nicht überlebt, und die meisten von ihnen starben in von der Wehrmacht geführten Lagern.


Die Menschen in den Gefangenenlagern im Osten wurden nicht besser behandelt als die der SS unterstellten Arbeitssklaven in Auschwitz. Eine solche Behandlung von Kriegsgefangenen war ein Kriegsverbrechen auch nach damaligen, von Hitlerdeutschland vertraglich anerkannten Standards des Kriegsrechts.


Nach heutigen Standards, war es ein Genozid an drei Millionen mehrheitlich ostslawischer Menschen, die bei der geplanten deutschen Besiedelung der fruchtbaren Böden im Osten ohnehin störend gewesen wären und daher bei knapper Versorgungslage weder Essen noch eine Unterkunft mit Dach verdient hatten.


General Eduard Wagner:


"Nicht arbeitende Kriegsgefangene in den Gefangenenlagern haben zu verhungern."


Man ließ also in vollem Bewusstsein dessen, was man tat, drei Millionen gefangener sowjetischer Soldaten an Hunger, Kälte und Seuchen sterben.


Die Verbrechen der Wehrmacht im Osten wurden in Westdeutschland überhaupt nie juristisch aufgearbeitet und waren auch selten Thema in der Öffentlichkeit. Helmut Schmidt, der allseits geschätzte Kanzler, war als Wehrmachtsoffizier direkt an der Blockade von Leningrad beteiligt.

Eisernes Kreuz für Teilnahme an Kriegsverbrechen

Diese Blockade schnitt über zwei Jahre lang die Stadt von Nahrung und Brennstoff ab und hatte eine Million zivile Opfer. Nach den Standards, die heute üblich sind, war das mindestens ein "furchtbares Kriegsverbrechen" (so nennt es das Auswärtige Amt), eigentlich aber eher ein Genozid, denn die Ausrottung der Bevölkerung dort war geplant, wie sich aus einer Direktive des Oberkommandos der Heeresgruppe Nord ergibt:


https://www.volksbund.de/nachrichten/blockade-von-leningrad


https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/russischefoederation-node/blockade-leningrad/2181746    


Der Führer hat beschlossen, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen. Es besteht nach Niederwerfung Sowjetrusslands kein Interesse am Fortbestand dieser Großsiedlung. Sich aus der Lage der Stadt ergebene [sic] Bitten um Übergabe, werden abgelehnt.


Für Helmut Schmidts Teilnahme als Offizier an diesem Kriegsverbrechen, wofür er mit dem Eisernen Kreuz vom Nazistaat belobigt wurde, hatte die deutsche Öffentlichkeit, soweit das Thema überhaupt je angesprochen wurde, nur Entschuldigungen parat. Niemand hat ihn als Verbrecher gesehen. Schmidt selbst begründete seinen über Jahre treuen Dienst im Osten unter anderem damit, er habe von den Verbrechen der Nazis nichts gewusst.

Mehr Bildung und Handlungsfreiheit als andere SS - Leute

Die Nahrungsmittelblockade einer Großstadt über zwei Jahre war ihm offensichtlich nicht verbrecherisch genug, um zu zählen, obwohl sie auch nach damaligen Standards mindestens als moralisch verwerflich galt.


Ebenso gute oder schlechte Entschuldigungen für ihren Dienst in einem verbrecherischen Krieg und ähnlich hohe oder geringe Grade individueller Verantwortung für die Verbrechen, an denen sie beteiligt waren, hatten auch zahllose Waffen - SS - Leute, viele davon vermutlich mit schlechterem Bildungsgrad, Selbstbewusstsein und Handlungsfreiheit als der Offizier Schmidt.


Um ein Résümée zu ziehen


Die meisten, der den Krieg und die Gefangenschaft überlebenden SS - Angehörigen, galten und gelten nicht als Verbrecher, ebenso wenig wie direkt Beteiligte an Kriegsverbrechen der Wehrmacht.

Freiwillige SS - Mitgliedschaft bis heute nicht als Straftat gewertet

Die freiwillige SS - Mitgliedschaft ist bis heute kein Straftatbestand, anders als die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung; abgesehen davon, dass seit 1942 die Mehrheit der Waffen - SS - Leute zwangsrekrutiert wurde.


SS - Leute und ihre Angehörigen erhielten, genau wie Wehrmachtsangehörige, Opferrenten, soweit sie im Dienst geschädigt worden waren. Kriegsverbrechern könnte seit 1998 ihre Opferrente entzogen werden, aber die weitaus meisten SS - Leute und Wehrmachts -angehörigen, gelten dem deutschen Staat auch nach amtlicher Überprüfung nicht als solche. Die meisten von ihnen wurden nie juristischen Ermittlungen ausgesetzt, welche die Unschuldsvermutung hätte widerlegen können. ( §§ 112 ff. StPO )


Wer bei diesen Realitäten  nicht ins Grübeln kommt, der betreibt pure Heuchelei, oder offenbart grobe zeitgeschichtliche Ahnungslosigkeit. 


Wenn man(n) mit annähernd gleicher Akribie (wie bei Horst Tappert) seinerzeit begonnen hätte, die Rolle der Justiz, der Richter und Staatsanwälte im Dritten Reich, sowie ihre kontinuierliche Karrieren nach dem 2. Weltkrieg zu klären, dann hätte das möglicherweise eine sehr interessante und aussagekräftige Konstellation manifestiert. 


Aber Fragen zu diesem Thema, werden nicht aufgeworfen. Im Grundsatz sind alle Taten nach Ablauf der Verjährungsfrist verjährt und können dementsprechend nicht mehr verfolgt werden. 


Es gibt jedoch eine Ausnahme, die in § 78 Abs. 2 StGB geregelt ist: Mord verjährt nicht


Der Ausschluss der Verjährung beschränkt sich nicht nur auf den vollendeten Mord, sondern erstreckt sich auch auf den Versuch, die Teilnahme und die versuchte Beteiligung an einem Mord; wobei letztere u. U. nur sehr schwer adäquat nachzuweisen ist.



            

            

Der Autor dieser Seite, hat seit über 15 Jahren den Fernseher und die damit verbundene Tiefenindoktrination (nach Professor Rainer Mausfeld) und Massenverblödung für sich abgeschafft. Für alle anderen noch "Konsumenten" kann die Maxime in Bezug auf die "Mattscheibe" lauten: Wenn an einem Freitag Abend mal wieder unter 100 Programmen nichts läuft, ist DERRICK die Rettung. - Schönen Abend !


Abitur - die "Reifeprüfung", die heute nichts mehr wert ist,... Vergleich der Prüfungen 1989/´90 oder früher, mit heutigen Abitur - Prüfungen und "Einser-Abiturienten",...



Beste Folgen aus der Serie "Derrick", aus Sicht des Autors.



Abitur:

 

Die Intrigantin, von Agnes Dünneisen gut dargestellt; Eine Folge mit Dietlinde Turban.





Eine Endstation: 


Wenn man(n) solche Kinder hat, dann braucht man keine Feinde (mehr). Die Frage könnte auch lauten: Redet Ihr noch miteinander oder habt Ihr schon geerbt? Eine seltene Herbstfolge mit Will Quadflieg, Christiane Krüger, Gerd Baltus, Hannelore Hoger, Reinhard Glemnitz und Sissy Höfferer, sowie Eva Maria Bauer und Manfred Steffen.


Diese Folge ist eine Perle in der Derrick Spätphase. Ausgezeichnetes Drehbuch, brillant inszenierte Schauspieler, exzellente Dialoge mit vorzüglicher Rhetorik, erstklassige Handlung mit grandios aufgebauter Spannung und überraschendem Ende. 





Derricks toter Freund:


(Video unten) mit Traugott Buhre (Charakterdarsteller des deutschsprachigen Theaters) und Christiane Hörbiger sowie Walter Renneisen.


Witzige Szene: 


"Inspizierung" des Kleiderschranks durch "Werner Hauser", Zitat: "Wenn meine Frau schon mal mit Ihnen ausgeht, dann sollen die Leute ja nicht sagen können - Was ist denn das für ein Strolch! - Obwohl Sie natürlich einer sind! (Kanarienvogel in einem ziemlich teuren  "Voegelbauer" - Käfig) 


Geniale Schluss-Szene, wo Derrick den Choleriker Werner Hauser aus der Reserve lockt,...


"3 - von Einsamkeit befallene - Frauen" - auch heute ein aktuelles Phänomen,...


Die "Pathologie" der Einsamkeit (Atomisierung der Gesellschaft), ein Phänomen das trotz digitaler Revolution allgegenwärtig ist und sich parallel zu den induzierten karzinogenen Zuständen = Genozid über die Nahrung (Krebs) einreiht. 


(Henry Kissinger Zitat: "Wer das Öl kontrolliert, ist in der Lage, ganze Nationen zu kontrollieren; wer die Nahrung kontrolliert, der kontrolliert die Menschen" (Populationen)






Die Fahrt nach Lindau: 


Gute Folge mit Klaus Jürgen Wussow  alias "Prof. Brinkmann", der überzeugend "liefert" !





Fernsehen heute: - vulgär, "nackt", primitiv; - Fernsehen damals: - Kunst! 


Madeira:


- Curd Jürgens ist selbst als Soziopath noch ein Gentleman. Curd Jürgens und Susanne Uhlen... dazu das großartige Drehbuch von Herbert Reinecker,... 





Ein merkwürdiger Tag auf dem Lande: 


Eine der besten Folgen - allein die Schauspielerbesetzung,... die "blühende" Svenja Pages (03.08.66) bis heute nicht "verwelkt", Berger, Schultes, Baltus, Fierek, Semmelrogge, Renar - das ist schon hohe Schauspielkunst.


Der Ruf eilte dieser Folge voraus und ich muss sagen, sie hat nicht enttäuscht. Musik von Pink Floyd, kurz Antonio Vivaldi und Anton Bruckner ( A. Bruckner 1824 - 1896, 2024 Jubiläumsjahr in Wien, Bruckner Büste im Donaupark ) 


- Grossartig, wirklich eine der besten Folgen mit einer tragischen Auflösung der Geschichte. Für mich als Pink Floyd - Fan (Original Unterschrift von David Gilmour inne habend, der mir sogar bis zur Löschung meines Twitter - Accounds auf selbigem folgte. 2006 kurz in Berlin wohnend, war ich auf dem Konzert in der Konzerthalle Stocznia Gdańska in Danzig. Richard Wright lebte seinerzeit noch und brillierte mit "Echoes", starb dann leider 2008 an Krebs.





"Nachtgebete": 


Individuen wie Sacko, ( gespielt von Hanno Pöschl, der sein Lokal in Wien mittlererweile verkauft hat ) gibt es häufiger als man(n) (frau) denkt. Diese wirken vordergründig freundlich, wie im Film: "Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend". ( Zitat Derrick: "Ein Mistkerl",... ) - Ein solcher fungiert auf der Ebene eines Marcus Iunius Brutus,...





Schlusswort


Der materielle Wohlstand in der Spaßgesellschaft (Konsumgesellschaft) und der Drang nach Selbstverwirklichung haben dazu geführt, dass die meisten Menschen ohne wahre Kommunikation in der Gemeinschaft isoliert sind. Wie Atome in einem Edelgas stoßen sie zwar aneinander, haben aber darüber hinaus kaum eine Wechselwirkung. Als Ersatz dient bestenfalls maschinelle Kommunikation, Mobiltelefon und Internet. 


Die Trennung von "Geist" und Materie geht auf Descartes zurück. Sein Ich denke, also bin ich! zielt auf das Individuum. Dem wird Ich kommuniziere, also sind wir! entgegengestellt, um die Gemeinschaft als Ursprung des Einzelnen zu betonen. Dadurch soll den Menschen ein Weg aus ihrer Einsamkeit eröffnet werden. Der Isolation der Individuen entspricht in unserem Denken das aristotelische Entweder-Oder. 


Platon hat vor Aristoteles dialektisches Denken entwickelt, das kein Entweder-Oder verlangt. Die Basis des Christentums, die (schein-) "heilige Dreifaltigkeit", ist nur dialektisch im Sinne Platons zu erfassen. Aristotelisches Denken stimmt eher mit dem Islam zusammen, der die "Dreifaltigkeit" explizit ablehnt. 


Islam und Christentum sollten in ihren Glaubensgrundlagen einander gegenübergestellt werden, nicht um sie zu bewerten, sondern um ein Miteinander in Toleranz zu ermöglichen. Mit dem 11. September 2001 wurde das Gegenteil geschaffen; aber nicht von jenen, denen die Tat angelastet wurde,... sondern von jenen, welche die Kultur der Angst (Kampf gegen den Terror) etabliert haben. - Eine Tiefenindoktrination.


http://derrick-fanclub.de/


- Passen Sie auf sich auf !   -  Rien ne va plus !  -  Faites votre jeu !


(Zitat Arthur Schoppenhauer)